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Haaranalyse Vorbereitung von Verdampfungsproben für die Haaranalyse

| Autor / Redakteur: Eleanor I. Miller, Simon P. Elliott* und Rob Darrington** / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Haare dienen oft als Probenmaterial in der Drogenanalytik. Da Ergebnisse aus solchen Untersuchungen in Gerichtsverfahren verwendet werden, müssen sie möglichst sicher sein. Kreuzkontaminationsstudien helfen, die Probenvorbereitung zu validieren.

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(Bild: LABORPRAXIS)

Die Haaranalyse kann bei vielen gerichtsmedizinischen und klinischen Anwendungen hilfreich sein, um Drogenkonsum und Konsumtendenzen zu ermitteln, als auch bei der Beurteilung von chronischem Alkoholkonsum. Sie kann z.B. als Teil von gerichtsmedizinischen Untersuchungen bei drogenbedingten Todesfällen eingesetzt werden (als Ergänzung zur Testung anderer post mortem genommener biologischer Proben), bei drogenbezogenen Verbrechen, als Teil der Programmerfüllung seitens Teilnehmern von Drogen- oder Alkoholabhängigkeitsbehandlungen, oder als Teil von Arbeitsplatz- oder Krankenversicherungsscreening.

Drogen und Drogenmetaboliten können im Körperhaar verkapselt werden, und die Analyse dieser Drogenrückstände bietet eine exakte Beurteilung der retrospektiven Drogeneinnahme über einen längeren Zeitraum (normalerweise Monate vor der Probenentnahme), welches bessere Informationen bietet, als Tests „vor Ort”, wie Blut oder Urinproben, die nur eine Momentaufnahme des Drogenmissbrauchs bieten. Eine weitere Einschränkung von Blut- oder Urinproben besteht darin, dass diese zeitnah zur Drogeneinnahme oder vermuteten Drogeneinnahme gesammelt werden müssen, wohingegen Haare zur Analyse viele Wochen später gesammelt werden können.

Im Blutkreislauf zirkulierende Drogen und Drogenmetaboliten gehen in Haarfollikel über und können in Haarsträhnen eingeschlossen werden, wenn sich diese unter der Haut bilden. Beim Auswachsen der Haarsträhnen wächst das Drogenmetaboliten enthaltende Segment mit diesen. Es können mehrere Monate vergehen, bevor eine geeignete Haarprobe entnommen werden kann, welche den untersuchten, korrekten Zeitraum ins Auge fasst. Nach diesem Zeitraum kann der Test potenziell ermitteln, welche Drogen eingenommen werden, als auch angeben, wann diese eingenommen wurden, und damit Nachweis für regelmäßigen, akuten oder isolierten Drogenmissbrauch bieten.

Gerätevalidierung

Bei der Einführung neuer Messausrüstung oder Geräte in eine stark kontrollierte Umgebung wie gerichtsmedizinische Analyselabore, muss die neue Einheit bewertet werden, um sicherzustellen, dass diese keine Artefakte in den Proben bildet oder die Röhrchen kontaminiert, was die Analyse potenziell fehlerhaft machen kann. Der Genevac EZ-2 ist ein zentrifugaler Vakuumverdampfer, der zahlreiche Proben aufnehmen und deshalb in einem Labor mit hohem Probendurchsatz hilfreich sein kann. In Bezug auf Verdampfungsproben-Konzentrationstechnologie ist die Verhinderung von Kreuzkontamination und die Probenrückgewinnung am wichtigsten, insbesondere für sehr flüchtige Analyten, da manche nur in Pikogramm-Mengen vorhanden sind. Als Teil der Bewertung neuer Ausrüstung untersuchte Roar Forensics den Genevac EZ-2 vor Einführung in seine Prozesse. Eine Zusammenfassung der Daten ist in diesem Bericht enthalten, welcher das Potenzial für Kreuzkontamination unter Verwendung von Haaralkoholmarker und Drogenmissbrauch (DoA) -Lösung untersucht und auch die Rückgewinnung von Amphetamin bewertet, welches für seine Flüchtigkeit bekannt ist.

Kreuzkontaminationsstudie

Ziel war die Feststellung, ob während des Verdampfungsprozesses Kreuzkontamination im Genevac-Vakuumverdampfer für einen Haaralkoholmarker und üblicherweise untersuchten Drogenmissbrauch in einem gerichtsmedizinischen Haartestlabor bei relevanten Konzentrationen auftrat.

Die Methodik basierte auf einer Kreuzkontaminationsstudie unter Einbeziehung von 96er-Mikrotiterplatten, welche feststellte, dass die Probenwanderung immer horizontal stattfand. „Leere“ Röhrchen ohne Analyten wurden im Probenhalter entlang der Reihe mit der versetzten Probe positioniert, in benachbarten Positionen, als auch in einigen Positionen, die am weitesten von der versetzten Probe entfernt waren. Es wurden Röhrchen mit einem Durchmesser von 13 x 100 mm Höhe in einem Genevac 10-5002-Probengestell verwendet (s. Abb. 2.)

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