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Forschungspreis Vier neue Alexander-von-Humboldt-Professoren ausgewählt

Redakteur: Doris Neukirchen

Eine Zellbiologin, zwei Physiker und ein Nachrichtentechnikforscher sind die neuen Alexander-von-Humboldt-Professoren. Der mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotierte internationale Preis für Forschung in Deutschland wird von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

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Zu den ausgewählten Preisträgern zählt die Zellbiologin Prof. Dr. Ulrike Kutay von der ETH Zürich, Schweiz. Sie soll für die Universität Würzburg gewonnen werden.
Zu den ausgewählten Preisträgern zählt die Zellbiologin Prof. Dr. Ulrike Kutay von der ETH Zürich, Schweiz. Sie soll für die Universität Würzburg gewonnen werden.
( Bild: Privat )

Bonn – Mit der Alexander-von-Humboldt-Professur zeichnet die Stiftung weltweit führende und im Ausland tätige Forscher aller Disziplinen aus. Sie sollen langfristig zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen durchführen. Die ausgewählten Preisträger treten nun in Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie für den Preis nominierten: Der an der britischen Universität Oxford, forschende Teilchenphysiker Brian Foster soll an der Universität Hamburg und dem Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg arbeiten. Der von der amerikanischen University of Southern California kommende Nachrichtentechnikforscher Gerhard Kramer wurde von der Technischen Universität München nominiert. Dirk Kreimer ist Physiker am französischen Institut des Hautes Études Scientifiques in Bures-sur-Yvette und soll künftig an der Humboldt-Universität Berlin forschen. Die Zellbiologin Ulrike Kutay von der ETH Zürich, Schweiz, soll für die Universität Würzburg gewonnen werden.

Investition in Forscherpersönlichkeiten

„Die neu ausgewählten Alexander-von-Humboldt-Professoren kommen aus recht verschiedenen Disziplinen der Naturwissenschaft, und die thematische Breite der Arbeitsgebiete reicht von der reinen Theorie bis zur anwendungsorientierten Forschung. Mit einem Preisträger aus Frankreich und der Universität Würzburg hat sich der Kreis der Herkunftsländer und der erfolgreichen Universitäten in Deutschland erneut erweitert. Die erstklassigen Arbeitsbedingungen, die das Preisgeld ermöglicht, wie auch das enorme Ansehen der Professur im In- und Ausland werden es der Preisträgerin und ihren drei Kollegen ermöglichen, beste Studenten und Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt für sich und für Forschung in Deutschland zu interessieren“, sagte der Präsident der Stiftung Helmut Schwarz. „Bis zu fünf Millionen Euro für einen Wissenschaftspreis bedeuten eine kräftige Zukunftsinvestition und ein politisches Signal – auch und gerade angesichts der weltweiten Finanzkrise. Wir investieren in herausragende Forscherpersönlichkeiten, ihre Ideen und in kluge Universitätskonzepte. Für den Wissenschaftsstandort Deutschland ist dies ein weiterer wichtiger Internationalisierungs- und Modernisierungsschub“, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Das Preisgeld ist für die Finanzierung der ersten fünf Jahre in Deutschland bestimmt. Den Hochschulen eröffnet der Preis die Chance, internationalen Spitzenkräften konkurrenzfähige Rahmenbedingungen und eine langfristige Perspektive für die Arbeit in Deutschland zu bieten.

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