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Start-up-Kultur

Ideeninkubator der BASF feiert Geburtstag und erste Erfolge

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Mischa Feig präsentiert Boxlab an der Chemovator Geburtstagsfeier.
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Mischa Feig präsentiert Boxlab an der Chemovator Geburtstagsfeier. (Bild: BASF / Chemovator)

Die Entwicklung von unkonventionellen Ideen erfordert untypische Herangehensweisen, die sich nur schwer im klassischen Großkonzernumfeld umsetzen lassen. Deshalb hat die BASF vor einem Jahr Chemovator gegründet. Der Start-up-Inkubator feiert jetzt Geburtstag und verzeichnet erste Erfolge.

Mannheim – Modulares Bauen, Coworking und Polymere – Klingt nicht nach klassischem Geschäft für ein Chemieunternehmen. Soll es aber bald sein, denn alle Themen sind Teil eines Chemieriesen. Genauer gesagt sind sie Teil der Chemovator Gesellschaft. Im internen Inkubator der BASF werden unkonventionelle Geschäftsideen, die mit hohem Risiko behaftet sind und meist außerhalb des Kerngeschäfts liegen, zu investierbaren Geschäftsmodellen entwickelt.

Im Mai 2018 wurde das junge Unternehmen gegründet. Seitdem habe sich einiges getan, so Dr. Markus Bold, Geschäftsführer von Chemovator. Mittlerweile seien bereits sieben Venture Teams eingezogen. „Wir haben im vergangenen Jahr mehr als 50 Ideen von BASF-Mitarbeitern präsentiert bekommen. Ich bin immer wieder von den durchdachten Ideen begeistert und ich habe Respekt vor jedem Einzelnen, der seine Geschäftsidee bei uns vorstellt.“, so Bold. Die Formel zum Erfolg? Die Gesellschaft arbeitet eng mit erfahrenen Gründern zusammen. Zudem dürfen sich die Teams zu 100 % auf ihre Geschäftsidee konzentrieren. So sei es möglich, das Beste aus Konzern und der Start-up-Welt miteinander zu kombinieren.

Erste Umsätze nach drei Monaten

Besonders beeindruckend sei die Geschichte eines Gründerteams aus dem Landwirtschaftsbereich der BASF: Boxlab. Gründer Mischa Feig entwickelt eine „Quick-und-Schick Lösung“, um etikettierte Kartonagen aus hochregulierten Industrien innerhalb von 24 Stunden zu ersetzen – ein Prozess, der normalerweise mindestens zwei Wochen dauert. Bereits nach drei Monaten erzielte Boxlab erste Umsätze. „Mit unserem Produkt kann die BASF nicht nur mehr als die Hälfte der Kosten sparen, es entstehen auch deutlich weniger Entsorgungs- und Zeitaufwände“, so Feig. Die Lieferkette werde somit deutlich effizienter und nachhaltiger gestaltet.

Große Pläne für die Zukunft

Der nächste Schritt besteht darin, die ersten Teams zum Erfolg zu führen, so das Unternehmen. Darüber hinaus sei geplant, die gesamte Rhein-Neckar Region zu einem Hub für Start-ups aus der Chemiebranche zu transformieren. „Unser Ziel ist es, der Inkubator für alle Ideen aus der Chemiebranche zu werden“, so Bold, „und wir setzen dafür auf einen intensiven Austausch mit lokalen Kooperatoren.“

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