Anfang Juni 2025 konnte wieder Rauch von kanadischen Waldbränden in der Atmosphäre über Leipzig beobachtet werden. Die Abbildung zeigt eine Messung aus der Nacht von 2./3. Juni 2025. Im Lidar-Signal im infraroten Bereich (oberer Plot) sehen wir ausgedehnte Aerosolschichten von 4,5-6,5 km und 8-10 km. Ab ca. 3 Uhr Ortszeit (= 01:00 UTC) beginnen sich in der oberen Schicht Cirruswolken zu bilden. Die Wolken erkennt man an den hohen Signalen (dunkelrote Farben) wegen der starken Rückstreuung an den Eiskristallen. Die Messung der laserinduzierten Fluoreszenz (unterer Plot) identifiziert die Aerosolschichten durch ihre starke Fluoreszenz (auch hier wieder erkennbar an den roten Farben) als Rauch. Per Rückwärtstrajektorien lassen sich die beobachteten Rauchschichten nach Kanada zurückverfolgen, wo zurzeit wieder starke Waldbrände wüten. Die Eiswolken sind im unteren Plot durch niedrige Fluoreszenz-Kapazität zu erkennen, da die Eiskristalle der Wolken selbst nicht fluoreszieren. Da sich die Wolken in der Rauchschicht bilden ist das auch wieder ein spannender Fall für die Untersuchung von Aerosol-Wolken-Interaktionen und der Frage inwiefern sich Rauch als Eiskeim eignet. (Bild: Benedikt Gast, TROPOS) 1/3 Zurück zum Artikel