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Chromatographie Fossiles im Blick: Effiziente Erdöl- und Erdgasanalytik

| Autor/ Redakteur: GUIDO DEUßING* / Marc Platthaus

Die Untersuchung organischer geochemischer Verbindungen umfasst zeit- und arbeitsintensive sowie technologisch aufwändige Schritte. Dass sich die Effizienz der Analyse von Rohöl und Erdgas dennoch steigern lässt, haben Wissenschaftler aus Norwegen gezeigt.

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Abb.1: Schematische Darstellung des von Markus Dörner und Kollegen verwendeten MPS-MPS-GC-Multidetektor-Komplettsystemsfür die allumfassende Analyse organischer geochemischer Verbindungen, im vorliegenden Fall in Erdöl, Sedimentextrakten und Erdgas.
Abb.1: Schematische Darstellung des von Markus Dörner und Kollegen verwendeten MPS-MPS-GC-Multidetektor-Komplettsystemsfür die allumfassende Analyse organischer geochemischer Verbindungen, im vorliegenden Fall in Erdöl, Sedimentextrakten und Erdgas.
(Bild: Gerstel / Dr. Malte Reimold)

Zeit ist Geld – an der Aktualität dieses Glaubenssatz, den Benjamin Franklin im Jahr 1748 jungen Kaufleute empfohlen hatte, sich zu merken und der vereinfacht besagt, man solle sich bei der Verrichtung seiner Arbeit stets auf das Wesentliche konzentrieren, hat sich bis dato wenig geändert. Zumindest nicht in wirtschaftlichen Dingen. Maximale Effizienz und höchste Produktivität sind zwei wichtige Einflussgrößen im Kanon jener, die den Erfolg eines Unternehmens definieren. Das gilt für das produzierende Gewerbe und die Industrie in gleicher Weise wie für deren Zulieferer und Dienstleister, zu denen auch die instrumentalanalytischen Laboratorien gehören. Die von ihnen durchgeführten Untersuchungen und ermittelten Messwerte sind meist prozessrelevant, wenn nicht sogar -bestimmend. Es wundert daher wenig, dass Analyselabore, die schließlich in Konkurrenz gehen mit anderen Anbietern vergleichbarer analytischer Dienst- und Serviceleistungen, daran interessiert sind, nicht nur Probendurchsatz, Präzision und Empfindlichkeit ihrer Analytik im Einzelfall zu verbessern, sondern die Effizienz und Produktivität des gesamten Labors. Das bedeutet, es sind Arbeitsschritte zu verkürzen oder zu konzentrieren und, nicht zuletzt, zu automatisieren.

Auf ein Vorhaben diese Maßnahmen betreffend, haben sich Wissenschaftler der Universität in Bergen/Norwegen in Zusammenarbeit mit Kollegen des norwegischen Energieunternehmens Equinor ASA (vormals Statoil ASA) eingelassen. Ihnen ging es darum, die GC-basierte geochemische Analyse von Erdöl und Erdgas aus Lagerstätten und Sedimentextrakten, die auf konventionelle Weise untersucht, sehr arbeits-, zeit- und technologisch aufwändig ist, auf einem einzigen Analysensystem durchzuführen. In ihrer Arbeit berichten Markus Dörner et al., wie ihnen die Herausforderung, eine funktionierende automatisierte Multidetektor-GC-Lösung für die Erdöl- und Erdgasanalytik gelang, welche Technologie und Analysenparameter zum Einsatz kamen, welche Resultate sie dabei erzielten und welches Potenzial sie darin sehen [1].