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Studie: Neugier Neugierige Menschen spielen im Arbeitsleben eine wichtige Rolle

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Es sind die neugierigen Menschen, die eine Idee zum Leben erwecken können – dieser Aussage stimmten mehr als acht von zehn (85 Prozent) Arbeitnehmer aus Deutschland, den USA und China zu. Dies ergab die erste globale Neugier-Studie von Merck.

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Neugier ist Arbeitnehmern wichtig, wird aber zu selten umgesetzt so eine Studie des Technologie-Unternehmens Merck.
Neugier ist Arbeitnehmern wichtig, wird aber zu selten umgesetzt so eine Studie des Technologie-Unternehmens Merck.
(Bild: © Myst - Fotolia)

Darmstadt – Die Merck-Studie untersucht den Neugier-Index von Arbeitnehmern in vier Dimensionen. Das Ziel: Der Vergleich von Neugier am Arbeitsplatz im internationalen Kontext. Obwohl Neugier – englisch Curiosity – eine wichtige Rolle im Arbeitsleben spielt, bezeichnete sich die Mehrheit der Studienteilnehmer nicht selbst als neugierig. Gerade einmal jeder Fünfte (20 Prozent) identifiziert sich mit dieser Eigenschaft. Stattdessen beschreiben sich Angestellte als organisiert, teamorientiert und genau. „Neugierig“ folgt erst an zwölfter Stelle; dabei birgt gerade diese Qualität viel Potenzial für die Innovationskraft von Unternehmen.

Neugier ist im Arbeitsleben wichtig

„Innovationen und technologischer Fortschritt fallen nicht vom Himmel. Sie entspringen stets der Neugier auf Neues. Forscherdrang und Entdeckerfreude sind deshalb unsere wichtigsten Ressourcen wenn es darum geht, Antworten auf globale Herausforderungen wie die Alterung unserer Gesellschaft oder das Bevölkerungswachstum zu finden“, sagt Stefan Oschmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung und CEO von Merck. „Aus diesem Grund sollte Neugier ein zentraler Aspekt im Arbeitsleben sein.“

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Inwiefern Angestellte schon jetzt ihre Neugier am Arbeitsplatz ausleben und ob sie dabei gefördert werden, untersuchte Merck mit der Neugier-Studie 2016. Bereits im vergangenen Jahr befragte das Unternehmen online 1.013 Vollzeit-Beschäftigte in den USA. 2016 weitete Merck seine Umfrage auf China und Deutschland aus, um so einen internationalen Vergleich ziehen zu können. Denn die drei Länder zeichnen sich durch unterschiedliche Kulturen und Wirtschaftssysteme aus. Um den Begriff der Neugier zu definieren und messbar zu machen, arbeitete Merck eng mit dem Neugier-Experten Professor Todd Kashdan zusammen, der an der amerikanischen George Mason University in Virginia lehrt. Gemeinsam entwickelten sie vier Dimensionen der Neugier: Wissbegierde, Kreativität, Offenheit und Stresstoleranz. Für die Studie führte Merck mehr als 3.000 Onlinebefragungen unter Vollzeit-Beschäftigten in Deutschland, den USA und China durch. Darüber hinaus fanden Befragungen von Fokus-Gruppen statt.

Dass sich Mitarbeiter selbst nicht als neugierig bezeichnen, muss nicht unbedingt bedeuten, dass sie es nicht sind. Sie tragen diese Eigenschaft lediglich weniger stark nach außen. Vermutlich, weil Neugier oft nicht so anerkannt ist im Arbeitsalltag wie andere Qualitäten. Diese These belegen auch die Umfrageergebnisse: So gaben 73 Prozent der Befragten an, sich gehemmt zu fühlen, mehr Fragen am Arbeitsplatz zu stellen. Knapp jeder zweite befragte Arbeitnehmer in Deutschland (45 Prozent) stimmte der Aussage zu, dass er von seinem Arbeitgeber abgehalten werde, den Status quo in Frage zu stellen. Um neue Ideen zu entwickeln, benötigen Arbeitnehmer vor allem Flexibilität. 35 Prozent der deutschen Angestellten gaben selbstbestimmtes Arbeiten als wichtigstes Kriterium an.

Selbsttest und Tipps um Kreativ-Blockaden zu lösen

Merck startete im August 2016 die Curiositiy-Initiative, um Neugier zu fördern. Auf der interaktiven Online-Lernplattform curiosity.merck.de können Besucher bei einem Selbsttest herausfinden, wie neugierig sie sind. Außerdem gibt es hier Tipps, um Kreativitätsblockaden zu überwinden, sowie spannende Beiträge rund um das Thema Neugier. Wissenschaftliches Fundament der Initiative ist das Merck Curiosity Council, bestehend aus Experten auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Neugier-Forschung. Das Council setzt sich zusammen aus Professor Todd Kashdan von der George Mason University in Virginia, USA, sowie Dr. Carl Naughton, deutsch-englischer Autor, Wissenschaftler und Redner. Er forschte und lehrte im Bereich pädagogische Psychologie an der Universität Köln. Außerdem schrieb er Bücher zum Thema Denken, Kommunikation und Neugier. Ebenfalls Teil des Councils sind Andreas Steinle, CEO des Zukunftsinstituts in Kelkheim/Frankfurt und Dr. Kunlin Wei, Professor der Psychologie am Institut für Psychologische und Kognitive Wissenschaft der Universität Peking, China.

Link zur Studie Die komplette Studie „Seien Sie neugierig“ können Sie auf der Seite von Merck kostenlos herunterladen. Weitere interessante Studien und Positionspapiere aus Bereichen wie beispielsweise Gehalt, Personal, Industrie, Pharma, Produktion oder auch Biotechnologie finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

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