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Das Eppi wird 50

Mikrolitersystem feiert Geburtstag

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Dr. Daniel Wehrhahn, Eppendorf AG, präsentiert das neue Eppendorf Tube 5.0 mL.
Dr. Daniel Wehrhahn, Eppendorf AG, präsentiert das neue Eppendorf Tube 5.0 mL. (Bild: LABORPRAXIS)

Hätte Thomas Südhof wohl den Nobelpreis für Medizin erhalten, wenn „das Eppi“ nicht entwickelt worden wäre? Zugegeben mit dieser Frage springt man wohl etwas zu weit – aber dennoch: kaum ein anderes „Verbrauchsmaterial“ hat die molekularbiologische Forschung so revolutioniert und ist gleichzeitig in nahezu jedem Labor so allgegenwertig wie das 1,5-ml-Probengefäß von Eppendorf.

Hannover – Nun feiert das Mikrolitersystem seinen 50. Geburtstag. Und so steht auch der Messeauftritt des Hamburger Unternehmens auf der diesjährigen BIOTECHNICA ganz im Zeichen von „50 Jahre Consumables“.

Den Anstoß für die Entwicklung der Tubes gab die 1961 erfundene Kolbenhubpipette, die es möglich machte, Flüssigkeiten manuell millilitergenau abzumessen. Da es aber zu diesem Zeitpunkt noch keine Geräte gab, um die Proben weiter zu bearbeiten, entwickelte Eppendorf das so genannte Mikrolitersystem. Es besteht aus Mischern, Zentrifugen und eben den Eppendorf-Tubes, welche 1963 auf den Markt kamen, sowie weiteren Verbrauchsmaterialien.

Labor-Verbrauchsartikel auf Erfolgskurs

1966 hatte Eppendorf über eine Millionen Eppendorf-Tubes verkauft, nur fünf Jahre später wurde die Zehn-Millionen-Grenze überschritten. 1992 wird der Standard „Biopur“ von Eppendorf zertifiziert. Heute ist das Eppendorf Safe-Lock-Gefäß weltweiter Standard für einfache und sichere Probenverarbeitung im Mikroliterbereich. „Ein durchschnittliches deutsches Labor verbraucht jede Woche Hunderte davon. Damit ist das Eppendorf-Tube eins der wichtigsten Verbrauchsmaterialien im Labor, aber auch eins der bekanntesten Produkte, die mit dem Namen Eppendorf in Verbindung gebracht werden“, sagt Dr. Daniel Wehrhahn, Eppendorf AG, anlässlich eines Presse-Events auf der Messe.

Das Eppi bekommt einen großen Bruder

Pünktlich zum eigenen Geburtstag hat das Eppi nun einen „großen Bruder“ bekommen. Seit Juli 2013 sind die Eppendorf-Tubes 5.0 mL auf dem Markt. Damit schließt Eppendorf eine wichtige Lücke, die bislang zwischen den verfügbaren Größen 2,0 ml und 15 ml klaffte. Zusätzlich wird ein umfangreiches System an Adaptern, Rotoren, Racks und Zubehör angeboten. „Aller­dings kann i.d.R. auch mit im Labor bereits vorhandenem Zubehör gearbeitet werden, mit dem bis dahin mit 15-mL-Tubes umgegangen wurde“, sagt Dr. Rafal Greszkowiak, Eppendorf AG. Großer Vorteil der neuen 5,0-mL-Tubes verglichen mit 15-mL-Tubes: Beim Arbeiten mit Volumina von 2,0 bis 5,0 mL wird das Kontaminationsrisiko beim Pipettieren deutlich reduziert.

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