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Mülheimer Wasseranalytisches Seminar 2016 Zwei Tage im Zeichen des Wassers

| Autor/ Redakteur: Ulrich Borchers* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Mehr als 200 Teilnehmer aus Wissenschaft, Industrie und Kommunen trafen sich am 14. und 15. September zum zweiten Mülheimer Wasseranalytischen Seminar in der Stadthalle Mülheim. Sie diskutierten dabei ebenso über die Forderungen kommunaler Wasserversorger an eine effiziente Analytik wie auch über neue Gefahrstoffe wie Mikroplastik und Nanomaterialien. Begleitet wurde das Vortragsprogramm von einer Fachmesse und einer Posterausstellung.

Prof. Dr. Torsten Schmidt begrüßt die Teilnehmer des zweiten Mülheimer Wasseranalytischen Seminars in der Mülheimer Stadthalle.
Prof. Dr. Torsten Schmidt begrüßt die Teilnehmer des zweiten Mülheimer Wasseranalytischen Seminars in der Mülheimer Stadthalle.
(Bild: MWAS/PR-Fotografie Köhring)

Duisburg – Die nationale Konferenz setzte einen Fokus auf die aktuellen Herausforderungen und Ergebnisse der Wasseranalytik, wobei die Themengebiete Non-Target-Analytik sowie Mikroplastik besondere Schwerpunkte bildeten.

Die 220 Teilnehmer konnten sich in 17 Vorträgen und mittels 33 wissenschaftlicher Poster über den neuesten Stand der Analytik in den Fachgebieten organische Spurenanalytik in Forschung und Überwachung, Non-Target-Analytik, sowie Mikroplastik informieren. Die 2-tägige Konferenz wurde von einer sehr informativen Poster- sowie einer Fachausstellung zu den Themen der Konferenz begleitet.

Blick auf die Wasseranalytik aus Sicht des Wasserversorgers und der Industrie

Die Möglichkeiten, Grenzen und Wünsche an die instrumentelle Wasseranalytik machten in sehr praxisorientierten Vorträgen Uwe Dünnbier von den Berliner Wasserbetrieben aus der Sicht der Wasserversorgung und als Kontrast dazu Joachim Kurz aus der Industrieperspektive klar. In allen Fällen geht es dabei um eine schnelle, sichere und aussagekräftige Analytik, sei es im klassischen Target-Modus oder auch bei der Non-Target-Variante. Peter Lepom (Umweltbundesamt) und Luc Zwank (AGE Luxemburg) machten in ihren Exkursen in die Analytik nach Europäischen Wasserrichtlinien klar, welche hohen Anforderungen zu erfüllen sind und wie schnell man dabei an die Grenzen des Machbaren bzw. Sinnvollen kommt.

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Große Trendthemen: Mikroplastik und Nanomaterialien

In der Session zu Mikroplastik und Nanomaterialien wurde in der angeregten Diskussion mit dem Auditorium klar, dass man noch weitgehend am Anfang steht und dass eine Harmonisierung der Analytik oder gar eine Bewertung des Gesamtergebnisses unter Einbeziehung der Probenahme noch in den „Kinderschuhen“ steckt. Dennoch begeisterten die von Natalia Ivleva vorgestellten Ansätze der spektroskopischen Analyse (Raman-Mikrospektroskopie, FTIR-Mikroskopie) sowie die von Ulrike Braun illustrierte Pyrolyse-GC das Auditorium und machten Hoffnung auf schnelle Fortschritte in Richtung Praxisreife der Verfahren.

Der von Shimadzu gestiftete Posterpreis für die besten wissenschaftlichen Poster ging an drei Forschergruppen der Bundesanstalt für Gewässerkunde, der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg und des Bayerischen Landesamtes für Umwelt. Der Beitrag der Gewinnerin Maria Redeker aus der Arbeitsgruppe von Thomas Ternes widmete sich der Untersuchung von Transformationsprodukten aus iodierten Röntgenkontrastmitteln mittels LC/MS.

Mehr zum zweiten Mülheimer Wasseranalytischen Seminar finden Sie auch im begleitenden LABORPRAXIS-Supplement.

* Dr. U. Borchers, IWW Zentrum Wasser, 45476 Mülheim a. d. Ruhr

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