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Steriles und ökologisches Verpackungssystem Nachhaltigkeit bei Pipettenspitzen

| Redakteur: Christian Lüttmann

Mit einem ökologischen Refill-System will Sarstedt für mehr Nachaltigkeit und Effizienz im Labor sorgen. Kernstück ist eine Pipettenbox aus Polypropylen, die in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich ist.

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Das Herzstück des neuen Refill-Systems von Sarstedt ist die Pipettenbox aus Polypropylen mit einem Tray für 96 Spitzen in der Standardvariante.
Das Herzstück des neuen Refill-Systems von Sarstedt ist die Pipettenbox aus Polypropylen mit einem Tray für 96 Spitzen in der Standardvariante.
(Bild: Sarstedt AG & Co. KG)

Besonders in molekularbiologischen oder forensischen Laboren müssen regelmäßig Flüssigkeiten transferiert werden, ohne dass fremde DNA, DNase, RNase oder PCR-Inhibitoren die jeweilige Probe kontaminieren. Dazu müssen die verwendeten Werkzeuge besonders hohe Reinheitsstandards erfüllen. Im Laboralltag greift mann allerdings in vielen Fällen auf Verbrauchsmaterial zurück, das nicht nicht wiederaufbereitet und vollständig gereinigt wird. So ist auf Grundlage der Reinheit in vielen Laboren ein schneller und gleichzeitig hygienischer Prozess nur mit Pipettenspitzen auf Einwegbasis zu erreichen. Dies erzeugt allerdings ein deutlich erhöhtes Abfallvolumen. Zusammen mit anderen Einweg-Plastikprodukten fallen laut einer Abhandlung von Urbina, Watts und Reardon allein in Life-Science-Laboren rund 5,5 Millionen Tonnen Plastikmüll pro Jahr an. Diesem Problem widmet sich Sarstedt mit einem ökologischen und effizienten Verpackungssystem für Pipettenspitzen. Dank des flexiblen Refill-Systems sollen sich Filterspitzen auch im hektischen Laboralltag hygienisch und ressourcensparend nachfüllen lassen.

Pipettieren zählt zu den zentralen Elementen in jedem Labor, denn nur so können die Flüssigkeiten einer Probe steril und ohne molekularbiologische Kontaminationen transferiert werden. Daher werden gerade für Pipettenspitzen höchste Anforderungen an deren Präzision und Reinheit gestellt. Aus hygienischen Gründen kommen mittlerweile vorwiegend Einwegpipettenspitzen zum Einsatz. Um hierbei den ökologischen Fußabdruck zu verringern und einen nachhaltigen Umgang mit den verwendeten Kunststoffen im Laboralltag zu unterstützen, bietet Sarstedt zusätzlich zu seinem ökologischen Refill-System einen komfortablen Recycling-Service an. Die sortenreinen Kunststoffe lassen sich nach Unternehmensangaben somit sinnvoll und hygienisch in den Prozesskreislauf zurückführen – Entsorgungskosten werden reduziert. Für das Recycling werden die leeren Trays an das Unternehmen zurückgeschickt. Das eingeschickte Material wird eingeschmolzen und für neue Verpackungen verwendet. Auf diese Weise fördert Sarstedt einen verantwortungsvollen Umgang mit Polypropylen – auch bei Verbrauchsmaterialien mit hohem Durchsatz.

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Pipettenbox aus Polypropylen

Im Mittelpunkt des neuen Refill-Systems von Sarstedt steht die Pipettenbox aus Polypropylen mit einem Tray für 96 Spitzen in der Standardvariante. Der ergonomische Deckel der Box soll sich leicht öffnen lassen und eine hygienische Entnahme der jeweiligen Spitzen gewähren. Wurden alle Aufsätze aufgebraucht, kann das leere Tray durch einen Druck auf die beiden Clips an der Seite entfernt und ausgetauscht werden. Ein Festhalten der Box ist dafür nicht notwendig. Auf diese Weise lassen sich sämtliche Arbeitsabläufe beim Pipettieren in Laboren sicher und effizient erledigen, heißt es in einer Pressemeldung. Die Box selbst ist übereinander stapelbar und ermöglicht somit eine Platzersparnis von bis zu 70 Prozent gegenüber herkömmlichen Behältern für Pipettenspitzen. Optional lassen sich zusätzliche Noppen an den Standfüßen befestigen, um ein Rutschen auf glatten Labortischen zu verhindern.

Je nach Anwendungsfall kann die Box auf unterschiedliche Weise nachgefüllt werden. Hierfür gibt es drei Möglichkeiten: mit dem Single-Refill, Stackpack oder Beutel. Letztere stellt die Low-Cost-Variante für maximale Flexibilität in der Anwendung dar. Dank eines Druckverschlusses können sie hygienisch geöffnet und wiederverschlossen werden. Das Single-Refill soll ein steriles Nachfüllen der Spitzenbox über einen unkomplizierten Handgriff gewährleisten. Mittels eines leichten Drucks auf den Deckel rastet das Single-Refill sicher ein. Danach kann der Deckel nach oben abgenommen werden. Bei einem hohen Probendurchsatz empfiehlt Sarstedt die Verwendung des so genannten Stackpacks. Dabei lassen sich die Single-Refills auf eine Höhe von zwei Boxen für bis zu 480 Spitzen zusammenstecken. Die umlaufenden Rahmenspitzen zwischen den Trays stabilisieren die einzelnen Lagen und schützen die Pipettenspitzen.

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