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Drogenscreening

Drogentest mittels Haaranalyse

10.11.2010 | Autor / Redakteur: Wolfgang Simon* / Marc Platthaus

1 Die Pulverisette 23 verbessert durch die feine Zerkleinerung von Haaren das Drogenscreening. (Bilder: Fritsch)
1 Die Pulverisette 23 verbessert durch die feine Zerkleinerung von Haaren das Drogenscreening. (Bilder: Fritsch)

Das Drogenscreening gehört zu den traditionellen Aufgaben kriminaltechnischer Laboratorien. Neben der Analysemethode – meist GC/MS – ist auch die Probenvorbereitung von entscheidender Bedeutung. Lesen Sie, wie Labormühlen hier für die richtige Probenkonsistenz sorgen.

Um den Konsum von Drogen (Kokain, Cannabis-Produkten, Amphetaminen, usw.) auch nach längerer Zeit nachzuweisen, werden häufig Haare analysiert. Haare stellen durch die Einlagerung von legalen und illegalen Drogen und deren Stoffwechselprodukten einen Langzeitspeicher dar. Kurz nach dem Konsum sind die Drogen zunächst im Blut gelöst, gleich ob sie oral, nasal, inhalativ oder intravenös in den Körper gelangen. Die Haare sind über die Haarpapillen durch ein feines Gefäßsystem mit dem Blutkreislauf verbunden. Durch abschnittsweise Untersuchung einer Haarsträhne kann beispielsweise eine jahrelange Drogenkarriere eines Probanden nachvollzogen werden.

Zur Analyse werden die Haare in bestimmten Säuren aufgelöst und anschließend mittels Gaschromatographie und Massenspektrometer analysiert. Das Lösen in der Säure wird durch Vergrößerung der spezifischen Oberfläche der Probe beschleunigt und verbessert. Hierzu wird die Fritsch-Kugelmühle Pulverisette eingesetzt.

Methode der Probenvorbereitung

In einen 15-ml-Stahlbecher werden etwa 300 bis 500 Milligramm Haare eingewogen. Als Mahlkörper wird eine 15-mm-Stahlkugel verwendet. Nach einer Mahldauer von rund fünf Minuten erhält man ein feines Pulver (unter 100 µm), welches für die nachfolgende Analyse verwendet werden kann.

Für größere Mengen oder zum Mahlen von zwei Proben gleichzeitig kann auch die Fritsch-Planeten-Mikromühle Pulverisette 7 classic line eingesetzt werden. Hier werden in einen 45-ml-Mahlbecher aus Zirkonoxid, Sinterkorund oder Siliziumnitrid etwa 0,5 bis 1 g Haare eingewogen. Es werden 7 x 15-mm-Mahlkugeln eingesetzt. Die Mahldauer beträgt in diesem Fall zwischen fünf und 20 Minuten. Nach dieser Vorbereitung erhält man ebenfalls ein feines Pulver (unter 100 µm), welches dann für die weitere Analyse verwendet werden kann.

*W. Simon, Fritsch GmbH, 55743 Idar-Oberstein

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