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Fachsymposium Ergonomie und Demographie im Labor

| Redakteur: Doris Popp

Das Fachsymposium von Waldner Laboreinrichtungen beschäftigte sich im Oktober dieses Jahres mit dem Thema „Ergonomie und Demographie im Labor“. Dabei wurde deutlich, dass diese Aspekte bei einer verantwortungsvollen und zukunftsorientierten Laborplanung berücksichtigt werden sollten.

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Jérôme Lutz (UnternehmerTUM), Fritz Hüblein (Lab Design), Alois Ries (BASF), Bettina Römerscheidt (Steelcase) und Rüdiger Leesten (Waldner Laboreinrichtungen) (v.l.n.r.) führten auf dem Podium die Diskussion um den altersgerechten Arbeitsplatz weiter.
Jérôme Lutz (UnternehmerTUM), Fritz Hüblein (Lab Design), Alois Ries (BASF), Bettina Römerscheidt (Steelcase) und Rüdiger Leesten (Waldner Laboreinrichtungen) (v.l.n.r.) führten auf dem Podium die Diskussion um den altersgerechten Arbeitsplatz weiter.
(Bild: Waldner Laboreinrichtungen)

Wangen, Isny – „Sitzen ist das neue Rauchen.“ „Arbeit war früher linear – heute ist sie kreativ.“ „Jeder braucht den Arbeitsplatz, der gerade zu seiner Arbeitslebensphase passt.“ – so oder so ähnlich könnten einige der prägnanten Erkenntnisse dieser Veranstaltung lauten. Jeder einzelne Vortrag machte deutlich, wie wichtig es ist, die Voraussetzungen für gesundes Älterwerden am Arbeitsplatz zu schaffen. Besonders eindrucksvoll zeigten das die Vorträge von Fraunhofer und der PH Heidelberg. Die heutige Arbeitswelt stellt hohe Anforderungen an die Urteils- und Entscheidungsfähigkeit. Neben jungen Nachwuchsfachkräften sind deshalb auch ältere Mitarbeiter mit langjähriger Erfahrung und persönlicher Reife wichtig. Ein Team, in dem junge leistungsfähige Laboranten mit erfahrenen Kollegen zusammenarbeiten, scheint sich optimal zu ergänzen.

Will man die Aspekte der Ergonomie und Demographie berücksichtigen, gestaltet man die Arbeitsplätze im Labor so flexibel, dass die individuellen Bedürfnisse berücksichtigt werden können. Ist z.B. Stehen am Arbeitsplatz möglich, oder gibt es Rückzugsorte für konzentriertes Arbeiten? Lässt man Platz für Kreativität ebenso wie für Routine? All dies trägt schon wesentlich zur Zufriedenheit und Produktivitätssteigerung bei. Die Kür ist es dann noch, die Mitarbeiter entsprechend ihrer „Lebensphase“ in der Arbeitswelt einzusetzen.

Eindrücklich zeigte auch der Vortrag der PH Heidelberg, dass Bewegung am Arbeitsplatz extreme Auswirkungen auf die Gesundheit der Mitarbeiter hat. Im Labor gibt es sehr viele sitzende Tätigkeiten. Den Mitarbeitern sollte deshalb die Arbeitsumgebung so flexibel gestaltet werden, dass mehr Bewegung in den Arbeitsalltag einfließt und das konstante Sitzen unterbrochen wird. Dies scheint wesentlich dazu beizutragen, gesünder zu altern.

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