Anbieter zum Thema
Material und Methoden für die Reinstwasserüberprüfung
Bei allen Versuchen wurde ein Waters Acquity UPLC I-Class-System (Waters Corp., Milford/USA) mit Photodiodenarray-Detektor verwendet. Das getestete Wasser war frisch aufbereitetes Wasser aus einem Milli-Q-Integral-System (Merck Millipore, Billerica/USA), das an der Entnahmestelle mit einem Millipak-Filter mit 0,22 µm Porenweite ausgestattet war.
Laut Systemmessungen betrug der Widerstand des Wassers 18,2 ΩOhm•cm und der Gesamtgehalt an organisch gebundenem Kohlenstoff (TOC) lag bei 5 ppb oder darunter. Es wurden Chemikalien des höchsten erhältlichen Reinheitsgrades verwendet. Für die Gradientenelution wurde ULC/MS-reines Acetonitril (Biosolve BV, Niederlande) verwendet. Die verwendete Ameisensäure stammte von J.T. Baker (Avantor Performance Materials, Center Valley/USA).
Die wichtigsten Parameter seien wie folgt zusammengefasst:
- Systemrückdruck über 10 h bei kontinuierlichem isokratischen Fluss: Ein 50:50-Gemisch aus Reinstwasser und Acetonitril mit 0,1% Ameisensäure wurde 10 h bei einer Fließrate von 0,45 ml/min durch eine Acquity UPLC BEH C18-Säule (1,7 μm, 2,1 x 50 mm) gepumpt und der Systemrückdruck wurde aufgezeichnet.
- Reinstwasser-Gradientenprofil: Es wurde eine Acquity UPLC BEH Shield RP18-Säule (1,7 μm, 2,1 x 50 mm) verwendet, die bei 35 °C konstant gehalten wurde. Der Gradient wurde von 0 % auf 100 % Acetonitril in 5 min eingestellt und danach 1 min bei 100 % Acetonitril konstant gehalten. Die Fließrate betrug 0,60 ml/min. Die Basislinie wurde bei 254 nm beobachtet.
- Eignung von Reinstwasser für UHPLC-Analysen: Ein Gemisch aus sieben Substanzen wurde 600 Mal hintereinander analysiert und der Systemrückdruck wurde beobachtet. Für jeden Lauf wurden 2 µl des folgenden Gemischs injiziert: 2-Acetylfuran, Acetanilid, Acetophenon, Propiophenon, Butylparaben, Benzophenon and Valerophenon (4 µg/ml jeder Substanz). Es wurde eine Acquity UPLC BEH Shield RP18-Säule (1,7 μm, 2,1 x 50 mm) verwendet, die bei 35 °C konstant gehalten wurde. Der Gradient wurde von 20% auf 90% Acetonitril in 3 min eingestellt, danach 1 min isokratisch gehalten und anschließend wieder auf die Ausgangsbedingungen zurückgebracht. Die Fließrate betrug 0,6 ml/min und die Trennung wurde bei 254 nm beobachtet.
Ergebnisse und Diskussion
Wasser spielt bei der UHPLC eine wichtige Rolle, da es nicht nur zur Herstellung der mobilen Phasen, sondern auch zur Vorbereitung von Proben, Standards und Blindproben eingesetzt werden kann. Jegliche Verunreinigungen im Wasser, das für diese Aufgaben verwendet wird, können die analytischen Ergebnisse sowie die Gerätschaft beeinflussen. Das für diese Analysen verwendete Wasser muss von höchster Qualität sein, um präzise und reproduzierbare Ergebnisse zu gewährleisten.
Systemrückdruck über 10 h
Da UHPLC-Säulen mit Partikeln unter 2 µm gepackt sind, werden Fritten einer bedeutend kleineren Porosität (normalerweise 0,2 µm) als bei konventionellen HPLC-Säulen verwendet. Durch den kleineren Innendurchmesser der Säulen und ihrer Anschlüsse sind diese Säulen auch besonders partikelempfindlich. Partikel können einen Systemrückdruck verursachen, der die Säulen beschädigen und zum Systemausfall führen kann. Ein gemeinsames Problem bei der Arbeit mit Wasser und wässrigen mobilen Phasen ist eine bakterielle Kontamination, die vergleichbare Auswirkungen auf Geräte und Säulen haben kann wie Partikel. Bakterien setzen außerdem Abbauprodukte wie Ionen und organische Stoffe frei, die analytische Ergebnisse beeinträchtigen können.
(ID:35930810)

