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Studie: Fachkräftemangel Das sind die vier Eckpfeiler im Kampf gegen den Fachkräftemangel

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Deutschland droht nach aktuellen Prognosen eine Lücke von 6 Millionen Arbeitskräften in 2030, das ist ein Siebtel der arbeitenden Bevölkerung von 43 Millionen. Kaum ein anderes Land hadert so sehr mit seiner demografischen Situation wie Deutschland. Dazu kommen globale Arbeitsmarkt-Entwicklungen, die herkömmliche Personalstrategien auf den Kopf und Firmen weltweit vor große Herausforderungen stellen.

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HR-Management für Fortgeschrittene: Ein Whitepaper der Manpowergroup zeigt, wie Unternehmen in der neuen Arbeitswelt wettbewerbsfähig bleiben können.
HR-Management für Fortgeschrittene: Ein Whitepaper der Manpowergroup zeigt, wie Unternehmen in der neuen Arbeitswelt wettbewerbsfähig bleiben können.
(Bild: Coloures/Fotolia.com)

Hamburg – Beim Weltwirtschaftsforum 2016 in Davos steht die Zukunft der Arbeit nicht umsonst auf der Tagesordnung. Das neue Whitepaper der Manpowergroup "Human Age 2.0 - Future Forces at Work" zeigt HR-Profis, wie sie die Probleme meistern können. "Fachkräftemangel hat viele Ursachen - die demografische Entwicklung ist nur eine davon, und sie ist nicht auf Deutschland begrenzt", erklärt Herwath Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der Manpowergroup Deutschland. In China etwa wird bis 2050 jeder vierte Bürger über 65 Jahre alt sein. Gründe sind die bis 2015 geltende Ein-Kind-Politik sowie die verbesserten Lebensumstände.

Link zur Studie Die komplette Studie „Human Age: Future Forces at work“ können Sie auf der Seite der Manpowergroup kostenlos herunterladen. Weitere interessante Studien und Positionspapiere aus Bereichen wie beispielsweise Gehalt, Personal, Industrie, Pharma, Produktion oder auch Biotechnologie finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

„Akademisierung der Massen“ wird zum Problem

Weltweit gehen Angebot und Nachfrage bei Arbeitskräften mit bestimmten Qualifikationen auseinander, weil Jobanforderungen komplexer werden und sich immer schneller ändern. Das Thema Ausbildung spielt dabei eine wichtige Rolle. In Deutschland führt die "Akademisierung der Massen" zu fehlenden Fachkräften im Handwerk und in Gesundheitsberufen. In China führt sie zu "Brain Drain", da hochqualifizierte Talente in andere Länder auswandern oder präferiert bei westlichen Unternehmen in China arbeiten.

"Wir befinden uns im 'Human Age', in dem personelle Ressourcen die wichtigste Voraussetzungen für den Unternehmenserfolg sind", so Deutschland-Chef Brune. "In diesem Spannungsfeld müssen Unternehmen Lösungen finden, wie sie trotz Talentknappheit die richtigen Leute zur richtigen Zeit am richtigen Ort haben." Im Whitepaper werden dafür vier wichtige Eckpfeiler identifiziert.

1. Arbeit wird flexibel

Widerstand zwecklos Moderne Jobs sind immer seltener Industrie- oder Handwerksjobs, da Maschinen handwerkliche Tätigkeiten übernehmen. Auch einfache Büroberufe werden weniger, dafür steigt der Bedarf an Führungskräften und Fachkräften mit speziellen Schlüsselkompetenzen wie IT. Dies sind anspruchsvolle Berufe, die eine lange Ausbildungszeit benötigen und für die es keine bewährten Teilzeitmodelle gibt. Unternehmen, die Fachkräfte binden und hinzugewinnen möchten, bleibt nichts anderes übrig als auch für diese Positionen flexible Arbeitsmodelle anzubieten.

Gleiches gilt für gefragte Berufe aus Handwerk und Gesundheit. "Es ist weniger Aufwand, gut ausgebildeten Eltern attraktive Wiedereinstiegsmodelle zu bieten, als sie zu verlieren und neue rekrutieren und einarbeiten zu müssen", sagt Manpowergroup Deutschland Chef Herwarth Brune. In der Wohlstandsgesellschaft wird eine ausgewogene Work-Life-Balance immer wichtiger - und der Fachkräftemangel zwingt die Unternehmen, sich anzupassen. Die Digitalisierung macht flexible Arbeit zum Beispiel im Home-Office oder auf dem Arbeitsweg mit mobilen Geräten leichter.

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