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Shimadzu European Innovation Center eröffnet Technologieentwicklungen in die Mitte Europas rücken

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Im Rahmen einer feierlichen Eröffnung mit führenden Experten und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung in der Duisburger Zentrale von Shimadzu Europa hat das Unternehmen am 3. März 2017 sein European Innovation Center eingeweiht. Dieser innovationsorientierte Think Tank soll die Technologien der Shimadzu Laboratory World um zukunftsrelevante Themen erweitern.

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Dr. Hiroki Nakajama, Chief of Eureopean Innovation Center, (links) und Dr. Teruhisa Ueda, Präsident und CEO der Shimadzu Corporation eröffnen das Eureopean Innovation Center mit einem traditonellen japanischen Ritual.
Dr. Hiroki Nakajama, Chief of Eureopean Innovation Center, (links) und Dr. Teruhisa Ueda, Präsident und CEO der Shimadzu Corporation eröffnen das Eureopean Innovation Center mit einem traditonellen japanischen Ritual.
(Bild: Ottleben /LABORPRAXIS)

Duisburg – Im Rahmen einer feierlichen Eröffnung mit führenden Experten und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung in der Duisburger Zentrale von Shimadzu Europa hat das Unternehmen am 3. März 2017 sein European Innovation Center eingeweiht. Dieser innovationsorientierte Think Tank soll die Technologien der Shimadzu Laboratory World um zukunftsrelevante Themen erweitern. Ziel ist die Verbindung von akademisch-wissenschaftlichem und technischem Know-How, um die Kompetenz von Shimadzu noch kundenzentrierter einzusetzen und durch Zusammenarbeit mit Meinungsführern, Vordenkern und Experten aus Märkten und Wissenschaft neue Lösungen für morgen zu schaffen.

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„Lange Zeit hat man sich bei Shimadzu hinsichtlich von Technologieentwicklungen eher in Richtung Asien ausgerichtet“, sagte Shimadzu Europa Marketingdevelopmentleiter Dr. Björn Thoralf Erxleben anlässlich der offiziellen Pressekonferenz im Rahmen der Veranstaltung. Die regulatorischen Anforderungen in Europa sind im Bereich der Analytik i.d.R. höher als in Asien (CE, RoHS, REach etc.). Das führte in der Vergangenheit häufig dazu, dass Geräte, die in Asien entwickelt wurden, nachträglich relativ aufwändig nachgerüstet werden mussten, um überhaupt auf dem europäischen Markt vertrieben werden zu können, so Erxleben.

Mit dem Ansatz des Shimadzu European Innovation Center und seiner dezentrale Anlage, will man künftig Märkten und Wissenschaft räumlich nahe zu sein. Damit entsteht ein direkter Zugang zu Anwendern, Projekten und Testmöglichkeiten.

Klinische Anwendungen, Imaging, Lebensmittel und Verbundstoffe

Mit ihrer führenden Forschungskompetenz tragen Wissenschaftler europäischer Universitäten akademische Expertise zum Shimadzu European Innovation Center bei. In verschiedenen Projekten hat sich die Kooperation bereits seit vielen Jahren bewährt. Die wissenschaftlichen Schwerpunkte umfassen klinische Anwendungen wie beispielsweise die Krebs-Früherkennung und das Neugeborenen-Screening, Imaging, Lebensmittel und Verbundstoffe mit einem Fokus auf neuen Methoden, Werkzeugen, Techniken, Diagnostik und Lösungen. Dabei will das Center auch weitere aktuelle Marktanforderungen wie die automatisierte, universelle Probenvorbereitung, die Laborautomation sowie die personalisierte Medizin und individualisierte Therapie adressieren.

Zu den namhaften Kooperationspartnern im European Innovation Center gehören:

  • Prof. Luigi Mondello, Universität Messina, Italien
  • Prof. Erich Leitner, TU Graz, Österreich
  • Prof. Uwe Karst, Universität Münster
  • Prof. Gerard Hopfgartner, Universität Genf, Schweiz
  • Prof. Franck Saint-Marcoux, Universitätskrankenhaus Limoges, Frankreich
  • Prof. Giancarlo La Marca, Meyer Children’s Hospital, Florenz, Italien
  • Prof. Frank Walther, TU Dortmund

Das European Innovation Center soll unter anderem dazu beitragen, analytische und medizinische Forschung zu verbinden und die Patientengesundheit sowie Verbraucher- und Umweltschutz weiter zu verbessern. Der Duisburger Standort von Shimadzu Europa wird ein Koordinationszentrum für die Kooperationspartner bilden.

Innovationsorientierte Erforschung von vier Schwerpunkten

Bei klinischen Anwendungen, Imaging, Lebensmitteln und Verbundstoffen erforscht das Shimadzu European Innovation Center vier Schwerpunkte:

  • Trends & Anforderungen: basierend auf europäischen Bedürfnissen und Nachfragen
  • Anpassung & Entwicklung, d.h. Spezialzubehör und -vorrichtungen, Adaptionen, spezielle Software, neue und spezielle Methoden
  • Europäische Richtlinien, wie offizielle Vorschriften und Normen, lokale Vorgaben und Sprachen
  • Starke Kooperation: zwischen den Shimadzu Innovation Centers und dem Forschungs- und Entwicklungsteam von Shimadzu, um globale Lösungen gemäß weltweiten Anforderungen zu entwickeln.

„Wir bei Shimadzu fühlen uns der Gesellschaft verpflichtet, uns auch zukünftig für technologische Weiterentwicklungen und den Wissenszuwachs einzusetzen, um stetig noch bessere Technologien, Produkte und Services anzubieten und so für Excellence in Science anerkannt zu werden“, so Dr. Teruhisa Ueda, President und CEO der Shimadzu Corporation.

Weitere Shimadzu Innovation Centers gibt es bislang in Maryland/USA (Eröffnung Juli 2015), Singapur und Peking/China, wo sie die Forschung und Entwicklung neuer Produkte unterstützen.

Analysesysteme aus Flüssigkeitschromatographie, LC-MS, Materialprüfung und Biowissenschaften sind in die Forschungsprojekte der europäischen Wissenschaftler eingebunden, zum Beispiel:

  • Nexera UC - das System ermöglicht zahlreiche Anwendungen, u.a. die Überwachung von Pestiziden in Lebensmitteln, Erforschung von Biomarkern oder Additive in Polymeren. Nexera UC ist das weltweit erste `Unified-Chromatography´, dass Flüssigchromatographie und überkritische Flüssigchromatographie in einem Hardware-System vereint und mit überkritischer Flüssigextraktion (SFE) verknüpft.
  • CLAM-2000 – richtet sich an pharmazeutische und medizinische Abteilungen oder biologische Analyselabors. CLAM-2000 führt alle Schritte von der Vorbehandlung der Probe bis zur LC-MS-Analyse automatisch durch.
  • iMScope – die vollkommen neue Technik des iMScope TRIO vereint Lichtmikroskop und Massenspektrometer. Es kommt in der innovativen Forschung & Entwicklung zum Einsatz und identifiziert das Gesehene auf molekularer Ebene.
  • USF-2000 - innerhalb von nur sechs Tagen statt mindestens eines Jahres bietet das USF-2000 den zeit- und kosteneffektivsten Prüfaufbau, um Daten über die Lebensdauer von Materialien, wie Verbundstoffen, zu erhalten.

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