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Reinstwasser

UHPLC mit frisch aufbereitetem Reinstwasser betreiben

| Autor/ Redakteur: Estelle Riché*, Anastasia Khvataeva* und Stephane Mabic* / Dr. Ilka Ottleben

Die UHPLC erreicht als hochempfindliche analytische Methode sehr niedrige Nachweisgrenzen, ist jedoch nicht anspruchslos: Wasser, Lösungsmittel und Reagenzien höchster Reinheit sind zwingend erforderlich. Erfüllt Reinstwasser diese Anforderung?

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Abb. 2: Systemrückdruck über 10 Stunden bei kontinuierlichem isokratischen Fluss von 50:50 Wasser:Acetonitril durch die Säule.
Abb. 2: Systemrückdruck über 10 Stunden bei kontinuierlichem isokratischen Fluss von 50:50 Wasser:Acetonitril durch die Säule.
(Bild: Merck Millipore)

Die UHPLC (Ultra High Performance Liquid Chromatography) ist eine zunehmend populäre Analysemethode [1]. Durch die Kombination aus Sub-2-µm-Partikeln und Instrumenten, die gegen hohe Drücke beständig sind und die Peakform konstant halten können, wird eine höhere Empfindlichkeit, Auflösung und Geschwindigkeit als mit traditionellen HPLC-Methoden erzielt. Da UHPLC-Systeme erheblich schnellere Analysen ermöglichen, bieten sie einen deutlich höheren Probendurchsatz und einen geringeren Lösungsmittelverbrauch, was sowohl in finanzieller als auch umweltbezogener Hinsicht von Vorteil ist.

Während die meisten HPLC-Instrumente relativ robust sind, erfordert die hochentwickelte Technologie der UHPLC-Systeme etwas mehr Sorgfalt bei der Vorbereitung von Proben und Handhabung von Lösungsmitteln, um eine optimale Systemleistung sicherzustellen. Die Bedeutung der guten Laborpraxis wird deutlich, wenn Methoden von der HPLC auf die UHPLC übertragen werden.

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Spurenverunreinigungen (aus Lösungsmitteln, Glasbehältern oder Filtern), die mit einem HPLC-System nicht detektiert wurden, können aufgrund der höheren Empfindlichkeit mittels UHPLC nachweisbar sein, insbesondere, wenn das UHPLC-Gerät mit einem Massenspektrometer (MS) für die Detektion gekoppelt ist.

Zusätzlich zur chemischen Reinheit [2] muss auch sichergestellt werden, dass die für diese Methode verwendeten Lösungsmittel partikel- und bakterienfrei sind, da dadurch der Rückdruck des Systems erhöht, die Pumpenköpfe beschädigt und die Säulenfritten verstopft werden können. Die Verwendung partikelfreier hochreiner Lösungsmittel kann die Lebensdauer von UHPLC-Säulen und -Systemen verlängern.

Qualität der Reagenzien für die UHPLC

Beim Kauf organischer Lösungsmittel und Zusätze wird empfohlen, den höchsten Reinheitsgrad (HPLC- oder LC/MS-rein) zu wählen. In den meisten Fällen werden diese Lösungsmittel vom Hersteller filtriert, sodass sie ohne weitere Vorbereitung eingesetzt werden können. Was Wasser anbelangt, müssen Wissenschaftler jedoch zwischen den verschiedenen Arten von kommerziellem Flaschenwasser und von einem Wasseraufbereitungssystem erzeugtem Wasser wählen. Bei der Vielzahl der angebotenen Wasserreinheitsgrade kann die Wahl schwer sein.

Von einem Wasseraufbereitungssystem erzeugtes Reinstwasser wird häufig zur Herstellung mobiler Phasen für HPLC-Analysen verwendet und liefert nachweislich gute Ergebnisse [3].

Anhand der vorliegenden Studie sollte belegt werden, dass mit einem Milli-Q-System aufbereitetes Wasser ebenfalls zur Verwendung mit UHPLC-Geräten geeignet ist und gute Ergebnisse liefert. Dazu wurde der Einfluss der Wasserqualität auf UHPLC-Analysen und den Systemrückdruck untersucht und die Eignung von frisch aufbereitetem Reinstwasser für diese Analysen beurteilt.

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