English China

Gesundheitsrisiko bewertet

Tees und Honig sind Hauptaufnahmequellen für Pyrrolizidinalkaloide

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Auch Salatmischungen und Blattgemüse können mit PA-haltigen Pflanzenbestandteilen verunreinigt sein. Das BfR hat wiederholt auf diese Möglichkeit hingewiesen. Alle am Produktionsprozess solcher Erzeugnisse Beteiligten sollten daher durch geeignete Maßnahmen eine Kontamination solcher Produkte mit PA-haltigen Pflanzenbestandteilen vermeiden.

Auch pflanzenbasierte Nahrungsergänzungsmittel können hohe PA-Mengen enthalten

Erwachsene können auch über pflanzenbasierte Nahrungsergänzungsmittel hohe PA-Mengen aufnehmen, die die übliche Aufnahmemenge an PA über Lebensmittel deutlich überschreiten. Das belegen Daten, die im Auftrag der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA erhoben wurden. Bei den in einigen Nahrungsergänzungsmitteln (Produkte mit PA-produzierenden Pflanzen) gemessenen teilweise hohen Gehalten muss sogar die Möglichkeit akuter Vergiftungen in Betracht gezogen werden, wenn die täglich empfohlene Menge dieser Produkte verzehrt wird. Insbesondere aber kann eine längerfristige Einnahme solcher Produkte ein Gesundheitsrisiko darstellen.

Milch, Eier und Fleisch sind kaum belastet

Milch, Eier und Fleisch sind kaum bzw. gar nicht mit PA belastet. Der Beitrag dieser Lebensmittel zur PA-Gesamtaufnahme ist damit vernachlässigbar. Ebenso sind Früchtetees kaum mit PA-haltigen Pflanzen verunreinigt, so dass diese keinen Einfluss auf die Gesamtaufnahme haben.

Um das Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher zu verringern, empfiehlt das BfR Abwechslung und Vielfalt bei der Auswahl von Lebensmitteln. Auf diese Weise kann ein Gesundheitsrisiko durch einzelne, möglicherweise PA-belastete Lebensmittel minimiert werden. Insbesondere Eltern wird empfohlen, ihren Kindern nicht ausschließlich Kräuter- oder Eistee, der auf Schwarzteebasis hergestellt wurde, anzubieten. Auch Schwangere und Stillende sollten Kräutertees abwechselnd mit anderen Getränken konsumieren. Dies gilt auch für Personen, die den überwiegenden täglichen Flüssigkeitsbedarf mit Kräutertee decken.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Problematik der Verunreinigung von Lebensmitteln durch 1,2 ungesättigte Pyrrolizidinalkaloide (PA) und hat verschiedene Informationsmaterialien bereitgestellt.

Weitere Informationen zu PA finden Sie hier.

* Dr. S. Fiack: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 10589 Berlin

(ID:44294237)