Anbieter zum Thema
Über das Internet auf Laborgeräte zugreifen
Noch müssen die Laboranten die Geräte selber steuern. Doch auch das soll künftig automatisiert ablaufen. Zu diesem Zweck wurde am IBMT in Kooperation mit der Technischen Universität Braunschweig ein Netzwerk-System entwickelt, das alle Geräte mit einer Zentrale verbindet. Dieses „smallCAN“-Bus-System, das der Vernetzung von Steuergeräten in Autos nachempfunden ist, macht es sogar möglich, via Internet auf einzelne Laborgeräte zuzugreifen. „Mit smallCAN und LabOS kann das Labor beinahe autark arbeiten und die Testabläufe automatisch abspulen“, sagt Schmitt. Das reduziert den Aufwand für die Dokumentation erheblich. Statt viel Zeit mit dem Ausfüllen von Protokollformularen zu verbringen, können sich die Laboranten dann auf die eigentliche Arbeit konzentrieren, das Umsetzen oder Vorbereiten der Probengefäße zum Beispiel. Damit kann ein Labor den Probendurchsatz und die Qualität der Ergebnisse deutlich erhöhen.
Wie gut die Technik zusammenspielt, zeigen die Kooperationspartner seit geraumer Zeit mit einem Lkw, der als mobiles Labor durch Südafrika fährt. Hier liegt der Schwerpunkt auf der AIDS- und Tuberkulose-Diagnostik. „Über die zentrale Steuerung können wir sogar die Daten des Lkw abfragen, die aktuelle Temperatur im Labor zum Beispiel“, sagt Schmitt. Dass die Technik auch in herkömmlichen Laboren funktioniert, steht für ihn außer Frage. „Wenn man es geschafft hat, eine solche Anlage auf kleinstem Raum in einer mobilen Applikation zu realisieren, ist ein gewöhnliches Labor ein Kinderspiel.“
Zum Fraunhofer-"Labor der Zukunkft" gelangen Sie hier
(ID:32279070)

