Hamburg (Eppendorf) 11:11 Uhr – Der Aufsichtsrat der Eppendorf SE hat Dr. Christine Munz zur neuen CEO der Eppendorf Gruppe berufen. Sie tritt am 1. Oktober 2024 die Nachfolge von Dr. Wilhelm Plüster an, der nun planmäßig andere strategisch relevante Aufgaben im Unternehmen übernehmen wird.
Mit Munz erhalte Eppendorf eine führungsstarke, international erfahrene Vorstandsvorsitzende, sagte Philipp von Loeper, Aufsichtsratsvorsitzender der Eppendorf SE: „Sie ist eine ausgewiesene und kompetente Managerin mit einer langjährigen Erfahrung in der Life-Science-Branche. Gemeinsam mit dem globalen Management-Team wird Frau Dr. Munz die erfolgreichen Aktivitäten von Eppendorf weiter voranbringen und gezielt ausbauen.“
29.8. – Die Gewinner des 2024 Paper Award von Witec
Ulm (Witec) 14:08 Uhr – Forschende aus Großbritannien, den Niederlanden und Südkorea wurden für ihre Arbeiten in den Bereichen Zellbiologie, Biomineralisierung und Einzelphotonenemitter mit den Witec Paper Awards 2024 ausgezeichnet. Der Wettbewerb würdigt jedes Jahr drei hervorragende wissenschaftliche Publikationen aus aus einer Vielzahl von Beiträgen, in welchen Daten mit einem Witec Mikroskop erhoben wurden. Dies sind die prämierten Arbeiten:
Die Bewerbungsphase für den Award 2025 hat begonnen. Publikationen sind teilnahmeberechtigt, wenn sie im Jahr 2024 (in gedruckter Form oder online) in einer Peer-Review Fachzeitschrift veröffentlicht wurden und Daten enthalten, die mit einem Witec-Gerät aufgenommen wurden. Veröffentlichungen können bis zum 31. Januar 2025 als PDF an papers@WITec.de geschickt werden.
29.8. – BASF schließt Produktionsanlagen am Standort Ludwigshafen
Ludwigshafen (dpa/lrs) 17:18 Uhr – Der Chemiekonzern BASF will Produktionsanlagen in Ludwigshafen stilllegen und damit die Ertragskraft des Standorts verbessern. Das Unternehmen werde die Herstellung von Adipinsäure, Cyclododecanon (CDon) und Cyclopentanon (CPon) im Stammwerk stoppen, teilte BASF mit. Davon seien rund 180 Mitarbeitende betroffen, die nach Möglichkeit andere Aufgaben innerhalb des Konzerns übernehmen sollen.
Die Anlage für CDon und CPon sollen in der ersten Hälfte 2025 stillgelegt werden, die verbleibende Adipinsäureproduktion in Ludwigshafen wird im Laufe des Jahres 2025 geschlossen.
29.8. – Chemie steigert Forschungsetat, und warnt vor Konkurrenz
Frankfurt/Main (dpa) 10:31 Uhr – Die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie steigert erneut ihre Forschungsausgaben – warnt aber vor wachsender Konkurrenz aus dem Ausland. Im vergangenen Jahr stieg das Forschungsbudget der Branche um vier Prozent auf 15,5 Milliarden Euro (Vorjahr: 14,9 Mrd.), wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) schätzt. Vor allem in der Pharmaindustrie floss mehr Geld in die Forschung. Für 2024 erwartet der Verband noch ein leichtes Plus auf 15,8 Milliarden Euro.
Jedoch prognostiziert der VCI kaum Zuwächse bei den Forschungsbudgets im Inland und dafür steigende Investitionen im Ausland. Laut einer VCI-Umfrage wolle jedes dritte Unternehmen, das außerhalb Deutschlands forsche, dort die Gelder für Forschung und Entwicklung erhöhen.
Das Interesse an Forschung im Ausland mache den „Bedeutungsverlust des Chemieforschungsstandorts Deutschland“ deutlich, erklärte der VCI. Noch sei Deutschland der viertgrößte Chemieforschungsstandort nach den USA, China und Japan, doch die Wettbewerber holten auf. China und Südkorea etwa seien bei den Chemie- und Pharma-Patentanmeldungen an Deutschland vorbeigezogen.
Deutschland kranke an überbordender Bürokratie, langen Genehmigungsverfahren und komplizierten Projektfördersystemen, kritisierte der VCI. Es fehle eine Innovationsstrategie aus einem Guss. „Bei Ideen ist ‚Made in Germany‘ zwar top, ‚Moneymakers‘ sind diese Ideen aber im Ausland“, sagte Thomas Wessel, Vorsitzender des VCI-Forschungsausschusses.
Die Pharma- und Chemiebranche gibt traditionell viel Geld für Forschung aus – etwa an neuen Medikamenten oder Materialien für die Industrie. Rund 46.000 Menschen sind laut VCI in den Forschungslaboren der Branche tätig, knapp zehn Prozent der Beschäftigten.
29.8. – Bayer spendet Laborkapazitäten an Start-up
Monheim (Bayer) 9:00 Uhr – Das US-amerikanische Start-up Genvor Inc. hat das erste „Golden Ticket“ von Bayer gewonnen und erhält damit ein Jahr lang Zugang zu Laboren und Ausrüstung des amerikanischen Life Hubs California @AgStart. Experten und Mentoren aus dem globalen Innovationsnetzwerk von Bayer unterstützen Genvor beim Ausbau seiner Aktivitäten – ein wichtiger Bestandteil des Programms.
Stand: 08.12.2025
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Genvor arbeitet an biologischen Pflanzenschutzlösungen und an antimikrobiellen Peptiden (AMP), mit denen kleine Veränderungen im Genom vorgenommen werden können. Diese können vom Saatgut bis zum Spross die Resistenz gegenüber Krankheiten und die Nährstoffversorgung stärken. Damit möchte das Start-up eine erhöhte Resistenz gegenüber Krankheiten und eine bessere Nährstoffversorgung für Nutzpflanzen entwickeln.
Das „Golden Ticket“-Programm ist Teil des Open-Innovation-Netzwerks von Bayer. Start-ups aus aller Welt erhalten in diesem Netzwerk die Möglichkeit, mit Bayer zusammenzuarbeiten, um Innovationen für Landwirte zu beschleunigen. In seinem ersten Jahr konzentriert sich das Programm auf regenerative Landwirtschaft, neuartige Pflanzenschutzlösungen, fortgeschrittene Züchtungstechnologien und Anwendungen aus der synthetischen Biologie. Aus einem breiten Feld an Bewerbern wurde Genvor aufgrund seines hervorstechenden Ansatzes im Pflanzenschutz ausgewählt. Über den Life Hub California @AgStart von Bayer wird Genvor Zugang zu moderner Ausrüstung, Ressourcen und Mentoring erhalten und soll so seine Technologien zur Marktreife bringen können.
21.8. – Gold im Ecovadis-Nachhaltigkeitsranking für Pfeiffer Vacuum
Asslar (Pfeiffer Vacuum) 15:01 Uhr –Pfeiffer Vacuum, ein Mitglied der globalen Busch Group, wurde für seinen Standort in Asslar erneut mit der renommierten Ecovadis Medaille in Gold ausgezeichnet. Damit gehört das Unternehmen zu den besten zwei Prozent der Organisationen, die in den vergangenen zwölf Monaten vom weltweit größten Anbieter von Nachhaltigkeitsratings bewertet wurden. In der aktuellen Bewertung hat Pfeiffer Vacuum seinen hohen Standard weiter gesteigert und damit die Gesamtpunktzahl im Vergleich zum Vorjahr um acht Punkte erhöht.
Seit 2007 werden im Rahmen des Ecovadis-Rankings Unternehmen anhand einer Reihe von Nachhaltigkeitskriterien untersucht, darunter Umweltauswirkungen, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung. Mehr als 130.000 Unternehmen aus über 180 Ländern wurden bereits bewertet.
Hamburg (HU) 13:17 Uhr – Am 13. August 2024 öffnete das Institut für Hygiene und Umwelt (HU) die Türen seines Labors für Next Generation Sequencing (NGS), um die Methoden und Geräte des Hamburger Landeslabors vorzustellen. Das Institut setzt seine seltene Kombination aus modernsten Sequenziergeräten und hoher Bioinformatik-Expertise für die amtliche Überwachung ein. Dies ermöglicht eine schnellere und detailliertere Aufklärung von Infektionsketten und Lebensmittelfälschungen.
Mit der neuen Technologieplattform kann das Hamburger Landeslabor unter anderem die Quellen von lebensmittelbedingten Infektionen schneller identifizieren, indem gefundene Erreger aus Lebensmitteln und aus Proben von erkrankten Personen auf Basis ihres Genoms über NGS miteinander verglichen werden. Ein weiteres Einsatzgebiet dieser Technologie ist die Überprüfung der Zusammensetzung von verarbeiteten Lebensmitteln. Die so genannten Authentizitätsprüfungen von Lebensmitteln und deren Rohstoffen ist im Hinblick auf die Lebensmittelsicherheit und -täuschung relevant.
Im Sequenzierlabor des HU werden sowohl zielgerichtete Gesamtgenomsequenzierungen zur Typisierung von Krankheitserregern (EHEC, Salmonella, SARS-CoV-2, Influenza, usw.) durchgeführt, als auch nicht-zielgerichtete Sequenzanalysen von Mischproben (Metagenomics). Um Rückschlüsse auf den Erregertyp beziehungsweise die Authentizität der Lebensmittel zu erhalten, analysiert das HU die Daten bioinformatisch auf eigenen Hochleistungsrechnern mit hohem Digitalisierungsgrad.
Zur Ausstattung des HU gehören neben dem IT-Cluster auch Geräte der neuesten hochauflösenden Sequenziertechnologie sowie vollautomatisierte Laborgeräte zur Isolierung von Nukleinsäuren und der Herstellung von DNA-Bibliotheken. Aktuell wird ein weiteres Sequenziergerät beschafft, welches die Möglichkeiten des NGS-Labors bei der Anzahl der Proben sowie deren Fragestellung deutlich erweitern wird.
14.8. – Nur rund jede vierte Professur mit einer Frau besetzt
Bad Ems (dpa/lrs) 11:27 Uhr – In Rheinland-Pfalz ist nur rund jede vierte Professur mit einer Frau besetzt. Im vergangenen Jahr gab es an den Hochschulen und Universitäten im Land etwa 2.200 Professorinnen und Professoren, wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilte. Darunter waren nur 631 Frauen.
Die Zahl der Professorinnen stieg 2023 gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent, die Zahl der Professoren sank um 0,2 Prozent. „Obwohl die Zahl der Professorinnen in den vergangenen zehn Jahren um 54 Prozent wuchs, bestehen in diesen statushohen Positionen weiterhin deutliche Geschlechterunterschiede: Die Zahl der Professoren war mit landesweit rund 1.600 etwa zweieinhalbmal höher als die der Professorinnen“, hieß es weiter.
12.8. – Chemikalienhändler Brenntag warnt vor Gewinnrückgang
Essen (dpa) 22:25 Uhr – Der Chemikalienhändler Brenntag streicht seine Jahresziele infolge harter Konkurrenz und Preisdruck zusammen. Für das laufende Jahr dürfte der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (operatives Ebita) auf 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro fallen, teilte das Dax-Unternehmen überraschend am Montagabend in Essen mit.
Bislang hatte der Vorstand das untere Ende der Spanne von 1,23 bis 1,43 Milliarden Euro angepeilt. Mit den neuen Zielen erwartet Brenntag nun einen Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert. In den vergangenen Monaten - insbesondere im Juli - sei der Wettbewerb intensiver geworden, hieß es zur Begründung. „Daher rechnet Brenntag in der zweiten Jahreshälfte nicht mehr mit einer Verbesserung des Rohertrags pro Mengeneinheit, sondern eher mit einer stabilen Entwicklung auf Gruppenebene.“
Im zweiten Quartal rutschte das operative Ergebnis (Ebita) um gut ein Zehntel auf 297 Millionen Euro ab. Damit ergibt sich für das erste Halbjahr ein Wert von rund 557 Millionen Euro nach 677 im Jahr zuvor. Den Halbjahresbericht will der Vorstand wie geplant am Dienstag vorlegen. Die Brenntag-Aktie verlor auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion mehr als vier Prozent.
8.8. – Bundesinstitut: Vorsicht bei melatoninhaltigen Mitteln
Berlin (dpa) 16:54 Uhr – Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Melatonin zur Vorsicht. Insbesondere Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendlichen sowie Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sollten diese nicht eigenständig und unkontrolliert nehmen, wie das Institut mitteilte. Gerade eine Einnahme über einen längeren Zeitraum könne unerwünschte gesundheitliche Effekte haben, wie die Bewertung der vorhandenen wissenschaftlichen Daten gezeigt habe.
Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das unter anderem den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. In den vergangenen Jahren hat das Produktspektrum in Drogerien und im Internet deutlich zugenommen. Die Produkte sollen das Einschlafen erleichtern. Bei einem Teil der erhältlichen Mittel, die als Spray, Kapseln, Tropfen, Pulver oder Weichgummis angeboten werden, übersteige die empfohlene Tagesdosis an Melatonin die übliche Dosierung zugelassener melatoninhaltiger Arzneimittel, so das BfR.
Unerwünschte Folgen einer Melatonineinnahme können demnach ausgeprägte Tagesmüdigkeit, verringerte Aufmerksamkeit oder verlängerte Reaktionszeiten sein, was ein Unfallrisiko darstellen könne. „Andere mögliche unerwünschte Effekte im Zusammenhang mit der Einnahme von Melatonin umfassen unter anderem Kopfschmerzen, Blutdruckabfall, Reduktion der Körpertemperatur, Albträume, Kraftlosigkeit und Gangunsicherheit.“
Auch beeinflusse Melatonin den Blutzuckerspiegel. Daraus ergebe sich die Frage, ob eine langfristige Einnahme das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen könne. Das BfR weist jedoch auch darauf hin, dass gesundheitliche Risiken insbesondere der Langzeitanwendung bisher nur unzureichend untersucht seien.
6.8. – Stimmung in der Chemieindustrie sinkt weiter
München (dpa) 10:23 Uhr – Das Geschäftsklima in der deutschen Chemieindustrie sinkt weiter ins Negative. Der vom Ifo-Institut erhobene Indikator sank im Juli auf minus 10,5 Punkte. Im Juni hatten die Münchner Wirtschaftsforscher noch einen Stand von minus 4,5 Punkten gemeldet. „Die Chemie befindet sich im Sog der allgemeinen konjunkturellen Abkühlung“, sagt Expertin Anna Wolf. „Hoffnungen auf eine Wiederbelebung der Nachfrage haben sich nicht erfüllt.“
Sowohl die aktuelle Lage als auch die Aussichten wurden im Juli deutlich negativer bewertet, zudem sei die Nachfrage weiter zurückgegangen und der Auftragsbestand werde niedriger eingeschätzt, hieß es vom Ifo. Als Folge würden die Unternehmen ihre Produktion weiter verringern und planten für die kommenden Monate mit deutlichen Personalkürzungen. „Immer mehr Chemieunternehmen in Deutschland sind im internationalen Wettbewerb preislich unterlegen. Das liegt nicht nur an den Energiekosten“, sagt Wolf. „Auch aufwendige Bürokratie belastet die ohnehin hohen Arbeitskosten. Damit verliert der Standort Deutschland für die Chemie zunehmend an Attraktivität.“
5.8. – Chemikalien in Wildschweinleber: Amt rät von Verzehr ab
Koblenz (dpa) 11:43 Uhr – Experten warnen in Rheinland-Pfalz vor dem Verzehr von Wildschweinleber, weil die Innereien der Tiere stark mit gesundheitsschädlichen Chemikalien belastet sind. Es gehe um PFAS genannte Chemikalien, teilte das Landesuntersuchungsamt mit. Die Vermarktung und die Weiterverarbeitung in anderen Produkten sei untersagt, teilte die Behörde mit. Auch in anderen Regionen Deutschlands könnten die Lebern der Tiere belastet sein.
PFAS sind eine große Gruppe von synthetischen Chemikalien, die weit verbreitet sind - unter anderem in der Umwelt, im Trinkwasser und in der Nahrung. Sie tragen auch den Namen Ewigkeitschemikalien. „Von den relativ wenigen gut untersuchten PFAS gelten die meisten als mittel- bis hochtoxisch, vor allem für die Entwicklung von Kindern“, schreibt die Europäische Umweltagentur.
Nach Angaben des Landesuntersuchungsamtes wurden 30 Leberproben und 30 weitere Fleischproben von Wildschweinen untersucht, die in Rheinland-Pfalz erlegt wurden. Alle Lebern überschritten demnach den EU-weit gültigen Höchstgehalt für PFAS. „Das Fleisch von Wildschweinen hingegen ist hinsichtlich PFAS gesundheitlich unbedenklich“, schreibt das Amt. PFAS-Werte der untersuchten Fleischproben lagen in der Regel deutlich unterhalb der Grenze.
Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung trägt schon der Verzehr von einer Portion Wildschweinleber im Jahr erheblich zur Aufnahme von PFAS bei. Für Menschen, die einmal im Jahr eine solche Leber essen, bestehe demnach eine „mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit für gesundheitliche Beeinträchtigungen“.
Das Bundesamt bezieht sich bei seiner Einschätzung auf Ergebnisse aus Schleswig-Holstein, geht aber davon aus, dass die Werte keine regionale Besonderheit sind. Im Rest von Deutschland könnten sie demnach ähnlich sein.
3.8. – Ministerin will mehr Forschung an Embryonen und Stammzellen
Berlin (dpa) 11:06 Uhr – Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger will mehr Forschung an Embryonen und Stammzellen ermöglichen. Die FDP-Politikerin setzt sich für die Überarbeitung des mehrere Jahrzehnte alten rechtlichen Rahmens ein. „Denn angesichts der rasanten Fortschritte in der Zellbiologie und der medizinischen Forschung - auch im internationalen Vergleich - ist er nicht mehr zeitgemäß“, heißt es in einem Papier ihres Ministeriums, über das zuerst die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtete.
Das Impulspapier unter dem Titel „Offensive für Technologieoffenheit“ wurde demnach an verschiedene Forschungsinstitutionen versandt und soll eine Debatte über mehr Freiräume in der Wissenschaft anstoßen. Es gebe eine Reihe von Gesetzen, die Innovation und technologischen Fortschritt in Deutschland hemmten, heißt es darin. Aktuell liege der Fokus zu häufig auf Risiken und Bedenken, die Analyse von Chancen und Perspektiven spiele eine Nebenrolle.
So setzten etwa das Embryonenschutzgesetz und das Stammzellgesetz deutschen Forschern zu enge Grenzen. Auch Kernfusion könne nicht den gleichen strengen Regeln unterliegen wie die viel riskantere Kernspaltung. „Deshalb sollte schnellstmöglich mit den Vorbereitungen zur Erarbeitung eines Fusionsgesetzes begonnen werden.“ Auch Rahmenbedingungen für den Einsatz von künstlicher Intelligenz müssten vereinfacht werden.
3.8. – Helmholtz-Zentrum für Alternsforschung lässt auf sich warten
Mainz (dpa/lrs) 3:36 Uhr – Mainz hofft schon lange auf ein Helmholtz-Zentrum für Alternsforschung - noch immer ohne ersichtlichen Erfolg. „Mainz ist bereit und steht in den Startlöchern“, sagte der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch im Redaktionsgespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Das Bundesforschungsministerium treffe die Entscheidung wissenschaftsgeleitet, hatte der SPD-Politiker vor rund einem Jahr gesagt - und noch 2023 auf Klarheit gehofft.
FDP-Landtagsfraktionschef Philipp Fernis sagte der dpa: „Ich bin überzeugt, dass die Bundesregierung dieses Zentrum noch in dieser Wahlperiode auf die Schiene setzt. Und zwar in Mainz.“ Zuständig ist das FDP-geführte Bundesforschungsministerium von Bettina Stark-Watzinger.
Die aktuelle Haushaltssituation sei zu berücksichtigen, sagte eine Sprecherin des Ministeriums in Berlin auf Anfrage. „Derzeit sind daher noch keine Angaben zu einem möglichen Standort, dem Zeitpunkt der Gründung eines Zentrums, zum Finanzierungskonzept und der detaillierten inhaltlichen Ausrichtung möglich.“
Die „inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitungen zum Start des Gründungsprozesses eines entsprechenden Forschungszentrums“ liefen, sagte die Sprecherin weiter. Dieser Prozess solle mit einer Konzeptphase beginnen, in der ein Modell für ein Zentrum ausgearbeitet und im Anschluss unabhängig wissenschaftlich begutachtet werde.
Im Koalitionsvertrag der Bundesampel für 2021 bis 2025 heißt es dazu: „Deutschland hat die Chance, zum international führenden Biotechnologie-Standort zu werden. Durch den ersten mRNA-Impfstoff aus Mainz hat unser Land weltweite Sichtbarkeit erlangt.“ Damit sei eine Leitfunktion für die wissenschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung der Biotechnologie verbunden.