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Reinstwasser

Zuverlässige Analysenergebnisse durch Reinstwasser

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Den Reinheitsgrad des Wassers erhalten

Laborangestellte, die mit Reinwasser arbeiten, müssen sich darüber im Klaren sein, dass der Reinheitsgrad von Reinstwasser bereits vor der Nutzung gefährdet werden kann, wenn die Anlage nicht fachgerecht bedient oder das Wasser falsch verwendet wird. Es ist daher unabdingbar, dass der Reinheitsgrad des Wassers bereits in der Wasseraufbereitungsanlage aufrechterhalten wird. Dazu ist der Wassertank durch einen Sterilfilter vor Verunreinigungen von außen zu schützen. Darüber hinaus ist das Wasser regelmäßig durch das abschließende Reinigungselement (Photo-Oxidation mittels UV-Licht, Adsorption oder Ionenaustausch) zu pumpen und keimfrei zu machen, um das Bakterienwachstum einzudämmen.

Im Laboralltag wird das Wasser aus der Aufbereitungsanlage in ein beliebiges Gefäß abgefüllt. Innerhalb von Sekunden beginnt das Wasser mit der Absorption von Kohlenstoffdioxid aus der Luft, wobei Kohlensäure gebildet und der elektrische Widerstand des Wassers gesenkt wird. Die starke Leitfähigkeit von Wasserstoffionen aus der Säure ermöglicht es, dass sich der Widerstandswert bei einer CO2-Konzentration von gerade einmal 0,5 mg/l so stark ändert. Obwohl die Kohlensäure keinen negativen Einfluss auf die meisten Anwendungsgebiete hat, können die Auswirkungen auf den Widerstand den Umstand verschleiern, dass das Wasser von anderen Ionen verunreinigt wurde.

Für die meisten Anwendungen stellt das Risiko einer Verunreinigung während der Wasserdosierung ein weitaus größeres Problem dar. So kann das Wasser beispielsweise verunreinigt werden, wenn Plastikschläuche an die Wasseraufbereitungsanlage angeschlossen werden, um das Befüllen von Glasballons und anderen großen Behältnissen zu vereinfachen. GC-MS-Analysen haben gezeigt, dass Reinstwasser, das durch PVC-Schläuche geflossen ist, mit NButylsulfonamid- Weichmachern verunreinigt ist. Darüber hinaus wurde bei einer Studie von Angestellten von Pharmaunternehmen festgestellt, dass die durchschnittliche Gesamtkeimzahl (TVC) von Wasser aus 22 Wasseraufbereitungsanlagen ohne angeschlossene Schläuche bei 0,7 CFU/ml lag. Bei sieben anderen Anlagen, an denen zusätzliche Schläuche angeschlossen wurden, lag die Gesamtkeimzahl im Durchschnitt jedoch bei 26 CFU/ml.

Des Weiteren ist es wichtig, das Reinstwasser während der Dosierung nur so kurz wie möglich der Luft auszusetzen, da Verunreinigungen aus der Luft den Reinheitsgrad des Wassers verändern. Bei einer Ionenchromatographie wurde festgestellt, dass die Konzentration negativer Ionen, insbesondere Nitritionen, bei den Proben deutlich höher war, die in das Gefäß gespritzt wurden.

Das Whitepaper finden Sie hier.

* *Dr. P. Whitehead: Elga Labwater/VWS Deutschland GmbH, 29227 Celle

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