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Extremolyte gegen COPD Naturstoff aus Extremophilen mildert Lungenentzündung

Autor / Redakteur: Christiane Klasen* / Dr. Ilka Ottleben

Die Therapie der chronischen Lungenentzündung, auch chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) genannt, ist schwierig. Forscher haben nun einen neuen Naturstoff aus extremophilen Bakterien getestet, der die Beschwerden effektiv lindert und die Entzündung reduziert.

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Extremolyte sind Naturstoffe, die aus Mikroorganismen (z.B. Bakterien) stammen, die unter extremen Bedingungen, wie Hitze, Kälte, Dürre oder wie hier im Bild hohen Salzkonzentrationen leben.
Extremolyte sind Naturstoffe, die aus Mikroorganismen (z.B. Bakterien) stammen, die unter extremen Bedingungen, wie Hitze, Kälte, Dürre oder wie hier im Bild hohen Salzkonzentrationen leben.
(Bild: gemeinfrei)

Düsseldorf – Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die dritthäufigste Todesursache unserer Zeit. Die Erkrankung wird durch langjähriges Einatmen luftgetragener Schadstoffe wie Zigarettenrauch oder Umweltpartikel (z.B. Feinstaub) ausgelöst. Die von diesen Fremdstoffen ausgelöste chronische Entzündungsreaktion wird für die Entstehung und das Voranschreiten der Erkrankung verantwortlich gemacht. Die erfolgreiche Behandlung der Atemwegsentzündung wird als Schlüssel für die Behandlung von COPD betrachtet. Da die Therapie der Erkrankung immer noch problematisch ist, suchen Wissenschaftler und Ärzte nach neuen Wegen zur Behandlung der Krankheit.

Am IUF – Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung wird die Wirkung von Naturstoffen aus der Gruppe der sogenannten Extremolyte auf Effekte, die Umweltpartikel auf die Atemwege ausüben, seit Jahren untersucht. „In mehreren vorklinischen Untersuchungen konnten wir zeigen, dass diese Stoffe in der Lunge einerseits vorbeugend gegen die von Partikeln ausgelöste Entzündung wirken und andererseits eine bestehende Entzündung rascher zum Abklingen bringen können“, berichtet PD Dr. Klaus Unfried, Leiter der Studien. „Dabei konnten wir wesentliche Erkenntnisse darüber gewinnen, wie inhalierte Partikel in den Atemwegen zur Entstehung von Erkrankungen beitragen.“