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Die Versuche wurden wie folgt durchgeführt:
- 1500 pg an Haaralkoholmarker – Ethylglucuronid (EtG) in 2ml Festphasenextraktionseluent (SPE), einem Gemisch von Methanol und Ameisensäure. Im EZ-2 wurden zwei identische Probenhalter unter Verwendung der Methode 2, „Niedriger BP“ verdampft, wobei die Temperatur auf 40 °C eingestellt war.
- 1000 ng an DoA standardmäßiger Lösung in 7ml SPE-Eluent, einem Gemisch an Aceton, Dichloromethan, Ethylacetat und Ammoniaklauge. Im EZ-2 wurden zwei identische Probenhalter unter Verwendung der Methode 5, „Niedriges BP-Gemisch“ verdampft, wobei die Temperatur auf 40 °C eingestellt war.
Die DoA-Lösung enthielt: Ecgoninmethylester, Kokain, Benzoylecgonin, Norkokaine, Cocaethylen, Morphin, 6-Monoacetylmorphin, Codein, Dihydrocodein, Methadon, EDDP, Amphetamin, Methamphetamin, MDA, MDMA, MDEA und MBDB.
Die Analytenpegel wurden so gewählt, weil dies Konzentrationen sind, welche bei jeder Methode den höchsten Haarkalibrator produzieren; 50 pg/mg Äquivalent für EtG und 50 ng/mg Aquivalent für DoA. Nach der Verdampfung wurden die Röhrchen mit 100 µl mobiler Phase wieder eingesetzt und mittels LC-MS-MS analysiert.
Die Ergebnisse der Kreuzkontaminierungsstudie zeigten: Bei der Analyse der Röhrcheninhalte, welche in den Positionen P1, P4, P12, P17, P19, P21, P23, P24, P28, P36 und P40 verdampft wurden, konnten keine EtG- oder DOA-Analyten gefunden werden. Position P20 („positive“ Kontrolle) zeigte, dass die erwarteten Analyten mit 1500 pg EtG oder 1000 ng DOA versetzt waren.
Analytenrückgewinnungsstudie
Für diese Studie wurde Amphetamin aufgrund seiner bekannten Flüchtigkeit gewählt. Die für die Bewertung gewählte Konzentration ist das Äquivalent von 0,2 ng/mg (dem gegenwärtigen vorgeschlagenen Grenzwert der Society of Hair Testing als Anzeichen aktiven Amphetamingenuss). Es wurden 4 ng Amphetamin in Methanol in 13 x 100 mm Teströhrchen pipettiert.
Drei Röhrchen wurden im EZ-2 mittels Methode 5 „Niedriges BP-Gemisch“ verdampft, wobei die Temperatur auf 40 °C eingestellt war. Drei Röhrchen wurden unter Verwendung einer Abzugshaube bei Zimmertemperatur verdamft. Nach der Verdampfung wurden die Röhrchen mit 100 µl mobiler Phase wieder eingesetzt und mittels LC-MS/MS analysiert. Die Spitzenbereiche für Amphetamin wurden für die beiden verschiedenen Verdampfungsbedingungen miteinander verglichen. Die prozentuale relative Rückgewinnung wurde mathematisch ermittelt.
Die Rückgewinnung für die Röhrchen, die im Genevac EZ-2 verdampft wurden, betrug im Verhältnis zu den Röhrchen, welche bei Zimmertemperatur verdampft wurden, 115%.
Schlussfolgerungen
Für die getesteten Konzentrationen wurde während des für EtG oder DOA gewählten Verdampfungsprozesses keine Kreuzkontaminierung beobachtet.
Basierend auf den beschränkten Daten scheint es, dass die Verdampfungsanlage für die Verdampfung von SPE-Eluent mit Amphetamin geeignet ist, ohne dass Verluste beobachtet werden konnten.
Ebenso lassen die Ergebnisse darauf schließen, dass das verwendete Genevac DOA-Verdampfungsprogramm eine ausgezeichnete Rückgewinnung für das als sehr flüchtig bekannte Amphetamin bietet. Aus Sicht der vorliegenden Untersuhung scheint es, als ob Proben mit Amphetamin bei dem empfohlenen Grenzwert von 0,2 ng/mg bei diesem Pegel ermittelt werden können.
* Dr. E. I. Miller, Dr. S. P. Elliott: Roar Forensics, Malvern/Großbritannien
* *R. Darrington: Genevac, Ipswich/Großbritannien
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