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Natürliche Kältemittel Umweltfreundliches Temperieren ohne Leistungsverlust

Autor / Redakteur: Michael Sauer* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Bereits vor 20 Jahren begann bei Huber Kältemaschinenbau die Umstellung auf umweltverträgliche Kältemittel. Heute bietet das Unternehmen alle Geräte optional mit natürlichen und umweltverträglichen Arbeitsstoffen, als Grundlage für eine ökologische und nachhaltige Temperiertechnik.

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(Bild: Peter Huber Kältemaschinenbau)

Das Umweltbewusstsein der Kälte- und Klimatechnik-Branche ist in den letzten Jahren merklich gewachsen. Vor allem bei der Wahl des Kältemittels kommt der Umweltverträglichkeit inzwischen eine erhebliche Bedeutung zu. Im Zuge einer erstarkten Debatte um den Klimawandel und die globale Erwärmung wurden natürliche und umweltverträgliche Arbeitsstoffe für Kälteanwendungen zunehmend wiederentdeckt und inzwischen bevorzugt eingesetzt.

Erste Geräte mit natürlichen Kältemitteln wurden von Huber Kältemaschinenbau bereits Ende der 70er Jahre ausgeliefert, damit gehörte das Unternehmen zu den Vorreitern in Sachen ökologische und ressourcenschonende Temperiertechnik. Vor 20 Jahren erfolgte dann die konsequente Umstellung auf umweltverträgliche Kältemittel. So passt das Aktionsprogramm „Umwelt plus“, das bereits 1982 ins Leben gerufen wurde, zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens: Temperiergeräte müssen kompromisslos innovativ, qualitativ und umweltverträglich sein.

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Bereits 1993, sieben Jahre vor dem offiziellen Verbot, konnten Huber-Kunden bei ihren Anwendungen auf die ozonschädigenden FCKWs verzichten. Ein Jahr später auch auf H-FCKWs, die sich ebenfalls negativ auf die stratosphärische Ozonschicht auswirken. Huber erkannte frühzeitig, dass diese äußerst umweltschädlichen Stoffe ersetzt werden müssen und verschaffte so seinen Kunden einen enormen Vorteil, denn Huber-Geräte wurden im Defektfall repariert und mussten nicht ausgetauscht werden.

Umweltschonend mit Kohlenwasserstoff-Kältemitteln

Die freiwillige Verpflichtung zur Reduzierung des Ozonabbaupotenzials auf null reicht jedoch nicht aus, um eine umweltschonende Firmenpolitik konsequent umzusetzen: Aus diesem Grund wurde ebenfalls versucht, das direkte Treibhauspotenzial (GWP) soweit wie möglich auf null zu reduzieren. Neben technischen Maßnahmen war vor allem eine Stoffsubstitution zielführend.

Seit 2006 bietet Huber, in Übereinstimmung mit den Vorgaben der Greenhousepolitik der Firma Hoffmann-La Roche, Kältemaschinen mit Kohlenwasserstoffen wie Propan R290, Isobutan R600a oder Propen bzw. Propylen R1270 an. Der Effekt dieser Innovation: Die Umwelt wird entlastet.

Dass Huber mit seiner Umstellung auf Kohlenwasserstoff-Kältemittel schon vor Jahren den richtigen Weg eingeschlagen hat, davon zeugt der von der Europäischen Kommission im November 2012 präsentierte Vorschlag über eine neue Verordnung für fluorierte Treibhausgase. Die Verwendung und der Verkauf von H-FKW soll ab 2015 bis 2030 schrittweise begrenzt und reduziert werden. Der Vorschlag zielt auf einen allmählichen, weltweiten Ausstieg aus der Bereitstellung und dem Verbrauch von teilfluorierten Kohlenwasserstoffen (H-FKW) ab. Durch den alternativen Einsatz von Kohlenwasserstoff-Kältemitteln ist Huber auf diese Entwicklung und zukünftige Verpflichtung bestens vorbereitet. Andere Hersteller bieten derzeit noch primär Geräte mit H-FKW-Kältemitteln an.

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