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Kunststoffindustrie
Im Kunststoffzweig hat die Nachfrage nach Granulaten wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polystyrol (PS) und Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) in den letzten zwei Jahren beträchtlich zugelegt um rund 20% auf zuletzt 3,6 Mio. t.
Die wichtigsten Abnehmerbranchen der Kunststoffindustrie waren hierbei 2011 Verpackungen (38%), Elektrotechnik/Elektronik (18%), Bauwirtschaft (15%) und Automobilbau (10%). Das Einkommen der Sparte wurde auf umgerechnet 5,5 Mrd. Euro geschätzt.
Die Hochwasserkatastrophe im letzten Quartal des Vorjahres hat dem Kunststoffzweig schwer geschadet. Schätzungsweise 30% aller Unternehmen mussten ihren Betrieb völlig einstellen. Viele Fabriken wurden aber auch infolge der Unterbrechung der Lieferketten indirekt betroffen, schwerpunktmäßig in der Automobil- sowie Elektro- und Elektronikindustrie. Dagegen verzeichneten einige Produkte wie Flaschen, Wassercontainer, Planen oder Sandsäcke eine starke Extranachfrage. Flutbedingt dürfte der Erneuerungsbedarf, unter anderem bei Häusern und Autos, 2012 die Konjunktur im Kunststoffsektor zusätzlich beleben.
Petrochemie in Thailand
Langfristig wird vor allem der Petrochemie ein enormes Entwicklungspotenzial beigemessen. Spiegelbildlich für die hohe Dynamik steht der Chemiegigant Dow Chemical, der in den letzten Jahren mit den beiden Partnern Siam Cement Group und der belgischen Solvay ein Großprojekt über insgesamt 3 Mrd. US$ umgesetzt hat. Der Komplex in Thailands größtem petrochemischen Industriepark Map Ta Phut umfasst fünf Anlagen für die Produktion von Polyethylen, Elastomeren, Hydrogenperoxid und Propylenoxid. Aus der Sicht von Dow Chemical entwickelt sich Thailand langsam weg von einem Niedriglohnproduzenten zu einem Land mit höherwertigen Erzeugnissen.
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