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LABORPRAXIS-Newsticker BASF verschärft Sparkurs, weitere Jobs fallen weg

Aktualisiert am 21.05.2026 Quelle: dpa 6 min Lesedauer

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Aktuelle Nachrichten aus der Laborbranche, Entdeckungen aus den Naturwissenschaften, Meldungen aus der Pharmaindustrie, der Energiepolitik und weitere branchenrelevante News finden Sie hier im LABORPRAXIS-Newsticker. Der Beitrag wird fortlaufend aktualisiert.

Aktuelle Nachrichten aus Labortechnik, Pharmaindustrie und den Naturwissenschaften(Bild:  viperagp - stock.adobe.com)
Aktuelle Nachrichten aus Labortechnik, Pharmaindustrie und den Naturwissenschaften
(Bild: viperagp - stock.adobe.com)

20.5. – BASF verschärft Sparkurs, weitere Jobs fallen weg

Ludwigshafen (dpa) 16:58 Uhr – Der weltgrößte Chemiekonzern BASF arbeitet mit Hochdruck daran, die Kosten im Konzern zu senken. Vorstandschef Markus Kamieth kündigte ein weiteres Sparprogramm an, mit dem bis zum Jahr 2029 die Kosten im Kerngeschäft um bis zu 20 Prozent gedrückt werden sollen.

Das neue Programm wird dem BASF-Chef zufolge zu weiteren Jobkürzungen im Konzern führen. Das bestätigte Kamieth im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ (Mittwoch). „Es ist eines der größten Optimierungsprogramme für die BASF, ein neues Betriebssystem für den Konzern“, sagte der Manager. „Es wird zu einem neuen Kerngeschäft mit weniger Personal führen.“ Personalkosten sollen einen großen Teil der angestrebten Einsparungen ausmachen.

Es sei keine Reaktion auf eine sich möglicherweise weiter verschlechternde Konjunktur, sagte Kamieth. „Das Projekt war von Beginn an in unserer 2024 vorgestellten Strategie verankert, jetzt setzen wir es um.“

BASF kämpft mit einer zu geringen Auslastung vor allem am Stammwerk Ludwigshafen. Der Dax-Konzern hat deshalb mehrere milliardenschwere Sparprogramme aufgelegt, inklusive umfangreichem Stellenabbau. Rund 2.800 Jobs sind nach Angaben des Vorstands bei der BASF SE in Ludwigshafen seit Anfang 2024 weggefallen.

Bis Ende 2028 verzichtet BASF auf betriebsbedingte Kündigungen in Ludwigshafen und investiert Milliarden im dortigen Stammwerk. Darauf hatten sich der Konzern und die Arbeitnehmervertretungen Ende 2025 in einer neuen Standortvereinbarung verständigt.

Im ersten Quartal des laufenden Jahres gab es bei dem Chemiekonzern weltweit 106.428 Beschäftigte und damit rund 5.000 weniger als im ersten Quartal des Vorjahres. Im Stammwerk arbeitet mit etwa 33.000 Menschen rund ein Drittel der weltweiten Beschäftigten.

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18.5. – Experten warnen: Welt bleibt anfällig für neue Pandemien

Genf (dpa) 12:00 Uhr – Die Welt ist trotz Anstrengungen nach Experteneinschätzung seit dem Ebola-Ausbruch in Westafrika vor gut zehn Jahren, der Covid-19-Pandemie und der Mpox-Notlage nicht sicherer vor einer neuen Pandemie geworden. Vielmehr hätten diese Krisen und der Umgang damit das Vertrauen der Menschen in Regierungen, bürgerliche Freiheiten und die demokratischen Normen erschüttert, berichtet ein internationales Gremium, das den Zustand der weltweiten Vorsorge für Gesundheitskrisen und Pandemien begutachten soll, zum Auftakt der Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf.

Eine neue Pandemie würde eine Welt treffen, die stärker gespalten, höher verschuldet und weniger in der Lage sei, ihre Bevölkerung zu schützen, als dies etwa vor einem Jahrzehnt der Fall war, heißt es in dem Bericht. „Das Vertrauen schwindet: zwischen Regierungen und Bürgern, zwischen Ländern, in multilaterale Organisationen, in dir Wirtschaft“, heißt in weiter. „Tief verwurzelte Ungleichheiten treten zutage: beim Zugang zu Informationen, Wissen, Finanzmitteln und Gegenmaßnahmen, von persönlicher Schutzausrüstung bis hin zu lebensrettenden Impfstoffen.“

Es sei möglich, umfassendes Vertrauen wieder herzustellen und nachhaltige Gerechtigkeit für alle zu schaffen, so das Gremium. Nötig dafür seien eine unabhängige und umfangreiche Überwachung von Risiken, ein System, das allen Menschen überall auf der Welt gleichen Zugang zu allem garantiert, was vor Ansteckungen schützt und mehr Geld für den Pandemiefonds, der geschaffen wurde, um weltweit die Kapazitäten zur Prävention, Vorsorge und Bekämpfung von Pandemien zu stärken.

Das Gremium wurde 2018 von der Weltbank und der WHO einberufen. Es besteht aus UN- und Regierungsvertretern sowie Experten. Es heißt Global Preparedness Monitoring Board (GPMB, auf Deutsch etwa: Rat für globale Katastrophenvorsorge).

11.5. – 2,6 Mio. € Finanzierung für Lebensmittelsicherheit in Stunden statt Tagen

Würzburg (Nanostruct) 6:00 Uhr – Das Würzburger Deeptech Startup Nanostruct schließt eine Seed-Finanzierungsrunde über 2,6 Mio. Euro ab. Es entwickelt nanostrukturierte Sensorchips für die schnelle Identifikation gefährlicher Keime in Lebensmitteln. Angeführt wird die Runde vom High-Tech Gründerfonds (HTGF), Bayern Kapital und dem Auxxo Female Catalyst Fund. Die Finanzierung baut auf vorherigen Förderungen durch das BMWE und die Europäische Union auf.

Die Technologie verkürzt den Nachweis gefährlicher Keime wie Listerien und Salmonellen laut Entwickler von zwei bis drei Tagen auf wenige Stunden. Dies gelingt, indem der Sensorchip ein optisches Messverfahren mit Nanotechnologie, Biotechnologie und Maschinellem Lernen verbindet. Für den Lebensmittelmarkt bedeutet das einen großen Fortschritt im Bereich der mikrobiellen Analyse, heißt es vom Unternehmen: Lebensmittelhersteller können Ergebnisse noch am selben Tag erhalten. Schnellere Keimnachweise ermöglichen frühzeitige Entscheidungen in der Produktion, vermeiden Rückrufe und reduzieren Lebensmittelverschwendung entlang der gesamten Lieferkette.

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Nanostruct ist ein Startup-Unternehmen an der Schnittstelle zwischen Biotechnologie und Nanotechnologie mit Sitz in Würzburg und bietet eine Analyseplattform für die schnelle Identifikation schädlicher Bakterien in Lebensmitteln an. 2021 als Ausgründung von Dr. Henriette Maaß, Enno Schatz und Kai Leibfried aus der Julius-Maximilians-Universität Würzburg gestartet, bringt es nun seinen nanostrukturierten Sensorchip auf den Lebensmittelmarkt.

6.5. – Ifo-Institut: Geschäftsklima in der Chemische Industrie auf Dreijahrestief

München (ifo) 7:30 Uhr – Das Geschäftsklima in der Chemischen Industrie hat sich im April eingetrübt. Der Geschäftsklimaindex sank auf minus 29,0 Punkte, nach minus 25,1* Punkten im März. Das ist der niedrigste Wert seit fast drei Jahren. Ihre aktuelle Geschäftslage schätzen die Unternehmen mit minus 27,1 Punkten etwas besser ein als im März mit minus 31,2* Punkten. Hingegen brachen die Erwartungen regelrecht ein: von minus 18,6* auf minus 30,9 Punkte. „Die Chemiebranche blickt sehr pessimistisch in die Zukunft, trotz vereinzelter Lichtblicke im laufenden Geschäft“, sagt ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.

*saisonbereinigt korrigiert

Die aktuellen Turbulenzen in den globalen Lieferketten – ausgelöst durch die Iran-Krise – haben im April zu einer paradoxen Entwicklung geführt: Einerseits melden Unternehmen einen Anstieg der Auftragseingänge, weil Kunden auf einheimische Produkte ausweichen. Gleichzeitig kämpft jedes dritte Unternehmen mit Materialknappheit. So stiegen die Preise für Chemikalien und die Unternehmen erwarten weitere Preissprünge. Die Unternehmen bewerten die gestiegene Nachfrage allerdings als vorübergehend: Für die kommenden Monate planen sie wieder mit einer geringeren Produktion, auch die Beschäftigungspläne bleiben restriktiv. „Die schwache Belebung der Geschäftslage im April ist vor allem das Spiegelbild gestörter Lieferketten und nicht eines tragfähigen Aufschwungs“, sagt Wolf.

5.5. – Kinder-Uni in Tübingen soll Neugierde fördern

Tübingen (Uni Tübingen) 8:00 Uhr – Die Kinder-Uni startet: Mit der Vorlesungsreihe heißt die Universität Tübingen Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren willkommen. Jeweils dienstags um 17 Uhr können neugierige Nachwuchsforscher Spannendes und Überraschendes lernen.

Die Vorlesungen finden im Hörsaal 25 (Kupferbau, Hölderlinstraße 5) statt, eine Anmeldung ist nicht nötig. Eltern sind willkommen, werden jedoch gebeten, die vorderen Reihen den Kindern zu überlassen und in den hinteren Reihen Platz zu nehmen. Weitere Informationen finden sich unter: www.uni-tuebingen.de/kinder-uni.

Termine 2026:

  • 5. Mai: Warum entstand die Schrift? 
  • 12. Mai: Warum suchten die Araber den Stein der Weisen?
  • 19. Mai: Warum tut es weh, wenn ich mich verletze?
  • 9. Juni: Warum ist Biene nicht gleich Biene?
  • 16. Juni: Warum kann ich einen fliegenden Ball fangen?
  • 23. Juni: Warum lassen sich manche Geheimcodes knacken?

Archiv

Ältere Meldungen, auch aus den vergangenen Jahren, finden Sie hier im Archiv des Newstickers.

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