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Bis zu 70% geringeres Sterberisiko

Sauna: Positive Wirkung auf Herz und Kreislauf steigt mit Frequenz

| Autor/ Redakteur: Doris Heidegger* / Dr. Ilka Ottleben

Der regelmäßige Gang in die Sauna gilt als gesund, soll er doch Immunsystem und Herz stark machen. Dass letzteres tatsächlich so ist und sowohl Männer als auch Frauen vom Saunieren profitieren, hat nun die vergleichende Analyse von Daten einer finnischen Langzeitstudie ergeben. Demnach sinkt das Risiko, an einer Herz-Kreislauferkrankung zu versterben, deutlich mit der Häufigkeit der Sauna-Besuche. Auch eine für die Herzgesundheit optimale Dauer der Saunagänge konnte die Studie ermitteln.

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Männer wie Frauen die häufig die Sauna besuchen, haben ein deutlich reduziertes Risiko, an einer Herz-Kreislauferkrankung zu versterben. (Symbolbild)
Männer wie Frauen die häufig die Sauna besuchen, haben ein deutlich reduziertes Risiko, an einer Herz-Kreislauferkrankung zu versterben. (Symbolbild)
(Bild: ©NGYNA - stock.adobe.com)

Innsbruck/Österreich – Gerade jetzt in kalten Wintertagen entspannt viele Menschen der Gang in die wohlige Wärme einer Sauna. Dass Saunagänge jedoch nicht nur Wellness sondern für Herz und Kreislauf tatsächlich gesund sind – und zwar für Männer und Frauen – konnte nun anhand von Daten aus einer finnischen Langzeitstudie belegt werden.

Hohe Sauna-Frequenz verringert kardiovaskuläres Sterberisiko

Herzinfarkt, Schlaganfall, Aortenaneurysma und Herzinsuffizienz sind Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, die nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen zählen. Ein deutlich reduziertes Risiko, an einer Herz-Kreislauferkrankung zu versterben haben allerdings Personen, die häufig die Sauna besuchen. Zu dieser Erkenntnis gelangen Peter Willeit, Neurologe und Epidemiologe an der Medizin Uni Innsbruck und Jari A. Laukkanen von der Universität Ostfinnland anhand vergleichender Analysen aus Daten der finnischen KIHD-Studie. Darin werden Daten von 1688 Männern und Frauen (51%) zwischen 53 und 74 Jahren seit Mitte der 1980er erhoben und ausgewertet. Dass häufiges Saunieren auch das Schlaganfall-Risiko erheblich senkt, konnte das österreichisch-finnische Team bereits in einer erst vor kurzem erschienenen Publikation belegen.

Häufiges Saunieren schützt Herzgesundheit von Männer und Frauen

Im Beobachtungszeitraum von 15 Jahren verstarben 181 StudienteilnehmerInnen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach Berücksichtigung möglicher sonstiger Einflussfaktoren konnte für die Häufigkeit und Dauer von Saunabesuchen ein eindeutiger Zusammenhang ermittelt werden: Finninnen und Finnen, die vier bis sieben Mal wöchentlich die Sauna besuchten, hatten ein um 70% geringeres Risiko, im Beobachtungszeitraum an einer Herz-Kreislauferkrankung zu versterben; bei jenen, die zwei bis drei Mal wöchentlich saunierten, war dieses Risiko immerhin noch um 29% reduziert.

„Diese für Männer bereits zu einem früheren Zeitpunkt bestätigte Korrelation konnten wir nun auch für Frauen eindeutig nachweisen und damit eine Lücke in der wissenschaftlichen Literatur schließen“, führt Willeit die genderspezifische Relevanz der Untersuchung ins Treffen. Die Forscher haben in ihrer Analyse auch die Dauer des Saunaaufenthalts als Variable miteinbezogen und festgestellt: Wer länger als 45 Minuten pro Woche in der Sauna schwitzt, hat das vergleichsweise niedrigste kardiovaskuläre Risiko.

Wie gern die Deutschen in die Sauna gehen und was sie sonst häufig in ihrer Freizeit unternehmen, erfahren Sie hier:

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Sport und Sauna – in Kombination noch wirksamer?

Die günstige, regulierende Wirkung häufiger Saunagänge auf den Blutdruck und die Herzfrequenzvariabilität dürften der Kausalität von Saunafrequenz und Herz-Kreislauf-Sterblichkeit zugrunde liegen. In jedem Fall peilt Peter Willeit bereits die Überprüfung weiterer Hypothesen an, etwa inwieweit häufiges Saunieren in Kombination mit sportlicher Aktivität die positiven Effekte noch weiter verstärken kann. Studienleiter Jari Laukkanen: „Die Stärke dieser Langzeitstudie liegt darin, dass unsere Studienpopulation dank dokumentiertem Risikoprofil und detaillierten Informationen zum Sauna-Verhalten sehr gut charakterisiert ist und damit auch in Zukunft weitere Fragestellungen zulässt.“

Originalpublikation: Tanjaniina Laukkanen, Setor K. Kunutsor, Hassan Khan, Peter Willeit, Francesco Zaccardi and Jari A. Laukkanen: Sauna bathing is associated with reduced cardiovascular mortality and improves risk prediction in men and women: a prospective cohort study. BMC Med. 2018 Nov 29;16(1):219. DOI: https://bmcmedicine.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12916-018-1198-0

* D. Heidegger: Medizinische Universität Innsbruck, 6020 Innsbruck/Österreich

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