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All das erfordert seitens der Laborplaner und Einrichter neue Konzepte, die ein hohes Maß an Flexibilität für die schnelle Anpassung von Labortypologien ermöglichen und gleichzeitig vorhandenen Trends wie Umwelt- und Kostenbewusstsein, Nachhaltigkeit oder Kommunikation Rechnung tragen. Klaus Söhngen vom Laborplanungsunternehmen eretec fasste in seinem Vortrag „Projekttrends in Deutschland und Europa“ Entwicklungen zusammen, die aufgrund dieser sich verändernden Anforderungen mittelfristig zum Trend bei der modernen Laborplanung werden könnten. So werde beispielsweise Flexibilität immer häufiger durch Zonierung geschaffen: Laborgebäude werden unterteilt in Schreib- und Auswertebereiche, Labor- (vorbereitungs) bereiche und Gerätestellflächen (-einhausungen). Trennwandsysteme zur Flächenaufteilung, Modularität und Standardisierung und sogar Vorabbauten mit technischer Grundausstattung, die nachträglich je nach Nutzung ausgestattet werden, sollen ebenfalls ein größtmögliches Maß an Flexibilität garantieren. Gleichzeitig betonte Söhngen jedoch auch den Menschen mit seinen Bedürfnissen. „Show-Room-Labore sind Stress für den Mitarbeiter und offene Großraumlabore, sollen zwar Kommunikation und Interdisziplinarität förden, bewirken aber häufig durch zwischenmenschliche Probleme das Gegenteil“, sagt der Laborplanungsexperte. „Hier müssen gewissermaßen technische Schutzsysteme eingeplant werden: Rückzugs-, Kreativ- und Kommunikationsräume müssen geschaffen werden, um eine angenehme, produktive Arbeitsatmosphäre zu sichern.“
Wie man auch ökologische Aspekte in die Laborplanung einbeziehen und z.B. mit einer durchdachten Luftführung Energie einsparen kann, erläuterte Bernd Schoeler, Produktmanager Laborraumregelung bei Waldner. So kann z.B. eine exakte Gefährdungsanalyse dabei helfen, die Grundlüftung zu optimieren und eine bedarfsgerechte variable Lüftung zu schaffen.
Neue Produktionshalle in Wangen
Den Abschluss des zweiten Veranstaltungstages bildete ein Betriebsrundgang am Waldner-Hauptsitz in Wangen. Im Dezember vergangenen Jahres weihte das Unternehmen hier eine neue 7000 Quadratmeter große Fertigungshalle ein, die einen zukunftsfähigen Produktionsprozess sichern soll. Seit Sommer diesen Jahres werden hier erste Produkte des Laboreinrichtungs-Sortiments hergestellt. Ende 2010 soll die volle Maschinenleistung erreicht sein. Das Unternehmen, das bislang nach dem Prinzip der „Werkstattfertigung“ produzierte, hat in der neuen Halle nun eine moderne Produktionsstraße realisiert.
*Dr. I. Ottleben, Redaktion LaborPraxis, Email ilka.ottleben@vogel.de
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