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Detektion von Kartoffelkrebs mittels multivariater VOC-Analyse
Flüchtige Marker statt sichtbarer Symptome

Ein Gastbeitrag von Sarah Vermeeren und Dr. Markus Witzler, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Institut für Sicherheitsforschung – ISF 6 min Lesedauer

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VOCs liefern wertvolle Informationen über den Gesundheitszustand von Pflanzen. In Kombination mit GC-MS und moderner Datenanalyse lassen sich krankheitsspezifische VOC-Fingerabdrücke erfassen – ein vielversprechender Ansatz für die nicht-invasive und praxisnahe Diagnostik. Hier gezeigt am Beispiel Kartoffelkrebs.

Der Quarantäneerreger von Kartoffelkrebs, Synchytrium endobioticum, kann über Jahrzehnte hinweg infektionsfähig im Boden überdauern.(Bild: ©  FotoIdee - stock.adobe.com)
Der Quarantäneerreger von Kartoffelkrebs, Synchytrium endobioticum, kann über Jahrzehnte hinweg infektionsfähig im Boden überdauern.
(Bild: © FotoIdee - stock.adobe.com)

Ist die Pflanze gesund, freut sich der Landwirt. Jedoch: Pflanzenkrankheiten stellen weltweit eine zunehmende Herausforderung für Landwirtschaft, Pflanzenzüchtung und amtliche Kontrollsysteme dar. Neben Ertragsverlusten können sie langfristige Auswirkungen auf Anbausysteme und Handelsströme haben. Eine zentrale Schwierigkeit besteht darin, Infektionen möglichst frühzeitig und zuverlässig zu erkennen. In der Praxis basieren viele Nachweisverfahren noch immer auf sichtbaren Symptomen, molekularbiologischen Tests oder destruktiver Probenahme. Diese Methoden sind zwar zuverlässig, jedoch häufig zeitintensiv, kostenaufwändig und nur eingeschränkt für das Screening größerer Probenzahlen geeignet.