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Investitionsprojekte
Thailands Investitionsbehörde registrierte 2011 im Zweig Chemie und Papier insgesamt 117 Investitionsprojekte mit einem Wert von 1,4 Mrd. US$. Im Jahr 2010 waren es 118 Projekte, die aber mit 0,7 Mrd. US$ im Investitionswert nur halb so hoch waren. In der Bilanz der ausländischen Direktinvestitionen stand die Chemiebranche 2011 mit einem Anteil von 11% auf dem dritten Rang hinter Automobilbau/Metallverarbeitung (31%) und Elektronik/Elektrotechnik (20%).
Neue Großprojekte konzentrieren sich zurzeit auf die Petro- und Basischemie, während der Downstream-Bereich zwar breit aufgestellt, aber weniger aktiv ist. Größere Langzeitpläne im Komplex Map Ta Phut verfolgen neben Dow Chemical beispielsweise auch Mitsubishi Gas Chemical und die thailändische Indorama Ventures (IVL). Der weltgrößte integrierte Polyester-Hersteller IVL will seine Gesamtkapazität durch Erweiterungen und den Erwerb ausländischer Ethylen-Unternehmen kräftig ausbauen. Thailands größter Olefine-Produzent IRPC hat für den Zeitraum 2011 bis 2016 ein Investitionsbudget von umgerechnet 2,3 Mrd. US$ aufgestellt.
Biokunststoffproduktion
Biokunststoffe könnten zu einem neuen interessanten Zweig heranwachsen, da Thailand über bedeutende agrarische Rohstoffe verfügt, wie etwa Zucker oder Cassava. Tonangebend ist PTT Global Chemical, das durch zwei strategische Übernahmen in den USA seinen Anspruch als globaler Player für erneuerbare Chemikalien dokumentierte.
Der Chemieriese beteiligte sich für 150 Mio. US$ mit 50% an NatureWorks, das Polymilchsäure produziert und bis 2015 auch in Thailand ein Werk errichten soll. Zuvor hatte PTTGC bereits 60 Mio. US$ in Myriant Technologies investiert, einen Hersteller von Biobernsteinsäure, mit dem auch die Produktion verschiedener Derivate geplant ist.
Außenhandel
Thailands Import von chemischen Grundstoffen und Fertigerzeugnissen verzeichnete 2011 nochmals einen bedeutenden Sprung um 22% auf knapp 18,4 Mrd. US$, nachdem im Vorjahr bereits ein Zuwachs von 37% realisiert wurde.
Zur Hälfte bestand der Import 2011 aus Downstream-Produkten, während Basischemikalien 41% und Pharmazeutika 9% repräsentierten. Größere Steigerungsraten gab es vor allem bei Düngemitteln mit 2,7 Mrd. US$ (+36%) und anorganischen Chemikalien mit 1,7 Mrd. US$ (+32%).
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