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Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln

Brombeeren und Himbeeren fallen negativ auf

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2014 erstmals verstärkte Untersuchung von Phosphonsäure

Im Rahmen der überwiegend risikoorientiert durchgeführten Kontrolle von Lebensmitteln auf das Vorhandensein von Rückständen von Pflanzenschutzmitteln wurden 2014 bei der Untersuchung von 19.500 Lebensmittelproben in den Laboren der Bundesländer über 5,8 Mio. Analyseergebnissen generiert. Dabei wurden die Grenzwerte für Pflanzenschutzmittelrückständen in deutschen Erzeugnissen bei 1,9% der untersuchten Proben überschritten (2010: 1,0%, 2011: 1,4%, 2012: 1,6% und 2013: 1,1%.) Der leichte Anstieg gegenüber dem Vorjahr geht u.a. einher mit der in diesem Jahr erstmals verstärkten Untersuchung von Phosphonsäure, deren Rückstände als Folge der Anwendung des fungiziden Wirkstoffs Fosetyl, aber auch aus anderen Eintragsquellen wie durch die legale Anwendung von Phosphonat haltigen Düngern auftreten können. Bei Erzeugnissen aus anderen EU-Mitgliedstaaten wurden in 1,3% der Proben Überschreitungen festgestellt, bei Erzeugnissen aus Drittländern in 5,8% der Proben. Diese Werte liegen auf dem Niveau der Vorjahre.

Lebensmittel, die in der Vergangenheit auffällig geworden sind, werden durch die Risikoorientierung häufiger und mit höheren Probenzahlen untersucht. Der Anteil an Proben, bei denen Pflanzenschutzmittelrückstände festgestellt werden, ist dadurch überproportional groß. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die durchschnittliche Belastung von Lebensmitteln mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln deutlich niedriger ist.

Rückstände in Säuglings- und Kleinkindernahrung

Auch bei der Babynahrung wurden die positiven Ergebnisse der vergangenen Jahre weitgehend bestätigt, in denen keine Rückstände über den Höchstgehalten gefunden wurden. Erstmals wurden 2014 in 4,4% von 458 Proben der Stoff Phosphonsäure oberhalb des Grenzwerts gefunden, der wie oben dargestellt auch aus der Anwendung als Düngemittel resultieren kann. Diese Befunde sollten Anlass für die Hersteller sein, sich der Thematik anzunehmen, damit zukünftig Rückstände vermieden werden.

Lebensmittel aus ökologischem Anbau

Biolebensmittel wurden wieder besonders intensiv kontrolliert. Etwa 9% der Untersuchungen wurden in diesem Marktsegment durchgeführt, das nur knapp 4% Anteil am gesamten Lebensmittelmarkt hat. Die Kontrollen 2014 haben bestätigt, dass Bioware ganz überwiegend weniger mit Pflanzenschutzmittelrückständen belastet ist als konventionell hergestellte Ware (1,6% Überschreitungen gegenüber durchschnittlich 2,5% bei konventioneller Ware aller Herkünfte). Auch hier liegt der im Vergleich zu den Vorjahren höhere Wert an der o. g. Problematik mit der Phosphonsäure.

* N. Banspach: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), 10117 Berlin

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