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Labor-Workflow

Ablauforganisation von Proben- und Auftragsdatenerfassung

| Autor/ Redakteur: Jürgen Neitzel* / Dr. Ilka Ottleben

Ein neuer Labor-Workflow, der auf einer schnellen Trennung von Probenröhrchen und Anforderungsschein basiert, sorgt in einer Frankfurter Laborarztpraxis für große Optimierungspotenziale: Kosten und Zeit werden eingespart sowie die analytische Qualität weiter verbessert.

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Das „Frankfurter Modell“ als grafische Darstellung
Das „Frankfurter Modell“ als grafische Darstellung
(Bild: Dres. Walther, Weindel und Kollegen)

Laborarztpraxen stehen heute vor anspruchsvollen Aufgaben: Der im Gesundheitswesen allgegenwärtige Kostendruck verbunden mit der auch in diesem Segment fortschreitenden Globalisierung forciert eine Konsolidierung der Laborlandschaft. Gleichzeitig steigen die medizinischen und diagnostischen Anforderungen. Um in diesem schwierigen Umfeld konkurrenzfähig zu bleiben, ist der Einsatz innovativer IT-Werkzeuge unverzichtbar.

Innovation Schritt für Schritt

Die Frankfurter Laborarztpraxis Dres. Walther, Weindel und Kollegen ist im Laufe der Jahre stetig organisch gewachsen. Im Jahr 2012 nahmen die Laborverantwortlichen das kontinuierlich steigende Wachstum auf heute rund 10 000 Aufträge pro Tag zum Anlass, die kompletten Organisationsabläufe – vom Probeneingang über die Proben- und Auftragsdatenerfassung bis zur Befundung und Abrechnung – zu analysieren und gewohnte Arbeitsabläufe zu hinterfragen. Ein Projektteam, bestehend aus kaufmännisch, organisatorisch, technisch und medizinisch verantwortlichen Mitarbeitern, erarbeitete ein mehrstufiges Konzept für eine umfassende Neustrukturierung.

In einem ersten Projektschritt wurde noch im gleichen Jahr der Bereich „Klinische Chemie und Immunologie“ mit hochmodernen Analysesystemen ausgestattet. Diese Investition in eine modular aufgebaute Diagnostik-Plattform ermöglicht, dass nunmehr rund 90 % der Untersuchungsproben ohne zeitintensive Transportwege zentral im Erdgeschoss des Gebäudes bearbeitet werden können.

Nach der Optimierung der Analytik wurden in 2012 sämtliche Abläufe im Probeneingang auf den Prüfstand gestellt. Die unter der Bezeichnung „Frankfurter Modell“ entwickelte Neukonzeption entstand in enger Kooperation und in einem intensiven Dialog mit der Firma AB+M, einem Experten für angewandte Bildverarbeitung und Mustererkennung, der Firma M-U-T, einem Spezialisten für Medizintechnik und Laborautomation sowie mit dem IT-Dienstleister CS Med.

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