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Allergieforschung

Beifuß-Ambrosie verursacht in der Allergieforschung Kosten in Millionenhöhe

| Redakteur: Marc Platthaus

Die Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) stammt ursprünglich aus Nordamerika und hat sich bereits in weiten Teilen Europas ausgebreitet. Ihre Pollen zählen zu den aggressivsten Allergie-Auslösern.
Die Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) stammt ursprünglich aus Nordamerika und hat sich bereits in weiten Teilen Europas ausgebreitet. Ihre Pollen zählen zu den aggressivsten Allergie-Auslösern. (Bild: Klaus-Dieter Sonntag/ fotoplusdesign.de/ UFZ)

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Auf mindestens 200 Millionen Euro beziffern Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung und der Ludwig-Maximilians-Universität München die Kosten, die die Beifuß-Ambrosie jährlich verursacht. Dazu zählen u.a. Therapiekosten für Allergiker aber auch krankheitsbedingte Fehlzeiten. Die Pollen der Beifuß-Ambrosie gehören zu den aggressivsten Allergenen.

Leipzig – Die Beifuß-Ambrosie ist eine aus Nordamerika eingeschleppte Pflanze, die sich zunehmend in Europa und auch in Deutschland ausbreitet. Ihre Pollen enthalten aggressive Allergene und bereiten betroffenen Allergikern durch ihren späten Pollenflug auch nach der Beschwerdesaison durch heimische Pflanzen weitere Krankheitssymptome.

Die Verlängerung der Beschwerdesaison für Pollenallergiker durch die Beifuß-Ambrosie verursacht hohe Kosten, die direkt z.B. durch Therapiekosten oder indirekt durch krankheitsbedingte Fehlzeiten entstehen. Eine Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des Allergie-Zentrums der Ludwig-Maximilians-Universität München schätzt die Kosten, die durch die Ausbreitung des neuen Allergens entstehen, jetzt erstmalig auf etwa 200 Millionen bis über eine Milliarde Euro pro Jahr.

Dazu hatten die Wissenschaftler Pollenallergiker in Süddeutschland befragt und die daraus gewonnenen Ergebnisse auf Deutschland hochgerechnet.

Die möglichen Kosten und der hohe Leidensdruck der betroffenen Patienten unterstreichen die Notwendigkeit von konzertierten Vorsorgemaßnahmen in Deutschland wie auch in Europa, schreiben die Wissenschaftler in ihrer Studie.

Verlängerung der Beschwerdesaison

Allergische Atemwegserkrankungen treten in Deutschland bisher vor allem zwischen März und Juli auf – also in der Hauptblütezeit von Bäumen und Gräsern. Durch das verstärkte Auftreten der aus Nordamerika stammenden Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia), die von August bis Oktober blüht und stark allergen wirkt, kann es zu einer Verlängerung der Beschwerdesaison bei Pollenallergikern kommen. Laut Statistik ist zurzeit jeder fünfte Deutsche gegen einzelne Pollenallergene sensibilisiert. Das entspricht rund 17 Millionen Betroffenen.

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