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Hydroxyanthracenderivate in Aloe Vera

Aloe Vera-Inhaltsstoff als krebserregend eingestuft

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Die Gattung Aloe umfasst circa 250 Arten. Die bekannteste Art ist Aloe barbadensis auch als Aloe vera bekannt, deren Blattmark als Aloe-vera-Gel vielseitige Verwendung im Lebensmittel- und Kosmetikbereich findet.
Die Gattung Aloe umfasst circa 250 Arten. Die bekannteste Art ist Aloe barbadensis auch als Aloe vera bekannt, deren Blattmark als Aloe-vera-Gel vielseitige Verwendung im Lebensmittel- und Kosmetikbereich findet. (Bild: gemeinfrei)

Aloe Vera Extrakte kommen vielfach in Kosmetik-Artikeln aber auch in Nahrungsergänzungsmitteln zum Einsatz. Die oberste Schicht der Aloe-Blätter enthält jedoch Inhaltsstoffe, die seit längerem im Verdacht stehen genotoxisch und kanzerogen zu wirken. Nun hat die EFSA diese Gesundheitsbedenken bestätigt, und stuft bestimmte Hydroxyanthracenderivate als krebserregend ein.

Parma/Italien – Einige Substanzen, die zu einer Gruppe von Pflanzeninhaltsstoffen – den sogenannten Hydroxyanthracenderivaten – gehören, können die DNA schädigen und Krebs verursachen, so die EFSA nach Bewertung der Verwendungssicherheit dieser Substanzen in Lebensmitteln. Hydroxyanthracenderivate kommt natürlicherweise in Pflanzen wie Aloe oder Senna vor. Die Gattung Aloe umfasst circa 250 Arten. Die bekannteste Art ist Aloe barbadensis auch als Aloe vera bekannt, deren Blattmark als Aloe-vera-Gel vielseitige Verwendung im Lebensmittel- und Kosmetikbereich findet. Aloe-Extrakt werden aufgrund ihrer abführenden Wirkung beispielsweise in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet.

Verwendungssicherheit von Aloe-Inhaltsstoffen untersucht

Im Jahr 2013 befand die EFSA, dass Hydroxyanthracenderivate in Lebensmitteln die Darmtätigkeit verbessern können, riet jedoch aufgrund potenzieller Sicherheitsbedenken von der Langzeitanwendung und der Aufnahme hoher Dosen ab. Daraufhin ersuchte die Europäische Kommission die EFSA, die Verwendungssicherheit dieser Pflanzeninhaltsstoffe in Lebensmitteln zu bewerten und Empfehlungen für eine tägliche Aufnahme auszusprechen, die nicht mit nachteiligen gesundheitlichen Auswirkungen verbunden ist.

Bestimmte Hydroxyanthracenderivate sind genotoxisch und können Krebs verursachen

Ausgehend von den verfügbaren Daten kam die EFSA zu dem Schluss, dass bestimmte Hydroxyanthracenderivate genotoxisch sind (d.h. sie können die DNA schädigen). Daher war es nicht möglich, eine sichere tägliche Aufnahmemenge zu bestimmen. In Tierversuchen wurde darüber hinaus nachgewiesen, dass einige dieser Substanzen Darmkrebs verursachen.

Diese Schlussfolgerungen stehen im Einklang mit früheren Bewertungen der pflanzlichen Quellen dieser Stoffe durch andere europäische und internationale Einrichtungen, darunter die Weltgesundheitsorganisation, die Europäische Arzneimittel-Agentur und zuletzt das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung.

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