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Anakon 2013

Tief im Westen – Anakon 2013 findet erstmals im Ruhrgebiet statt

| Autor: Torsten Schmidt und Oliver Schmitz*

Die Anakon ist die wichtigste Konferenz in Deutschland, Österreich und der Schweiz für den Wissensaustausch in allen Bereichen der Analytischen Chemie und verwandten Gebieten. Die Veranstalter erwarten die Teilnahme von 500 Wissenschaftlern.

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Abb.1: Die Anakon 2013 findet in diesem Jahr an der Universität Duisburg-Essen statt.
Abb.1: Die Anakon 2013 findet in diesem Jahr an der Universität Duisburg-Essen statt.
(Bild: Uni Duisburg Essen)

In diesem Jahr wird die Anakon erstmals im Ruhrgebiet, an der Universität Duisburg-Essen (UDE), stattfinden und zwar vom 4. bis 7. März 2013 am Campus Essen. Die UDE ist einer der wenigen Universitätsstandorte in Deutschland, an dem zwei Lehrstühle für Analytische Chemie existieren, die seit 2006 mit Torsten Schmidt (Instrumentelle Analytische Chemie) und seit 2012 mit Oliver Schmitz (Angewandte Analytische Chemie) besetzt sind. Die Besetzung zweier Lehrstühle ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass an der Fakultät für Chemie neben dem klassischen Studiengang Chemie bereits seit 2001 ein eigenständiger Bachelor-Studiengang Wasser – Chemie, Analytik, Mikrobiologie existiert, dessen Name Programm ist, und daher in großem Umfang analytisch-chemische Lehrveranstaltungen beinhaltet. Auch im darauf aufbauenden internationalen Master-Studiengang Water Science ist die Analytische Chemie stark vertreten. In beiden Studiengängen zusammen sind derzeit ca. 450 Studierende eingeschrieben. Da auch viele Chemiker analytisch interessiert sind, gibt es keine Nachwuchssorgen.

Beide Lehrstühle sind in den letzten beiden Jahren in sanierte und neu ausgestattete Gebäudeflächen am Campus Essen gezogen, sodass nun Forschungs- und Lehrlaboratorien auf höchstem Standard vorhanden sind. Innerhalb der UDE erfolgt eine Vernetzung über die wissenschaftlichen Zentren wie das Zentrum für Wasser- und Umweltforschung, das auch in die Organisation der Anakon eingebunden ist. Die Wasserforschung ist ein Forschungsschwerpunkt der UDE, sodass folgerichtig bei dieser Anakon das Thema „Wasseranalytik“ mehr als sonst im Fokus steht und die Wasserchemische Gesellschaft die Tagung inhaltlich in besonderer Weise mitgestaltet.

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In der analytischen Ausbildung sind neben den beiden Professuren externe Experten, zum Teil als Privatdozenten und Honorarprofessuren eingebunden. Zur Stärkung des analytischen Profils tragen auch An-Institute der UDE, wie das IWW Zentrum Wasser in Mülheim an der Ruhr und das Institut für Energie- und Umwelttechnik IUTA e.V. in Duisburg, bei. Über eine Kooperationsvereinbarung mit der Hochschule Niederrhein (HSN) hat die Fakultät für Chemie an der UDE den Weg für einen verstärkten Austausch und Zusammenarbeit zwischen Fachhochschule und Universität geebnet, der bis zu kooperativen Promotionsvorhaben reicht. Gerade in der Analytischen Chemie ist dies vorgezeichnet, da auch die HSN in diesem Bereich in Forschung und Lehre stark aufgestellt ist.

Starker Analytikstandort NRW

Über die UDE hinaus gibt es im nahen Umkreis weitere Hochschulstandorte, an denen die Analytische Chemie gut vertreten ist wie in Bochum, Dortmund und Münster, sodass in der Region sicher die deutschlandweit größte Dichte universitärer Analytik existiert. Neben der akademischen Ausbildung sind zahlreiche Hersteller und Anbieter von Instrumenten und Laborbedarf in und um das Ruhrgebiet beheimatet. Viele dieser Firmen unterstützen die Tagung als Sponsoren und im Rahmen der begleitenden Fachausstellung.

Starkes Anakon-Programm

Das Programm der Anakon 2013 wird von den Arbeitskreisen der Fachgruppe, der Österreichischen Gesellschaft für Analytische Chemie, der Division Analytische Chemie der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft und der Wasserchemischen Gesellschaft aktiv mitgestaltet. Dies geschieht in Form eigener Vortragsblöcke oder der Integration von Arbeitskreisveranstaltungen wie z.B. von Jahrestagungen.

Aus allen Bereichen der analytischen Chemie haben 16 hochkarätige eingeladene Redner ihre Teilnahme als Keynote Lecturer zu Beginn der Vortragsblöcke zugesagt, als Plenarvortragende konnten zudem zwei der letzten Träger des Fresenius-Preises, Uwe Karst (Münster) und Christian Huber (Salzburg) gewonnen werden.

Das Vortragsprogramm der Anakon mit rund 100 Vorträgen wird ergänzt durch verschiedene Slots für Postersessions, einer umfangreichen Fachausstellung mit mehr als 30 Ausstellern und einer Jobbörse mit Vertretern ausstellender Firmen.

Begleitend zur Anakon findet außerdem eine von Prof. Dr. Jürgen Schram (HSN) organisierte Buchausstellung zur Geschichte des Chemiebuches vom Jahr 1500 bis zum Jahr 2000 mit dem Titel „Das Buch in der Chemie – die Chemie im Buch“ in der Hauptbibliothek am Campus Essen statt.

* Prof. Dr. T. Schmidt, Prof. Dr. O. Schmitz: Universität Duisburg-Essen, 45141 Essen

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