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Massenspektrometrie

Automatisierte Probenvorbereitung in der Massenspektrometrie

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Um den geschilderten Umständen Rechnung zu tragen, haben verschiedene Hersteller von Massenspektrometern Geräte auf den Markt gebracht, die neben der Registrierung als Medizinprodukt auch noch einfach zu bedienen und zu warten sind. Darüber hinaus sind Kit-Hersteller wie Chromsystems bereits seit langem im klinischen Markt etabliert und bieten verifizierte, validierte und als CE-IVD-zugelassene Methoden zur Probenvorbereitung und Analytik an, die umfassend getestet und standardisiert worden sind. Ein Kit setzt sich aus allen zur Probenvorbereitung und zur anschließenden Analytik benötigten Reagenzien inklusive Matrix-Kalibratoren und Kontrollen, mobilen Phasen, analytischen sowie Trap-Säulen und allen übrigen Verbrauchsmaterialien zusammen. Dies erlaubt die schnelle und effiziente Einführung einer neuen LC-MS/MS-Methode in die tägliche klinische Routine. Zusätzlich gelingt die Beschleunigung der Probenvorbereitung durch die sukzessive Automatisierung der einzelnen Arbeitsschritte und kürzlich konnte der erste CE-IVD zertifizierte Pipettierrobotor eigens zur automatisierten Probenvorbereitung von Kits für die Massenspektrometrie zugelassen werden.

CE-IVD-Lösung für die Massenspektrometrie

Um die Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit der Probenvorbereitung zu erhöhen und jegliche Verwechslungsgefahr bei der Probenlogistik auszuschließen, haben Chromsystems und Hamilton zusammen den Massstar entwickelt. Es ist die erste komplette CE-IVD verifizierte Automatisierungslösung zur Probenvorbereitung im Hochdurchsatz für die sich anschließende massenspektrometrische Analyse. Die Massstar-Lösung wird zurzeit für die Serum/Plasma – Vitamin D3/D2- und für die Vollblut-Immunsuppressiva-Analytik von Cyclosporin, Everolimus, Sirolimus und Tacrolimus angeboten.

Der Massstar basiert auf einer Hamilton Microlab Starlet-IVD-Plattform mit 4 x 1 ml Pipettierkanälen. Diese werden für den Transfer von Proben, Reagenzien, Kontrollen und Kalibratoren zur Filterplatte eingesetzt. Alle Pipettierschritte sind optimiert und vollständig validiert. So sind dem Transfer von Blut beispielsweise spezielle Mischzyklen zur Homogenisierung der Matrix und spezieller Überprüfung der Konsistenz der Probe vorgeschaltet. Weiterhin werden sämtliche Pipettiervorgänge vom System mittels „Total Aspiration and Dispense Monitoring (TADM)“ kontrolliert. Das TADM erkennt, wenn Messgrößen des Gerätes beim üblichen Pipettierablauf deutlich abweichen und ermöglicht so die Überprüfung der Konsistenz des Bluts und folglich auch die Erkennung von Blutgerinnseln (Clotting-Kontrolle) und/oder einem für den Pipettiervorgang unzureichendem Probenvolumen. In der Filterplatte werden die Proben zur Extraktion bzw. Fällung auf einem Schüttler inkubiert. Die Integration einer Zentrifuge erlaubt die Filtration der Proben und die Abtrennung der ausgefällten Proteine. Im Gegensatz zur gebräuchlichen Vakuumstation können so auch nur teilweise gefüllte Filterplatten in geringerer Zeit bearbeitet werden.

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