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LABORPRAXIS-Newsticker 2024

Archiv der Meldungen aus dem LP-Newsticker 2024

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29.11. – Neue DAkkS-Standortakkreditierung für die esz AG

Eichenau (esz) 9:26 Uhr – Die esz AG calibration & metrology gehört zu den führenden und größten Kalibrier-Laboratorien in Europa. Die Anzahl an akkreditierten Messgrößen und Messbereichen nach DIN EN ISO/ IEC 17025 bestätigt das. In der Anlage zur Teil-Akkreditierungsurkunde D-K15019-01-01 nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018 sind nun auch, neben der esz-Zentrale in Eichenau bei München, die Standorte Berlin, Mannheim, Nürnberg, Steinfurt und Wien mit aufgeführt.

Seit 1997 ist das esz-Kalibrierlabor unter DAkkS D-K-1 501 9-01-OO (früher DKD-K-18201 ) von der Deutschen Akkreditierungsstelle akkreditiert und für die Ausstellung von Kalibrierzertifikaten mit Akkreditierungssymbol gemäß DIN EN ISO/IEC 1 7025 zugelassen. Die esz AG gehört damit zu nur wenigen Kalibrierlaboratorien in Europa, die eine solche Zahl an akkreditierten Standorten unter einheitlichen Standards vorweisen können.

Bisher gilt die Akkreditierung der esz AG für die Zentrale in Eichenau und für beliebige Orte außerhalb der Zentrale. Die Standortakkreditierung wurde notwendig, da die DAkkS mit neuen Regeln die eigenen Standorte der esz AG von dieser Festlegung ausschließen möchte.

Es ist mittlerweile deutlich einfacher Unternehmensbereiche und Messgrößen aufzuzählen, für die keine Akkreditierung vorhanden ist. Die verfügbaren Kalibriereinrichtungen und Labore der esz AG calibration & metrology erlauben die garantierte Rückführbarkeit sämtlicher Messgrößen auf nationale und internationale Normale.

Hier geht es zu den aktuellen Meldungen im LABORPRAXIS-Newsticker:

28.11. – Wirkstoff schützt effektiv vor HIV-Infektion

Foster City (dpa) 0:02 Uhr – Eine halbjährliche Impfung mit dem Medikament Lenacapavir schützt effektiv vor einer Infektion mit HIV. Das bestätigen Daten der zulassungsrelevanten Phase-3-Studie „Purpose 2“, die im „New England Journal of Medicine“ („NEJM“) vorgestellt werden. Mit Lenacapavir sei ein echter Durchbruch gelungen, lobte Astrid Berner-Rodoreda vom Universitätsklinikum Heidelberg.

Als Depotspritze schützt Lenacapavir anhaltend vor einer Infektion mit HIV, alle sechs Monate ist eine Auffrischung vorgesehen - bisher verwendete Mittel zur HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) wie Truvada müssen täglich als Tablette genommen werden. Sich zweimal jährlich impfen zu lassen, sei wesentlich komfortabler als täglich an die Einnahme einer Tablette denken zu müssen, sagte Berner-Rodoreda.

Wie schon die Vorgängerstudie „Purpose 1“ wurde die Auswertung aufgrund der vielversprechenden Ergebnisse vorzeitig beendet, um das Medikament allen Probanden und Probandinnen zur Verfügung stellen zu können, wie es vom Hersteller Gilead hieß. Für Lenacapavir solle nun die Zulassung als HIV-Schutz in zahlreichen Ländern beantragt werden.Gezielt werde an einer Versorgung auch in ärmeren Ländern gearbeitet.

Das Mittel soll prophylaktisch Menschen mit hohem HIV-Infektionsrisiko angeboten werden. Es hemmt den Lebenszyklus des Virus in mehreren Stadien der Infektion. Von der Effizienz her sei Lenacapavir mit Truvada vergleichbar, erklärte Max von Kleist von der Freien Universität Berlin. Beide böten einen hervorragenden, nahezu kompletten Schutz.

Die Studie „Purpose 2“ umfasste knapp 3.300 HIV-negative Menschen, die häufiger Sex hatten. Zwei Personen in der Lenacapavir-Gruppe (ca. 2.200 Probanden) und neun in der zum Vergleich mit Truvada behandelten Gruppe (ca. 1.100 Probanden) infizierten sich mit HIV, wie es im Fachjournal heißt. Lenacapavir reduzierte das Infektionsrisiko damit um 96 Prozent gegenüber der Hintergrundinzidenz. Vertragen wurden beide Mittel im Allgemeinen gut.

Originalpublikation: Colleen F. Kelley, M.D., M.P.H., Maribel Acevedo-Quiñones, M.D., Allison L. Agwu, M.D., Anchalee Avihingsanon, M.D., Ph.D., Paul Benson, D.O., Jill Blumenthal, M.D., Cynthia Brinson, M.D., et al.: Twice-Yearly Lenacapavir for HIV Prevention in Men and Gender-Diverse Persons, The New England Journal of Medicine, Published November 27, 2024, DOI: 10.1056/NEJMoa2411858

25.11. – Entwicklung des Chemieparks Leuna 3 geht voran

Merseburg (dpa/sa) 17:26 Uhr – Die Entwicklung des neuen Chemieparks Leuna 3 bei Merseburg kommt weiter voran. Wie der Saalekreis mitteilte, wurden die ersten rund 16 Hektar von der staatlichen Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH (BVVG) gekauft. Darüber hinaus werde mit weiteren Flächeneigentümern verhandelt. In unmittelbarer Nähe zum bestehenden Chemiepark in Leuna soll auf 200 Hektar Fläche ein neuer Chemiepark entstehen. Das Projekt gilt als ein zentrales Vorhaben des Strukturwandels in der Region und wird mit mehr als 180 Millionen Euro gefördert. Die Projektentwicklung läuft nach Angaben des Kreises seit drei Jahren. Wann auf dem Gelände mit dem Bau begonnen werden soll, konnte der Kreis noch nicht sagen. Derzeit werde neben dem Flächenerwerb an einem Bebauungsplan gearbeitet. Es gebe aber bereits verschiedene Anfragen von Investoren.

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21.11. – Lauterbach für sparsameren Einsatz von Antibiotika

Berlin (dpa) 12:02 Uhr – Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat einen sparsameren Einsatz von Antibiotika in Praxen und in der Landwirtschaft angemahnt, um ihre Wirksamkeit zu erhalten. Es gebe bereits Resistenzen gegen sehr viele Antibiotika und ihre Zahl nehme schneller zu, als neue Antibiotika entwickelt würden, sagte der SPD-Politiker am Rande eines Fachkongresses in Berlin.

„Wenn wir dieses Problem nicht gemeinsam in den Griff bekommen, dann kann es sein, dass ganz normale Infektionskrankheiten demnächst wieder eine tödliche Gefahr darstellen.“ Schon heute gebe es 85.000 Menschen pro Jahr in Deutschland, die an Sepsis sterben, weil eine Infektion nicht in den Griff zu bekommen ist.

Lauterbach sagte: „Wir müssen Antibiotika gezielt einsetzen, so wenig wie nötig.“ Zudem gelte es, Infektionen zu vermeiden. Das Ministerium unterstütze eine Strategie zur Bekämpfung von Resistenzen. „Wenn wir Antibiotika weiter ungefiltert in der Landwirtschaft einsetzen oder als Breitbandantibiotika in den Praxen, auch dort, wo es nicht notwendig ist, bekommen wir das Problem nicht in den Griff.“ Weltweit kämen jährlich fünf Millionen Menschen an Infektionserkrankungen ums Leben, die mit Antibiotika hätten behandelt werden können, wenn es die Resistenzen nicht gegeben hätte.

19.11. – Balzan-Preise: vier Mal 800.000 Euro für die Forschung

Hamburg (br&d) 15:48 Uhr – Am 21. November 2024 um 17 Uhr werden in Rom im Quirinalspalast die Balzan Preise 2024 verliehen. Ausgezeichnet werden:

  • Michael N. Hall (Schweiz/USA) für Biologische Mechanismen des Alterns
  • Omar Yaghi (USA) für Nanoporöse Materialien für Umweltanwendungen
  • John Braithwaite (Australien) für Restaurative Justiz
  • Lorraine Daston (Deutschland/USA) für Wissenschaftsgeschichte (Neuzeit und Gegenwart)

Die Preisgebiete der Internationalen Balzan Stiftung variieren jedes Jahr, um besonders innovative Forschung auf den Gebieten der Geistes- und Sozialwissenschaften, der Kunst sowie den Naturwissenschaften, der Physik, Mathematik und Medizin zu würdigen, die im Gegensatz zu traditionellen Wissenschaftsgebieten oftmals spezieller und interdisziplinärer ausgerichtet sind. Die Preisträger müssen die Hälfte des Preisgeldes (CHF 750.000, ca. 800.000 Euro) für die Finanzierung von Forschungsprojekten verwenden, die von jungen Wissenschaftlern und Forschern durchgeführt werden.

17.11. – Studie: Klimawandel verschärft Ausbreitung des Denguefiebers

Stanford (dpa) 17:00 Uhr – Bei vielen Infektionskrankheiten ist im Zuge des Klimawandels mit einem Anstieg der Fallzahlen und einer Ausbreitung der Erreger zu rechnen. Denguefieber gehört definitiv dazu, wie ein Forschungsteam erläutert. Schon jetzt seien rund 19 Prozent der Fälle in stark betroffenen Ländern auf die Auswirkungen des Klimawandels zurückzuführen. Die Analyse wurde bei der jährlichen Tagung der American Society of Tropical Medicine and Hygiene (ASTMH) vorgestellt.

2024 hat extrem hohe Dengue-Zahlen: Bis September wurden laut der EU-Gesundheitsbehörde ECDC weltweit 13 Millionen Infektionen und 8.500 Todesfälle gemeldet. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2023 waren es 6 Millionen Infektionen und 6.000 Todesfälle. Stark betroffen war unter anderem Brasilien.

Denguefieber ist eine von Viren verursachte Infektionskrankheit. Sie kann sehr schmerzhaft sein und wird aufgrund der starken Muskel- und Gelenkschmerzen auch als Knochenbrecherfieber bezeichnet. Weitere typische Symptome sind hohes Fieber, starke Kopfschmerzen sowie Übelkeit und Erbrechen. In seltenen Fällen - insbesondere bei einer erneuten Infektion mit dem Dengue-Virus - kann es zu schweren, mitunter tödlichen Verläufen kommen.

Übertragen wird das Virus vor allem durch die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) und die Ägyptische Tigermücke (Aedes aegypti), auch Gelbfiebermücke genannt. In einer früheren Studie hatten Forscher herausgefunden, dass bei Stechmücken im Labor die Virenzahl bei 26 Grad (Asiatische Tigermücke) und 29 Grad (Ägyptische Tigermücke) am höchsten ist. Diese Temperaturen bergen demnach die höchsten Infektionsgefahren.

Das Team um Erin Mordecai von der Stanford University in Stanford (Kalifornien, USA) untersuchte die Entwicklung der Dengue-Infektionen in Lateinamerika und Südostasien und leitete aus Modellen Prognosen für die Zukunft ab. Die Forschenden trugen Beobachtungen zum Denguefieber in 21 Staaten in Lateinamerika (von Mexiko bis

Brasilien) und Südostasien (von Sri Lanka bis Indonesien) zusammen. Es gebe „eine klare und direkte Beziehung zwischen steigenden Temperaturen und steigenden Infektionen“, sagte Mordecai. Bis 2050 könnte sich der Anteil der klimabedingten Dengue-Fälle bei einem stetig steigenden Ausstoß der Treibhausgase laut Studie auf rund 60 Prozent erhöhen, bei einem besseren Klimaschutz-Szenario auf rund 40 Prozent.

13.11. – Boom um KI und Arzneien treiben Merck an

Darmstadt (dpa) 7:40 Uhr – Der Darmstädter Pharma- und Technologiekonzern Merck lässt seine Schwächephase nach dem Corona-Boom hinter sich. Im dritten Quartal sorgte ein sich in Teilen erholendes Geschäft mit Halbleitermaterialien beim Dax-Konzern für Auftrieb, Schub gab etwa die anziehende Nachfrage rund um Anwendungen für Künstliche Intelligenz (KI). Zudem florierte das Geschäft mit Medikamenten, nachdem Merck zuletzt zwei Flops in der Medikamentenforschung verkraften musste. Auch in der Laborsparte, die zuletzt unter einer Nachfrageschwäche gelitten hatte, ging es erstmals wieder voran.

Von Juli bis September stieg der Umsatz gemessen am Vorjahreszeitraum um 1,8 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis erreichte mit gut 1,6 Milliarden Euro ein Plus von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit verdiente Merck im Tagesgeschäft mehr als erwartet. Nach Steuern stieg der Gewinn um knapp zehn Prozent auf 812 Millionen Euro.

„Wie erwartet haben wir unseren Wachstumskurs im dritten Quartal fortgesetzt“, sagte Vorstandschefin Belén Garijo. „Die Märkte, in denen wir tätig sind, zeichnen sich durch unverändert robuste Wachstumstrends aus.“ Zuletzt hatte Merck zu kämpfen, weil die große Nachfrage von Impfstoffherstellern in der Laborsparte abgeebbt war. Im vergangenen Jahr musste Merck einen Gewinnrückgang verkraften. Für dieses Jahr ist die Wende angepeilt. Demnach soll der Umsatz in der unteren Hälfte der Bandbreite von 20,7 bis 22,1 Milliarden Euro herauskommen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen erwartet das Merck um den Mittelwert der Zielspanne von 5,8 bis 6,4 Milliarden Euro.

13.11. – Biontech übernimmt chinesische Biotechnologie-Firma

Mainz (dpa/lrs) 14:18 Uhr – Das mit seinem Corona-Impfstoff bekannt gewordene Mainzer Unternehmen Biontech will die Entwicklung von Krebsmedikamenten mit einer millionenschweren Übernahme einer chinesischen Firma weiter vorantreiben. Für das Unternehmen Biotheus werden die Mainzer bis zu 950 Millionen US-Dollar (rund 894 Millionen Euro) zahlen, wie sie mitteilten.

Vorgesehen ist demnach eine Vorabzahlung in Höhe von 800 Millionen US-Dollar für den Erwerb von 100 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals sowie bis zu 150 Millionen an möglichen Meilensteinzahlungen. Das sind eine Art Prämien, die gezahlt werden, wenn gewisse vereinbarte Etappen bei einem Projekt erreicht werden. Der Abschluss der Übernahme des chinesischen Unternehmens mit rund 300 Mitarbeitern wird für das erste Quartal 2025 erwartet.

Mit der abgeschlossenen Übernahme sichert sich Biontech die vollen weltweiten Rechte an einem Wirkstoffkandidaten namens BNT327, der sich den Angaben zufolge bereits in einer fortgeschrittenen Phase der klinischen Entwicklung befindet. Laut Biontech seien die bisherigen Ergebnisse klinischer Studien mit dem Wirkstoff bei mehr als 700 behandelten Patientinnen und Patienten mit Blick auf verschiedene Tumortypen ermutigend. Man glaube, dass der Wirkstoff das Potenzial habe, in mehreren onkologischen Indikationen einen neuen Behandlungsstandard zu setzen, sagte Biontech-Mitbegründer Ugur Sahin.

Noch in diesem und im kommenden Jahr sollen Biontech zufolge mehrere Studien mit dem Wirkstoff etwa zur Behandlung von Lungen- und Brustkrebs beginnen. Über die Rechte hinaus bringt der Erwerb Biontech unter anderem auch ein Forschungs- und Entwicklungszentrum sowie eine Produktionsanlage für biologische Präparate in China. Biontech strebt eine erste Marktzulassung für ein Krebsmedikament im Jahr 2026 an.

7.11. – Bestimmte PFAS-Chemikalien scheidet der Mensch rasch aus

Berlin (dpa) 12:29 Uhr – Bestimmte Industriechemikalien, die Menschen vor allem über Lebensmittel und Trinkwasser aufnehmen, bauen sich einer Studie zufolge schneller im menschlichen Körper ab als bisher angenommen. Unter die Lupe genommen wurden in der Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) so genannte Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS), auch Ewigkeitschemikalien genannt.

Für die Studie verglichen die Fachleute 15 PFAS-Verbindungen. Ein Wissenschaftler machte dafür einen Selbstversuch und nahm ein niedrig dosiertes Gemisch aus PFAS-Chemikalien zu sich. Anschließend wurde die Konzentration der Substanzen in einem Zeitraum von 450 Tagen im Blut sowie deren Ausscheidung in Stuhl und Urin gemessen. Laut BfR ist die Untersuchung die erste ihrer Art.

„Entscheidend ist die Länge der Kohlenstoffkette des Moleküls: Kurzkettige PFAS werden rascher ausgeschieden“, teilte das BfR mit. Sie hätten nur eine Halbwertszeit von Tagen bis Wochen, langkettige PFAS dagegen eine von bis zu mehreren Jahren. Die Halbwertszeit gibt an, nach welcher Zeit die Hälfte einer Substanz abgebaut ist oder den Körper verlassen hat.

Kurzkettige Verbindungen würden vor allem mit dem Urin ausgeschieden. Langkettige Verbindungen hingegen könnten aus dem gebildeten Urin zurückgeholt werden. „Ihre Ausscheidung über den Urin ist daher nur sehr gering, was ihre lange Verweildauer im Körper erklärt.“

PFAS werden in zahlreichen Verbraucherprodukten eingesetzt, zum Beispiel in Kosmetika, Kleidung oder Kochgeschirr. Die Chemikalien gelten als besonders langlebig und stabil. Sie haben sich weltweit in der Umwelt verteilt und werden in kleinen Mengen über Nahrung und Trinkwasser aufgenommen.

5.11. – Umfrage zeigt Hoffnung in der Chemie

München (dpa) 10:17 Uhr – Die chemische Industrie in Deutschland schöpft wieder Hoffnung. Das vom Münchner Ifo-Institut erhobene Geschäftsklima für die Branche ist im Oktober um fast 10 Punkte nach oben gesprungen und liegt nun nur noch 3,1 Punkte im Minus. Vor allem die Aussichten verbesserten sich: von minus 15,9 auf plus 4,7 Punkte.

„Die Unternehmen in der Chemie setzen ihre Hoffnungen auf das Strompreispaket der Bundesregierung“, sagt Ifo-Branchenexpertin Anna Wolf. Die Maßnahme, die Unternehmen entlasten und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken soll, werde von der Chemieindustrie positiv aufgenommen. Allerdings leide die Chemie weiter unter der Schwäche des produzierenden Gewerbes und einer gedämpften Nachfrage. Ihre aktuelle Lage schätzen die befragten Betriebe mit minus 10,6 Punkten dementsprechend sogar minimal schlechter ein als vor einem Monat.

Das zeigt sich auch in den Details der Umfrage: Laut Ifo ist der Auftragsbestand erneut zurückgegangen und die Kapazitätsauslastung auf den niedrigsten Wert seit 2009 gefallen. Auch ihre Erträge bewerteten die Unternehmen zunehmend kritisch. Finanzierungsengpässe haben zugenommen und hemmen die Investitionsbereitschaft. Vor diesem Hintergrund lobt Wolf: „Es ist richtig, die Unternehmen der Chemie jetzt zu entlasten, um die Produktionskapazitäten über die Konjunkturkrise hinweg in Deutschland zu erhalten.“

4.11. – Zuckerkonsum in den ersten 1.000 Tagen entscheidend für die Gesundheit im Erwachsenenalter

Berlin (DANK) 14:17 Uhr – Eine kürzlich veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass der Zuckerkonsum in den ersten 1.000 Tagen eines Kindes – während der Schwangerschaft und in den ersten beiden Lebensjahren – einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit hat. Wenn der Zuckerkonsum in dieser Zeit begrenzt wird, sinkt das Risiko, später an Typ-2-Diabetes zu erkranken, um 35 Prozent. Zudem können die Risiken für Adipositas um 30 Prozent und für Bluthochdruck um 20 Prozent reduziert werden.

Barbara Bitzer, Sprecherin der Deutschen Allianz für Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), äußert sich anlässlich der Veröffentlichung dieser Studie: „Die Ergebnisse sind alarmierend und verdeutlichen die Dringlichkeit des politischen Handelns. Wir brauchen ein Umfeld, das es allen Menschen in Deutschland ermöglicht, sich gesund zu ernähren, ganz besonders während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren. Die Studie unterstreicht wieder einmal die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes zur Verbesserung der Gesundheitssituation in Deutschland.“

Originalpublikation: Tadeja Gracner et al.: Exposure to sugar rationing in the first 1000 days of life protected against chronic disease, Science, 31 Oct 2024; DOI:10.1126/science.adn5421

4.11. – Biontech legt Zahlen zum dritten Quartal vor

Mainz (dpa/lrs) 3:31 Uhr – Der Impfstoffhersteller Biontech wird an diesem Montag über den Stand der Entwicklung neuer Produkte zur Behandlung von Krebs berichten und seine Geschäftszahlen zum dritten Quartal vorlegen. Im zweiten Quartal hatten die Mainzer einen hohen dreistelligen Millionenverlust hinnehmen müssen, das Defizit war mit 807,8 Millionen Euro mehr als viermal so groß wie im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr 2024 summierte sich der Nettoverlust auf 1,12 Milliarden Euro.

Biontech steckt viel Kraft in die Entwicklung von Krebsmedikamenten, allein im zweiten Quartal investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben 525,6 Millionen Euro in „nicht-Covid-19-bezogene Aktivitäten“, also vor allem in die Onkologie und in Präparate gegen Infektionskrankheiten. Angestrebt wird eine erste Marktzulassung für ein Krebsmedikament im Jahr 2026.

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