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Lösungsmittel Auswahl des richtigen Lösungsmittels in der (U)HPLC

| Autor / Redakteur: Aaron Gilljohann* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

In der Hochdruckflüssigchromatographie muss es fließen – die Auswahl des Lösungsmittels ist enorm wichtig. Mittlerweile können Anwender je nach Bedarf auf unterschiedlichste Varianten zurückgreifen. Was versteht man zum Beispiel unter der Bezeichnung LC-MS grade?

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Abb.1: Welche Lösungsmittelqulität eingesetzt wird, sollte je nach Anwendung entschieden werden. Das kann die Kosten einer Analyse deutlich reduzieren.
Abb.1: Welche Lösungsmittelqulität eingesetzt wird, sollte je nach Anwendung entschieden werden. Das kann die Kosten einer Analyse deutlich reduzieren.
(Bild: J.T. Baker)

Es wird immer wieder betont, wie wichtig es ist, in der HPLC hochreine Lösungsmittel als mobile Phase einzusetzen. Dazu stehen dem Anwender unterschiedliche Reinheitsgrade zur Verfügung, wie z.B. HPLC grade, Gradient grade oder LC-MS grade. Doch worin liegt für die Chromatographie der Unterschied zwischen den verschiedenen Qualitäten und zu Lösungsmitteln p.a., die ebenfalls eine hohe Reinheit aufweisen? Und wieso ist es sinnvoll, ein Lösungsmittel mit einer Qualität gemäß der durchzuführenden Applikation einzusetzen?

Allen Qualitäten eines Lösungsmittels ist gemein, dass sie von dem gleichen Rohstoff abstammen und nominell eine hohe Reinheit mit nur geringen Spuren an Fremdsubstanzen aufweisen (99,8 bis 99,9 %, je nach Produkt). Doch genau diese minimalen Rückstände können in der Chromatographie je nach Detektionsart durchaus Probleme bereiten, sodass in diesem Fall „rein“ nicht mit „rein“ gleichzusetzen ist.

Im Folgenden werden die Unterschiede zwischen den drei Kategorien an Lösungsmittel-Qualitäten und der Sinn der Verwendung einer entsprechenden Qualität dargestellt.

HPLC grade

HPLC grade beschreibt die Qualität von Lösungsmitteln, die v.a. für die isokratische Trennung unter Anwendung von UV- oder Fluoreszenzdetektoren konzipiert sind. Diese Lösungsmittel zeichnen sich durch eine hohe Reinheit mit hoher UV-Durchlässigkeit bei allen relevanten Wellenlängen, niedriger Eigenfluoreszenz sowie geringem Abdampfrückstand und geringer Acidität und Alkalität aus.

Die Lösungsmittel werden speziellen Reinigungsschritten unterzogen, um mögliche interferierende Substanzen zu entfernen. Dadurch werden Störpeaks durch Verunreinigungen minimiert und ein geringes chromatographisches Grundrauschen ermöglicht. Nach ihrer Reinigung werden sie spezifisch auf ihre Eignung für die UV- und Fluoreszenz-Detektion in der HPLC getestet.

Durch die Qualitätskontrolle ist gewährleistet, dass der Anwender immer die gleiche Lösungsmittel-Qualität erhält und die Reproduzierbarkeit der HPLC-Analytik sichergestellt ist.

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