30.10. – Landeslabor: Fast jede siebte Lebensmittelprobe mit Mängeln
Berlin/ Potsdam (dpa/bb) 12:02 Uhr – Im vergangenen Jahr hat das Landeslabor Berlin-Brandenburg in fast jeder siebten Lebensmittelprobe (rund 15,3 Prozent) Mängel nachgewiesen. Insgesamt wurden für die beiden Bundesländer rund 28.000 Lebensmittelproben untersucht, wie es im Jahresbericht für das Jahr 2023 heißt. Der Großteil der Beanstandungen geht demnach auf Mängel oder Verstöße bei der Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln zurück.
Am häufigsten betroffen waren den Angaben zufolge so genannte Lebensmittel für besondere Ernährungsformen. Dazu zählen Nahrungsergänzungsmittel und Nahrung für Säuglinge und Kleinkinder. „Hier spielen – insbesondere bei Nahrungsergänzungsmitteln – auch unzulässige oder nichtzutreffende gesundheitsbezogene Angaben eine Rolle“, wie die Landeslabore mitteilen.
Die Ergebnisse seien allerdings nicht repräsentativ für die allgemeine Qualität von Lebensmitteln, da Proben mit einem höheren Risiko für Beanstandungen häufiger untersucht würden.
30.10. – EU-Behörde findet schädliche Chemikalien in Kosmetika
Helsinki (dpa) 10:57 Uhr – Fast 300 auf dem europäischen Markt erhältliche Kosmetikprodukte enthalten gesundheitsgefährdende oder umweltschädliche Chemikalien. Das geht aus einem Bericht der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) hervor. Die EU-Behörde mit Sitz in Helsinki fand unter anderem in Eyelinern und Liplinern sowie in Haarspülungen und Haarmasken Inhaltsstoffe, die in solchen Produkten verboten sind, weil sie in der Umwelt nur langsam abgebaut werden oder im Verdacht stehen, der Fruchtbarkeit zu schaden oder krebserregend zu sein.
Die ECHA hat im Zeitraum von November 2023 bis April 2024 knapp 4.500 Kosmetika in 13 europäischen Ländern untersucht - unter anderem in Deutschland, Österreich, Dänemark und Italien. Dabei haben sich die Fachleute vor allem die Liste der Inhaltsstoffe angesehen.
285 der untersuchten Produkte - rund 6 Prozent - enthielten dem Bericht zufolge gefährliche Chemikalien. Dabei handelte es sich hauptsächlich um die Stoffe Perfluorononyl Dimethicone und Decamethylcyclopentasiloxan, auch D5 oder Cyclopentasiloxane genannt.
Der erstgenannte Stoff gehört zu den PFAS-Chemikalien. Diese werden auch Ewigkeitschemikalien genannt, weil sie sich in der natürlichen Umwelt nicht abbauen.
Die Chemikalienagentur rät Verbraucherinnen und Verbrauchern, die Liste der Inhaltsstoffe bei Kosmetika auf die oben genannten Chemikalien hin zu überprüfen. Die Behörde unterstrich, dass die gefährlichen Stoffe in Produkten sämtlicher Preiskategorien gefunden wurden.
Ludwigshafen (dpa) 8:44 Uhr – Der weltgrößte Chemiekonzern BASF schraubt die Erwartungen für das laufende Jahr nach unten. Derzeit werde für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereffekten (bereinigtes Ebitda) das untere Ende der prognostizierten Bandbreite von 8,0 bis 8,6 Milliarden Euro erwartet, wie der Dax-Konzern in Ludwigshafen mitteilte. Analysten rechnen im Schnitt mit einem operativen Gewinn von 7,9 Milliarden Euro. BASF kämpfe unter anderem mit sinkenden Preisen.
Im dritten Quartal verharrte der Umsatz mit 15,7 Milliarden Euro auf dem Vorjahresniveau. Analysten hatten mit etwas weniger Erlös gerechnet. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn legte um fünf Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zu. Das war etwas weniger, als Analysten erwartet hatten. Hier profitierte der Konzern von seinen Sparmaßnahmen. Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre ein Gewinn von 287 Millionen Euro - nach einem Verlust von 249 Millionen Euro ein Jahr zuvor.
Der Chemiekonzern kämpft mit einem weitreichenden Umbau gegen hohe Energiekosten und die schwache Wirtschaftsentwicklung. Mit einer neuen Strategie will der neue Vorstandschef Markus Kamieth den angeschlagenen Chemieriesen profitabler machen. Das Stammwerk Ludwigshafen steht erneut vor Einschnitten: Weitere Chemieanlagen könnten geschlossen werden, wie BASF zum Kapitalmarkttag Ende September mitteilte. Zugleich sollen Geschäftsteile verkauft werden und die Agrarsparte an die Börse gehen.
24.10. – Versteckte Gesundheitsrisiken durch Umwelthormone?
Sulzbach (IBMT) 9:29 Uhr – Das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT ist mit seiner langjährigen Expertise in Zellmodellen und Toxikologie an einem neuen EU-geförderten Projekt zu Gesundheitsrisiken endokriner Disruptoren beteiligt. Umwelthormone sind chemische Substanzen, die ähnlich wie körpereigene Hormone wirken können. Gelangen sie in den Organismus, greifen sie in das Hormonsystem und damit verbundene Körperprozesse ein. Welche gesundheitlichen Risiken daraus folgen können, soll das im Januar 2024 gestartete internationale Forschungsprojekt „Endomix“ aufklären. Darüber hinaus wollen die Forscher Empfehlungen erarbeiten, wie Belastungen mit Alltagschemikalien mit hormonähnlicher Wirkung gesenkt und auf diese Weise mögliche Gesundheitsrisiken reduziert werden können.
Stand: 08.12.2025
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Die Basis für das Forschungsvorhaben bilden mehrere europäische Kohortenstudien. Damit steht ein wertvoller Datenschatz zur Verfügung. Da die biologischen Proben der Teilnehmenden bereits chemisch analysiert sind, ist dem Forschungsteam bekannt, welchen Umwelthormonen welche Personen zu welchem Zeitpunkt ausgesetzt waren. In einem ersten Schritt wollen die Forscher herausfinden, welche Gemische von endokrinen Disruptoren – so wie sie tatsächlich in den Bioproben der Probanden vorkommen – besonders starke gesundheitsrelevante Effekte hervorrufen können. Dafür nutzen sie computerbasierte Modellierungsverfahren sowie tierversuchsfreie Hochdurchsatz-Zellkulturversuche.
Die Mischungen, die besonders starke Wirkungen zeigen, werden für weiterführende Untersuchungen genutzt, um Ansatzpunkte, molekulare Zusammenhänge und betroffene Stoffwechselwege besser zu verstehen. Dabei werden unter anderem verschiedene In-vitro-, In-vivo- und In-silico-Verfahren sowie moderne OMICS-Technologien um Einsatz kommen.
22.10. – BASF und Fraunhofer IPMS feiern zehnjährige Zusammenarbeit
Ludwigshafen (BASF) 9:30 Uhr – BASF und das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS blicken auf zehn erfolgreiche Jahre Zusammenarbeit zurück. Gemeinsam haben sie im Rahmen ihres „BASF Plating-Lab“ an maßgeschneiderten Lösungen im Bereich der Halbleiterproduktion und Chipintegration gearbeitet. Im Rahmen von Pilotversuchen am Center Nanoelectronic Technologies (CNT) des Fraunhofer IPMS werden Strategien entwickelt und umgesetzt, um Materialien und Technologien in der Halbleiterintegration effizienter und kostengünstiger zu gestalten.
„Mit unserer Kooperation adressieren wir die wachsenden Herausforderungen im Markt und ermöglichen so neue Technologien im Bereich Interconnect und Packaging“, erklärt Dr. Lothar Laupichler, Senior Vice President, Electronic Materials bei BASF.
In den vergangenen zehn Jahren haben die Projektpartner über 12.000 Prozessstarts realisiert. Im Juni 2014 begründeten das Chemieunternehmen und das Forschungsinstitut die Zusammenarbeit im Rahmen der am CNT eröffneten Screening-Fab. Das Fraunhofer IPMS stellt der BASF dafür seine 300-mm-Reinrauminfrastruktur zur Verfügung. Auch Kunden und Partner profitieren vom Silicon Saxony-Netzwerk, in dem das Institut angesiedelt ist. Es ermöglicht die Einbindung weiterer lokaler Einrichtungen, wie der Dresdner Niederlassung des Fraunhofer-Instituts IZM-Assid, oder direkte Prozessentwicklungen speziell für die globalen Industriepartner des Fraunhofer IPMS (Bosch, Infineon, Global Foundries). Das neu gegründete Forschungszentrum Ceasax (Center for Advanced CMOS and Heterointegration Saxony) wird es ermöglichen, noch enger an anwendungsorientierten Lösungen zu arbeiten, insbesondere im Hinblick auf die Heterointegration von Mikrosystemen.
22.10. – Führende Rolle deutscher Universitäten bei akademischen Patenten in Europa
München (EPA) 9:07 Uhr –Erfindungen in Bereichen wie Impfstoffe, der mRNA-Forschung, Materialwissenschaften oder auch die Fortschritte in der Lasertechnologie – alle verdanken sie ihre Existenz der Hochschulforschung. Ein neuer, vom Europäischen Patentamt (EPA) veröffentlichter Bericht zeigt: Die Zahl der Patentanmeldungen für Erfindungen, die ihren Ursprung an europäischen Universitäten haben, nahm in den letzten zwei Jahrzehnten zu und macht heute 10,2 % aller Patente aus, die von europäischen Anmeldern beim EPA eingereicht werden.
Im europaweiten Top-25-Ranking der indirekten Anmeldungen befinden sich 12 deutsche Unternehmen und Organisationen, darunter die Fraunhofer Gesellschaft sowie Firmen wie Siemens, Bosch, Evonik und Knorr Bremse.
Einige Kernerkenntnisse aus der Studie sind die folgenden:
An der Spitze des Länder-Rankings stehen Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich. Die Hälfte aller universitären Patentanmeldungen beim EPA kommen von einer kleinen Gruppe europäischer Top-Hochschulen (5 %).
Die Zahl der Patentanmeldungen für Erfindungen, die ihren Ursprung an europäischen Universitäten haben, macht heute 10,2 % aller Patente aus, die von europäischen Anmeldern beim EPA eingereicht werden.
6% aller europäischen Patentanmeldungen aus Deutschland entstammen der Hochschulforschung – 190 deutsche Universitäten standen zumindest bei einer Patentanmeldung beim EPA am Ursprung.
Die TU München ist für die höchste Zahl akademischer Patente verantwortlich, die zwischen 2000 und 2020 beim EPA angemeldet wurden, gefolgt von der Universität Erlangen-Nürnberg und der Freien Universität Berlin.
Zwei Drittel aller Patentanmeldungen, die in den letzten zwei Jahrzehnten aus Hochschulen stammten, wurden nicht direkt von diesen selbst eingereicht, sondern von anderen Organismen, meist Unternehmen. 30 % dieser Anmeldungen entfielen allein auf kleine und mittelständische Unternehmen.
Die europäischen Universitäten haben die Patentierung ihrer akademischen Erfindungen erheblich verstärkt: Der Anteil stieg von 24 % aller akademischen Patentanmeldungen im Jahr 2000 auf 45 % im Jahr 2019. Das weist auf einen deutlichen Wandel in Strategie und Politik der Universitäten im Bereich des geistigen Eigentums hin.
17.10. – Merck setzt auf KI - Ziele für Pharmasparte eingedampft
Darmstadt (dpa) 9:22 Uhr – Der Darmstädter Merck-Konzern dampft nach zwei Flops bei wichtigen Medikamentenkandidaten seine Ambitionen für sein Pharmageschäft ein. Das Dax-Unternehmen ist jedoch zuversichtlich, nach dem Corona-Boom und einem deutlichen Gewinnrückgang 2023 mittelfristig wieder zu wachsen. Dabei will Merck dank des aktuellen Aufschwungs von KI-Anwendungen von mehr Dynamik in seiner Elektroniksparte mit Halbleitermaterialien profitieren. Das teilte der Konzern anlässlich eines Kapitalmarkttags in Darmstadt mit.
In der Elektroniksparte, die Merck zuletzt durch eine Übernahme gestärkt hatte, soll mittelfristig der Umsatz im Schnitt jährlich um fünf bis neun Prozent wachsen – statt der ursprünglich geplanten drei bis sechs Prozent.
Dem Pharmageschäft traut Merck dagegen auf mittlere Sicht nur noch ein leichtes jährliches Umsatzplus zu – statt wie bisher ein mittlerer einstelliger Zuwachs. Zuletzt musste der Konzern nach gescheiterten Medikamententests seine Hoffnungen auf das Krebsmittel Xevinapant und Evobrutinib gegen Multiple Sklerose begraben. Auch im Laborgeschäft sinken wegen geringerer Erwartungen an das China-Geschäft die mittelfristigen Ambitionen.
Die Prognose für das laufende Jahr bekräftigte Vorstandschefin Belen Garijo. Merck hatte im Sommer sein Gewinnziel wegen guter Geschäfte mit Krebsmedikamenten und einer Erholung bei Halbleitermaterialien für KI-Anwendungen angehoben. Übernahmen blieben ein fester Bestandteil der Merck-Strategie, sagte Garijo. Für größere Zukäufe liege der Fokus auf dem Laborgeschäft. Merck wolle zudem mehr in Lizenzverträge bei Arzneikandidaten investieren.
17.10. – Zecken in der Stadt auch in der kalten Jahreszeit aktiv
München (dpa) 5:01 Uhr – Stadtbewohner sollten sich nach einem Aufenthalt draußen einem Experten zufolge das ganze Jahr über nach Zecken absuchen. „Zecken sind in der Stadt unter geeigneten Bedingungen das ganze Jahr über aktiv“, sagt Gerhard Dobler vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München.
Dobler und sein Team sammeln seit 2022 in Risikogebieten Zecken ein, um diese auf FSME-Viren und andere Erreger zu untersuchen. Anfang Oktober seien dabei im Nymphenburger Park in München mehr als 200 aktive Zecken gefunden worden, sagt Dobler. Bei Untersuchungen in zwei anderen Gebieten außerhalb Münchens und in der Oberpfalz fanden die Fachleute in dem Zeitraum dagegen deutlich weniger aktive Zecken.
Den Grund für die länger aktiven Zecken in München sieht Dobler darin, dass es in Städten in der Regel wärmer ist als außerhalb. „Was wir da sehen, ist vielleicht etwas, das uns wegen der Klimaerwärmung in zehn bis zwanzig Jahren auch außerhalb von Städten droht“, meint Dobler. Die Ergebnisse aus München hält er für übertragbar auf andere Parks in Städten, die wie der Nymphenburger Park einen alten Baumbestand haben und in denen viele Wildtiere als potenzielle Zecken-Wirte unterwegs sind.
In den in München eingesammelten Zecken entdeckten die Fachleute zahlreiche Erreger, darunter nicht nur FSME-Viren, sondern auch Borrelien sowie Bakterien, die Fleckfieber und Hasenpest verursachen können. Zecken seien Infektionsträger, betont Dobler. Wer sich draußen aufhalte, sollte sich deshalb immer möglichst vor Zeckenstichen schützen und später absuchen. Dasselbe gelte für Hunde.
16.10. – Aus „Pfeiffer Vacuum“ wird „Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions“
Asslar (Pfeiffer Vacuum) 8:52 Uhr – Pfeiffer Vacuum hat die Einführung seines neuen Namens und überarbeiteten Logos bekannt gegeben. Das Rebranding des Unternehmens zu Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions spiegelt das umfassende Portfolio von Pfeiffer als Komplettanbieter für Vakuumlösungen ebenso wie für Halbleiter-Fertigungslösungen wider. Das aktualisierte Logo enthält eine stilisierte Darstellung des Rotor- und Statorblatts einer Turbopumpe und steht damit für den Innovationsgeist, der das Unternehmen seit jeher auszeichnet und die Vakuumindustrie auch in Zukunft maßgeblich prägen wird, heißt es in einer Pressemeldung.
Die Einführung des neuen Namens und Logos markiert das siebzigste Jubiläum der ersten großen Innovation des Unternehmens: Zwischen 1954 und 1955 entwickelte Pfeiffer die Turbomolekular-Vakuumpumpe. Als Teil der Busch Group ist Pfeiffer heute ein weltweit führender Anbieter von Lösungen für Hoch- und Ultrahochvakuum-Technologie mit einem umfangreichen Produktportfolio, das auch Leckdetektoren, Mess- und Analysegeräte sowie Vakuumkomponenten, -kammern und -systeme umfasst.
14.10. – Luftverschmutzung: Neue Grenzwerte für Schadstoffe in der EU
Brüssel (dpa) 13:39 Uhr – Im Kampf gegen Luftverschmutzung gelten in der EU künftig strengere Grenz- und Zielwerte für verschiedene Schadstoffe.
Die EU-Länder nahmen entsprechende Vorgaben in Luxemburg an, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Neue Obergrenzen gelten unter anderem für Feinstaub, Stickstoffdioxid (NO2) und Schwefeldioxid (SO2). Das Europaparlament hatte argumentiert, beide Schadstoffe hätten einen besonders großen Einfluss auf die Gesundheit. Die neuen Regeln sollen unter anderem dazu führen, dass weniger Menschen aufgrund von Luftverschmutzung frühzeitig sterben. EU-Bürger haben demnach auch Ansprüche auf Schadenersatz, wenn sie durch zu hohe Schadstoffwerte erkranken.
Die Bestätigung durch den Rat der Europäischen Union war der letzte notwendige Schritt hin zum neuen Regelwerk. Zuvor hatte bereits das Europaparlament grünes Licht für die neuen Grenzwerte gegeben. Die Regeln müssen nun noch im EU-Amtsblatt veröffentlicht werden, damit sie in Kraft treten können. Die Länder haben dann zwei Jahre Zeit, sie in nationale Gesetze zu gießen. Spätestens ab 2030 dürfen die EU-Staaten die neuen Grenzwerte laut Mitteilung dann nicht mehr reißen – unter gewissen Umständen ist aber eine Fristverlängerung möglich.
Laut EU-Schätzungen verursacht Luftverschmutzung jährlich den frühzeitigen Tod von rund 300.000 Menschen. Damit bleibe es das größte von Umweltbedingungen ausgehende Gesundheitsrisiko.
10.10. – Alexandra Knauer: „Berliner Familienunternehmerin des Jahres 2024“
Berlin (Knauer) 15:37 Uhr – Die Chefin des Berliner Herstellers von Hightech-Laborinstrumenten Knauer wurde vom Verein „Die Familienunternehmer“ am 8. Oktober im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung im Soho House Berlin ausgezeichnet. Der Regionalkreis Berlin des Vereins, der sich als Interessenvertretung der über 180 Tausend Familienunternehmen in Deutschland versteht, ehrt mit diesem Preis seit über einer Dekade jährlich eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit der Hauptstadt. Die Verleihung stand unter dem Motto „Innovationen und Nachhaltigkeit im Familienunternehmen: Verantwortung für die Zukunft übernehmen“.
Sebastian Pleschinger, Berliner Regionalkreisvorsitzender von „Die Familienunternehmer“ würdigte Alexandra Knauers Leistungen angesichts der Verleihung ebenso wie die Laudatorin Heike Hanspach von „Berlin Partner“. Alexandra Knauer gelinge es in besonderer Weise, das von Ihren Eltern Roswitha und Dr. Herbert Knauer 1962 gegründete mittelständische Unternehmen nicht nur erfolgreich in einem umkämpften Markt zu behaupten, sondern gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit im Geschäftsalltag aktiv zu leben. Die ausgezeichnete Unternehmerin sorge auch für ein Arbeitsumfeld, das eine kreative Zusammenarbeit fördert. Außerdem teile sie ihre Erfahrungen gern mit anderen Unternehmerinnen und Unternehmern.
Besonders hervorgehoben wurden die von Knauer während der Corona-Pandemie neu entwickelten Anlagen zur Herstellung von Lipid-Nanopartikeln für mRNA-Impfstoffe. Bis dahin existierten nur Systeme für den kleinen Labormaßstab. Dem Team von Knauer gelang in kürzester Zeit unter Einsatz ihrer Hochdruckpumpen-Technologie eine Skalierung für die Pharmaproduktion. Mit dieser Entwicklung konnte sich das Unternehmen neben seinem bisherigen Haupttätigkeitsgebiet der Flüssigkeitschromatografie ein neues Geschäftsfeld mit großem Potenzial für die Zukunft erschließen.
10.10. – Genomsequenzierung: Privatversicherte erhalten Zugang zu moderner Diagnostik und Behandlung
Köln (ots) 10:42 Uhr – Die private Krankenversicherung (PKV) beteiligt sich an einem Modellvorhaben zur Genomsequenzierung. Damit bietet sie ihren Versicherten mit seltenen Krankheiten und Krebserkrankungen Zugang zu dieser modernen Versorgung.
Die Genanalyse hat in der modernen Medizin rasant an Bedeutung gewonnen. Mithilfe der Genomsequenzierung lassen sich heute genetische Informationen entschlüsseln und dadurch Diagnosen und die Behandlung von bestimmten Krankheiten entscheidend verbessern. Um den Privatversicherten den Zugang zur Genommedizin auf Grundlage hoher Qualitätsstandards zu ermöglichen, beteiligt sich die Private Krankenversicherung ab dem 1. September 2024 am Modellvorhaben zur Genomsequenzierung des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands und des GKV-Spitzenverbands.
Von den Möglichkeiten der genetischen Analysen profitieren Patienten mit seltenen Erkrankungen und fortgeschrittenen oder komplexen Krebserkrankungen. Viele seltene Erkrankungen haben eine genetische Ursache, die mit den modernen, umfänglichen Analysen des gesamten Genoms aufgedeckt werden können. „In manchen Fällen gibt es auch schon spezifische Behandlungsansätze und den Patienten bleiben damit oft jahrelange diagnostische Odysseen erspart. Für manche Krebspatienten kann die Genanalyse eine zielgerichtete Therapie mit deutlicher Verbesserung ihrer Heilungschancen bedeuten“, sagt der Medizinische Leiter beim PKV-Verband, Dr. Norbert Loskamp, zu den Vorteilen der Genomsequenzierung.
Das Modellvorhaben Genomsequenzierung soll neben der Patientenversorgung auch die genomische Forschung voranbringen. Mit der Einwilligung der Patienten stehen die aus den Behandlungen gewonnenen Daten der Genanalysen auch für die zukünftige medizinische Forschung zur Verfügung.
München (dpa) 9:59 Uhr – Das Geschäftsklima in der deutschen Chemieindustrie hat sich weiter eingetrübt. Die vom Ifo-Institut befragten Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage im September mit minus 9,3 Punkten, die Geschäftserwartungen mit minus 17,8 Punkten. „Dabei belasten sowohl konjunkturelle als auch strukturelle Faktoren die Unternehmen in der Chemie“, sagt Ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.
Die Stimmung in der deutschen Industrie ist auf dem niedrigsten Wert seit Juni 2020. Dadurch ist die inländische Nachfrage nach chemischen Produkten zurückgegangen, der Auftragsmangel hat sich verschärft. Die Unternehmen haben ihre Produktion zurückgefahren und ihre Produktionspläne nach unten revidiert. Die Exporterwartungen sind verhalten. Infolge der schwachen Nachfrage muss die Mehrheit der Unternehmen ihre Preise senken, die Erträge bewerteten sie zunehmend kritisch. „Die Unternehmen kämpfen darüber hinaus mit der Energiewende, aufwendiger Bürokratie und steigenden Arbeitskosten“, sagt Wolf.
7.10. – Medizin-Nobelpreis an Genregulations-Forscher
Stockholm/Berlin (dpa) 11:49 Uhr – Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an die US-Amerikaner Victor Ambros und Gary Ruvkun für die Entdeckung der microRNA und ihrer Rolle bei der Genregulierung. Das teilte das Karolinska-Institut in Stockholm mit.
Die beiden Forscher hätten ein grundlegendes Prinzip zur Steuerung der Genaktivität entdeckt, hieß es. „Ihre bahnbrechende Entdeckung offenbarte ein völlig neues Prinzip der Genregulierung, das sich als wesentlich für mehrzellige Organismen, einschließlich des Menschen, erwies“, so das Nobelkomitee in seiner Begründung. MicroRNAs erweise sich als grundlegend wichtig für die Entwicklung und Funktion von Organismen.
Die in den Chromosomen gespeicherte Information kann mit einer Gebrauchsanweisung für alle Zellen des Körpers verglichen werden.
Jede Zelle enthält dieselben Chromosomen und damit denselben Satz von Genen. Verschiedene Zelltypen wie Muskel- und Nervenzellen haben trotzdem sehr unterschiedliche Eigenschaften. Dafür spielen Mechanismen der Genregulation eine Rolle, wie sie von Ambros und Ruvkun beschrieben wurden.
Victor Ambros (geboren 1953) arbeitet an der University of Massachusetts Medical School, Gary Ruvkun (geboren 1952) an der Harvard Medical School sowie am Massaschusetts General Hospital. Die bedeutendste Auszeichnung für Mediziner ist wie im Vorjahr mit 11 Millionen schwedischen Kronen (knapp 970 000 Euro) dotiert. Sie geht je zur Hälfte an die beiden Forscher.
Im vergangenen Jahr hatten die in Ungarn geborene Biochemikerin Katalin Karikó und der US-Immunologe Drew Weissman den Medizin-Nobelpreis für ihre beharrlichen Vorarbeiten zur Entwicklung so genannter mRNA-Impfstoffe gegen Corona bekommen. Sie hätten mit ihrer Forschung „zu dem beispiellosen Tempo der Impfstoffentwicklung während einer der größten Bedrohungen für die menschliche Gesundheit in moderner Zeit“ beigetragen, hatte das Karolinska-Institut mitgeteilt.