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Blitzumfrage Verband unabhängiger Prüflaboratorien

Verbandsunternehmen beklagen Akkreditierungsaufwand

| Redakteur: Marc Platthaus

Wie beurteilen privatwirtschaftliche Laboratorien den Akkreditierungsaufwand? Eine Dezember-Umfrage unter den VUP-Mitgliedsunternehmen zeigt deren Einschätzung (Symbolbild).
Wie beurteilen privatwirtschaftliche Laboratorien den Akkreditierungsaufwand? Eine Dezember-Umfrage unter den VUP-Mitgliedsunternehmen zeigt deren Einschätzung (Symbolbild). (Bild: gemeinfrei / CC0)

Die deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) vergibt Akkreditierungen u.a. für Prüflaboratorien, damit diese ihre Tätigkeiten fachkundig und nach geltenden Anforderungen erfüllen. In einer Umfrage des Verbandes unabhängiger Prüflaboratorien (VUP) unter seinen Mitgliedsunternehmen beklagen viele einen deutlich gestiegenen Aufwand für diese Akkreditierungsaufgaben.

Berlin – Verfahrensdauern, Aufwand und Bürokratie bleiben die großen Herausforderungen für die nationale Akkreditierungsstelle (DAkkS). Dies zeigen die Ergebnisse einer Blitzumfrage des Deutschen Verbandes Unabhängiger Prüflaboratorien (VUP), die der Verband anlässlich einer Anhörung am 10. Dezember 2018 im Bundestag zu den Tätigkeiten der DAkkS vorlegt.

So geben beispielsweise 75 Prozent der Befragten an, dass eine „Re-Akkreditierung“, also die Wiedererlangung einer bereits erteilten Kompetenzbestätigung, 7 bis 12 Monate oder länger dauert. Für ein Drittel der Umfrage-Teilnehmer vergehen zwischen Abschluss der Begutachtungen und dem Abschluss des Verfahrens mindestens sieben Monate, wenn nicht sogar mehr.

Deutliche Steigerungen bei den Gebühren

Hinsichtlich des Akkreditierungsaufwandes, v.a. der Gebühren dokumentiert die Umfrage erhebliche Steigerungen in den letzten zehn Jahren. In diesem Zeitraum ist nach Angaben der teilnehmenden Laboratorien der Gebührenaufwand um 126 Prozent gestiegen. Erste Erfahrungen mit der neuen Gebührenverordnung für die DAkkS zeigen rund ein halbes Jahr nach ihrer Inkrafttreten – wie vom VUP erwartet – weitere Steigerungen.

Mehr als 90 Prozent der Befragten beklagen die Erhöhung des Akkreditierungsaufwandes insgesamt in den letzten zehn Jahren. Dabei wird sichtbar, dass gerade die bürokratischen und formalen Anforderungen der Akkreditierung wie auch der unternehmensinterne Aufwand erheblich gestiegen sind, während fachliche Aspekte und Anforderungen eher in den Hintergrund treten.

Widersprüche und Klärungsbedarf im Akkreditierungsverfahren sind von 38 Prozent der Umfrageteilnehmer in „formale Bahnen“ gelenkt worden. Dabei haben elf Prozent sogar den Klageweg beschritten. Im Allgemeinen reagiert die Akkreditierungsstelle aber auf fachliche Kritik und Anregungen ihrer Kunden, allerdings sind dafür durchaus Hartnäckigkeit und Druck vonnöten, heßt es vom VUP.

Weitere Ergebnisse der VUP-Befragung finden sie hier.

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