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Führungskräfte & Führungsstil Zehn Thesen zu einer verbesserten Führungskultur in Deutschland

Autor / Redakteur: Natalie Wander / Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Jobwechsel – Nicht selten bedeutet dies neue Herausforderungen wie beispielsweise die Übernahme einer Führungsposition. Hier stellen sich jedoch einige Fragen: Was zeichnet eine „gute“ Führung eigentlich aus? Wie kann ich meine Mitarbeiter motivieren? Wie können die Mitarbeiter als Team geschult werden?

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Mitarbeiter zu führen, ist immer wieder eine Herausforderung.
Mitarbeiter zu führen, ist immer wieder eine Herausforderung.
(Bildquelle: Fotolia ©Picture-Factory)

Nach den Meinungen von Joachim Sauer, Präsident des Bundesverbands der Personalmanager (BPM), und Alexander Cisik, Professor für Wirtschafts-, Organisations- und Arbeitspsychologie an der Hochschule Niederrhein, werden diese Fragen viel zu selten gestellt. Ihren Untersuchungen zufolge bekommen Führungsfragen lange nicht die Beachtung, die sie verdienen.

Eigentlich erstaunlich, vor allem wenn man bedenkt, dass Führungsfehler die deutsche Wirtschaft in Summe weit mehr kosten, als jede Anhebung der Lohnnebenkosten es je könnte. Dem sollen jetzt zehn Thesen entgegenwirken, die Joachim Sauer und Alexander Cisik aufgrund ihrer Erkenntnisse zum Thema “Führung in der Krise” aufgestellt haben.

1. Es führen überwiegend die Falschen.

Tendenziell werden diejenigen in Führungspositionen befördert, die fachlich stark, lange dabei und besonders durchsetzungsstark sind. Weniger beachtet werden dagegen Empathie, soziale Kompetenz oder die Fähigkeit der Reflexion. Die Konsequenz: fehlende Strategie, zu wenig Zielkonsistenz und nicht zuletzt: mangelndes Wissen.

2. Es fehlen echte Alternativen zur Führungslaufbahn.

Ein Großteil aller Laufbahnen ist auf eine Führungskarriere ausgerichtet, Fach- oder Projektlaufbahnen haben – sofern vorhanden – ein massives Gleichwertigkeitsproblem. So wird Führung für karriereorientierte Nachwuchsmanager zum alleinigen Weg. In der Folge verliert man gute Fachkräfte und gewinnt schlechte Führungskräfte – zum Schaden der Unternehmen, der Führungskräfte und der Mitarbeiter.

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