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LABORPRAXIS-Newsticker 2024 Archiv der Meldungen aus dem LP-Newsticker 2024

Quelle: dpa 107 min Lesedauer

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Hier finden Sie vergangene Nachrichten aus der Laborbranche, Entdeckungen aus den Naturwissenschaften, Meldungen aus der Pharmaindustrie, der Energiepolitik und weitere branchenrelevante News aus dem Jahr 2024.

News-Archiv zu Nachrichten aus Labortechnik, Pharmaindustrie und den Naturwissenschaften(Bild:  ©viperagp - stock.adobe.com)
News-Archiv zu Nachrichten aus Labortechnik, Pharmaindustrie und den Naturwissenschaften
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Willkommen im Archiv des LABORPRAXIS-Newstickers. Hier können Sie durch die Meldungen der vergangenen Wochen und Monate stöbern. Die aktuellen News finden Sie im LABORPRAXIS-Newsticker.

10.12. – Fast 240.000 Todesfälle durch Feinstaub in der EU

Kopenhagen (dpa) 10:02 Uhr – Schätzungsweise mindestens 239.000 Todesfälle pro Jahr lassen sich in der EU auf eine zu hohe Feinstaubbelastung in der Luft zurückführen. 70.000 Todesfälle seien im Jahr 2022 einer Belastung mit Ozon sowie 48.000 mit Stickstoffdioxid zuzuschreiben, teilte die Europäische Umweltagentur EEA in einem neuen Bericht mit.

Die neuen Daten bestätigten einmal mehr, dass die Menschen in Europa mit Luftschadstoffkonzentrationen fertig werden müssten, die deutlich über den empfohlenen Werten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lägen, schrieb die in Kopenhagen ansässige EU-Behörde. Die Todesfälle hätten durch das Einhalten der WHO-Richtwerte vermieden werden können.

Die Veröffentlichung der neuen EEA-Daten fällt mit dem Inkrafttreten neuer EU-Richtlinien zusammen, die die Luftqualität in Europa weiter verbessern sollen. Die Vorschriften bringen die EU-Grenzwerte näher an die WHO-Standards heran und sollen die gesundheitlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung somit in den kommenden Jahren weiter drücken.

Weitere Infos: EEA: Harm to human health from air pollution in Europe: burden of disease status, 2024

Hier geht es zu den aktuellen Meldungen im LABORPRAXIS-Newsticker:

9.12. – WHO: „Krankheit X“ vielleicht Folge von Malaria oder Covid-19

Genf (dpa) 11:47 Uhr – Die mysteriöse „Krankheit X“ im Südwesten der Demokratischen Republik Kongo könnte nach einer Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO auch auf bekannte Ursachen zurückzuführen sein. Anhand der Symptome würden „werden akute Lungenentzündung, Influenza, COVID-19, Masern und Malaria als mögliche Ursachen in Betracht gezogen“, teilte die WHO mit.

In der abgelegenen Region Panzi in der Provinz Kwango seien inzwischen 406 Fälle gemeldet worden. 31 Menschen seien gestorben. Überwiegend seien Kinder betroffen, besonders unter Fünfjährige. Alle seien schwer unterernährt. Die Gesundheitsbehörden der betroffenen Provinz hatten schon vor Tagen von mehr als 130 verstorbenen Patienten gesprochen - anders als etwa im Bericht des dortigen Gesundheits-Krisenzentrums sind dabei auch Menschen erfasst, die ohne ärztliche Behandlung zu Hause starben, aber die gleichen Symptome aufwiesen.

„Malaria ist eine in diesem Gebiet weit verbreitete Krankheit, die möglicherweise die Fälle verursacht oder zu ihnen beiträgt“, berichtete die WHO. „Derzeit werden Labortests durchgeführt, um die genaue Ursache zu ermitteln. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es auch möglich, dass mehr als eine Krankheit zu den Fällen und Todesfällen beiträgt.“

Nach Angaben des kongolesischen Gesundheitsministers Roger Kamba sind die Behörden in höchster Alarmbereitschaft. Die Region ist sehr abgelegen. Neben der Zentralregierung hat auch die WHO Teams geschickt, um die Lage zu untersuchen.

9.12. – Lebensmittelprüfer: Räucherlachs-Qualität besser geworden

Schwerin (dpa/mv) 7:01 Uhr – Räucherlachs kann dem Schweriner Landwirtschaftsministerium zufolge bedenkenlos genossen werden. Die Qualität der Produkte im Handel habe sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, erklärte Minister Till Backhaus. Rund 90 Prozent der Proben, die in diesem und im letzten Jahr in Mecklenburg-Vorpommern untersucht wurden, wiesen demnach eine sehr gute mikrobiologische Qualität auf.

In drei Proben seien geringe Mengen des Krankheitserregers Listeria monocytogenes gefunden worden, sagte der SPD-Politiker weiter. Sie hätten aber keine Gesundheitsgefahr dargestellt. In früheren Jahren sei mitunter die Hälfte der Proben mit Keimen belastet gewesen. Getestet wurde den Angaben zufolge hauptsächlich eingeschweißte Ware, die überwiegend aus Polen stammte. Insgesamt wurden demnach 30 Proben genommen.

6.12. – Michael Grosse soll Sartorius führen

Göttingen (dpa) 19:23 Uhr – Michael Grosse soll ab kommenden Sommer die Geschäfte des Labor- und Pharmazulieferers Sartorius leiten. Der Aufsichtsrat habe den Manager am Freitag mit Wirkung zum 1. Juli 2025 zum Vorstandsvorsitzenden ernannt, teilte der Dax-Konzern nach Börsenschluss in Göttingen mit. Der derzeitige Konzernchef Joachim Kreuzburg hatte diesen Juli angekündigt, seinen bis November 2025 laufenden Vertrag nicht mehr verlängern zu wollen. Der Manager stand nach Konzernangaben mehr als 20 Jahre an der Spitze des Unternehmens.

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In den Jahren 2020 bis 2023 lenkte Grosse die Geschäfte beim Prozess- und Verpackungstechnikunternehmen Syntegon Technology, das 2019 aus der Bosch-Gruppe ausgegliedert worden war.

6.12. – Etwas weniger Ausbildungsplätze in Chemie- und Pharmabranche

Mainz (dpa/lrs) 13:46 Uhr – Die rheinland-pfälzischen Chemieunternehmen haben in diesem Jahr 1.308 Ausbildungsplätze angeboten. Darunter waren mehr als 1.000 duale Berufsausbildungsangebote und rund 130 Angebote für ein duales Studium, wie die Gewerkschaft IG BCE und der Arbeitgeberverband Chemie mitteilten.

Nach einem Allzeithoch in den Jahren 2022 und 2023 beim Angebot an Ausbildungsplätzen hätten sich die Betriebe nun an die schwierige Wirtschaftslage angepasst und die Stellen reduziert. Insgesamt gebe es in diesem Jahr fast sechs Prozent weniger angebotene Stellen. Dennoch seien rund zehn Prozent der Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben.

2024 sei erneut ein Großteil der ausgelernten Auszubildenden von ihren Betrieben übernommen worden, erklärten die Gewerkschaft und der Arbeitgeberverband: 95 Prozent seien demnach übernommen worden, 79 Prozent hätten gar einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten.

4.12. – Gemeinsame Forschung: NMI und KIT schließen Kooperationsvertrag

Tübingen (NMI) 11:00 Uhr – Das NMI Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Diese Partnerschaft vereint die Expertise beider Institutionen in den Bereichen Herstellung und Charakterisierung von Materialien für biologische Systeme und die Energiespeicherung sowie der Anwendung statistischer Methoden in der Medizin.

Die Zusammenarbeit wird sich auf mehrere zukunftsorientierte Forschungsfelder konzentrieren, zum Beispiel gemeinsame Forschung zu unterschiedlichen Formen der Analytik, 3D-Bioprinting, umweltfreundlichen Energiespeichern, Maßnahmen gegen Atemwegsinfektionen und KI-gestützter Diagnose von Eiweißen. Bereits in der Vergangenheit haben NMI und KIT gemeinsame Forschungsprojekte durchgeführt.

Ziel der Kooperation zwischen NMI und KIT ist es, an bedeutenden wissenschaftlichen und technologischen Fortschritten zu arbeiten, von denen beide Seiten profitieren.

2.12. – Erneut Klage gegen Biontech wegen Impfschäden abgewiesen

Hamburg (dpa) 10:14 Uhr – Das Landgericht Hamburg hat erneut eine Klage gegen den Corona-Impfstoffhersteller Biontech wegen möglicher Impfschäden abgewiesen. Die Klägerin habe nicht genügend ärztliche Unterlagen vorgelegt, um zu zeigen, dass der Wirkstoff geeignet ist, um diese Impfschäden auszulösen, sagte der Richter der Zivilkammer zur Urteilsverkündung.

Die Entscheidung ist nicht die erste in einem Hamburger Verfahren gegen Biontech. Im März war in der Hansestadt bereits eine ähnliche Klage gegen den Impfmittelhersteller abgewiesen worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Medizinerin hat einen Monat Zeit, um zu überlegen, ob sie Berufung gegen das Urteil einlegen möchte. Bundesweit sind dem Richter zufolge bereits rund 100 ähnliche Fälle verhandelt worden.

Die Hamburger Medizinerin hatte Biontech wegen möglicher Impfschäden nach drei Impfungen verklagt, weil sie eigenen Angaben zufolge seit und infolge der Impfung an Beschwerden wie Schmerzen im Oberkörper, Schwellungen der Extremitäten sowie Erschöpfung, Müdigkeit und Schlafstörungen leidet. Sie hatte ein Schmerzensgeld von mindestens 150.000 Euro gefordert.

2.12. – Bioinformatiker des Leibniz-Instituts DSMZ ist einer der meistzitierten Forschenden der Welt

Braunschweig (DSMZ) 10:02 Uhr – Bereits zum sechsten Mal in Folge ist Privatdozent Dr. Markus Göker vom Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH auf der Liste der weltweit meistzitierten Forscher im Bereich Mikrobiologie. Das geht aus der vom Informations- und Technologieunternehmen Clarivate veröffentlichten Liste der Highly Cited Researchers hervor. Diese Liste wird jährlich auf Basis der Publikationsdatenbank Web of Science erstellt.

Deutschlandweit zählt der Bioinformatiker zu den fünf Forschenden in diesem Bereich, deren Publikationen von anderen Forschenden am häufigsten als Referenz angegeben wurden. Er steht in der Kategorie Mikrobiologie als einziger Braunschweiger Wissenschaftler auf der Liste. Seine wissenschaftlichen Veröffentlichungen wurden innerhalb des letzten Jahres 2.870-mal als Quelle angegeben und gehören damit zu den Top ein Prozent der weltweit meistzitierten Publikationen.

In diesem Jahr wurde Markus Göker zusätzlich als Top Cited Scholar in den Bereichen Bakteriologie und Biochemische Verfahrenstechnik ausgezeichnet. Damit gehört er bei der zweiten Edition des Top Cited Scholars and Young Scholars-Bericht von Scilit zu den Forschenden, deren Publikationen weltweit am meisten Einfluss haben. Mit insgesamt 263 Forschenden gehört Deutschland zu den fünf besten Ländern auf dieser Liste.

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