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Probenvorbereitung Batch-Mühle mit Einweg-Mahlbechern

| Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Im modernen Labor spielt die Zerkleinerung von Proben eine zentrale Rolle in der Probenvorbereitung. Durch den Einsatz von Einweg-Mahlbechern in der IKA-Tube Mill kann die Gefahr von Kreuzkontamination ausgeschlossen werden.

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Durch den Einsatz von Einweg-Mahlbechern in der IKA-Tube Mill wird die Gefahr von Kreuzkontaminationen ausgeschlossen.
Durch den Einsatz von Einweg-Mahlbechern in der IKA-Tube Mill wird die Gefahr von Kreuzkontaminationen ausgeschlossen.
(Bild: IKA)

Hierdurch können analytisch repräsentative Proben erstellt werden oder Substanzen erst für chemische Reaktionen zugänglich gemacht werden. Für diese Aufgabe wurden lange Zeit die klassischen Batch-Dispergierwerkzeuge verwendet, was in der Regel mit einem hohen Reinigungsaufwand verbunden war. Mehrweggefäße bedeuteten zudem ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für den Anwender, gerade im Umgang mit infiziertem Zellmaterial oder toxischen Substanzen. Ein neues System minimiert durch den Einsatz von Einweggefäßen einige dieser Probleme. Die IKA-Tube Mill ist die weltweit erste Batch-Mühle mit Einweg-Mahlbechern. Sie ermöglicht erstmals Reihenuntersuchungen unter reproduzierbaren Bedingungen.

Die Einweg-Mahlbecher ersparen Reinigung, Zeit- und Energie. Außerdem verhindern sie Kreuz-Kontaminationen des Probenmaterials – ein entscheidender Vorteil in der Qualitätssicherung.

Die Mahlbecher mit einem Nutzvolumen von 40 Millilitern und die Abdeckhaube sind aus transparentem Material gefertigt. So können die Mahlprozesse jederzeit beobachtet werden. Ein übersichtliches, mehrsprachiges OLED-Display und ein Timer machen die Bedienung einfach.

Besonders interessant: Die IKA-Tube Mill control verarbeitet sowohl weiche als auch harte, spröde und trockene Materialien. Besonderes Augenmerk wurde bei der Entwicklung der Mühle auf Sicherheit gelegt. So läuft die Mühle nur an, wenn die Haube des Gerätes geschlossen, der Mahlbecher im Antrieb fixiert und der Mahlbecher korrekt verschlossen ist. Fällt eines dieser Merkmale aus, zeigt das Gerät eine Fehlermeldung an. Während des Betriebes kann der Mahlbecher nicht geöffnet werden.

Die Drehzahl ist stufenlos einstellbar von 5000 bis 25 000 1/min. Für Sicherheit sorgt in diesem Bereich eine Kombination von einstellbarer Sicherheitsdrehzahl mit der einstellbaren Sicherheitszeit. Sie verhindert zum Beispiel, dass Proben nicht zu stark erhitzt werden.

Antrieb und die Mahlbecher sind mit einer speziellen Dichtung versehen, sodass kein Staub aus den Mahlbechern oder in den Antrieb eindringen kann. Mit der IKA-Tube Mill control ist es erstmals möglich, Reihenuntersuchungen unter reproduzierbaren Bedingungen durchzuführen. Versuche können über eine USB-Schnittstelle lückenlos dokumentiert werden.

Bei der Entwicklung derTube Mill konnte das über 100 Jahre alte Staufener Unternehmen seine jahrzehntelange Erfahrung im Bereich Labormühlen mit den Erfahrungen aus dem Einweg-Dispergiersystem des vor zwei Jahren eingeführten Ultra Turax Tube Drive (UTTD) kombinieren.

Die IKA-Tube Mill wurde in diesem Jahr auf die Shortlist des PROCESS Innovation Awards in der Kategorie Labor- & Analysentechnik gesetzt.

Achema: Halle 4.1, Stand B7

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