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Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln Brombeeren und Himbeeren fallen negativ auf

| Autor / Redakteur: Nina Banspach* / Dr. Ilka Ottleben

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat jüngst seine akteillen Zahlen zu Pflanzenschutzmittelrückständen in Lebensmitteln veröffentlicht. Positiv ist, dass auch 2014 generell nur wenige Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf Lebensmitteln gefunden wurden. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Kulturen

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Brombeeren fielen auch im Jahr 2014 durch hohe Beanstandungsquoten bezüglich Pflanzenschutzmittelrückständen auf (10,8 % Grenzwertüberschreitungen).
Brombeeren fielen auch im Jahr 2014 durch hohe Beanstandungsquoten bezüglich Pflanzenschutzmittelrückständen auf (10,8 % Grenzwertüberschreitungen).
(Bild: gemeinfrei )

Berlin – Die Belastung mit Pflanzenschutzmittelrückständen liegt seit Jahren konstant auf einem niedrigen Niveau. Im Jahr 2014 stieg die Quote der Rückstandshöchstgehalts-überschreitungen bei deutschen Erzeugnissen leicht auf 1,9%. Das zeigen die Untersuchungsergebnisse der Bundesländer, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in der „Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln 2014“ veröffentlicht hat. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Kulturen.

Beerenobst oder Paprika dauerhaft höher belastet als andere Kulturen

„Während wir bei einigen Kulturen wie Spargel, Kopfkohl und Birnen seit Jahren kaum oder gar keine Grenzwertüberschreitungen feststellen, sind andere Kulturen wie etwa Beerenobst oder Paprika dauerhaft in der Liste der Kulturen mit den meisten Überschreitungen zu finden“, erklärte BVL-Präsident Dr. Helmut Tschiersky. „Für diese Kulturen gilt es Lösungen zu finden, mit denen die Belastungen reduziert werden können.“ Brombeeren (10,8% Überschreitungen) und Himbeeren (6,5% Überschreitungen) fielen 2014 besonders negativ auf. Zu den negativen Spitzenreitern zählten 2014 auch Mangos (8,3% Überschreitungen), Tee (7,0%) und Grünkohl (6,5%), die schon in den Vorjahren durch hohe Beanstandungsquoten auffielen.

Kürbis und Kiwis fielen 2014 erstmals auf

Im Rahmen des repräsentativen Warenkorb-Monitorings wurde im Jahr 2014 Kürbis verstärkt kontrolliert. Dabei wurden unerwartet viele Grenzwertüberschreitungen (5,2%) festgestellt, die verschiedene Pflanzenschutzmittelwirkstoffe betrafen. Bisher waren bei Kürbis kaum Rückstände über den Höchstgehalten gefunden worden. Ähnlich überraschend waren die Befunde bei Kiwis, die in den vergangenen Jahren ebenfalls unauffällig waren und bei denen 2014 in immerhin 2,2% der untersuchten Proben Überschreitungen der Grenzwerte festgestellt wurden. Da die Rückstandshöchstgehalte für Pflanzenschutzmittel in der Mehrzahl nicht toxikologisch begründet sind, stellen Überschreitungen nicht automatisch eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit dar.

Situation bei frischen Kräutern deutlich verbessert

Deutlich verbessert hat sich die Situation bei frischen Kräutern. Diese zählten zwar auch 2014 zu den am häufigsten beanstandeten Lebensmitteln. Allerdings lag die Überschreitungsquote mit 6,4% noch nie so niedrig. Im Jahr 2012 überschritten noch 12,1% und im Jahr 2013 8,1% der Proben die Grenzwerte. Ebenfalls positiv: Erstmals wurden im Jahr 2014 keine Grenzwertüberschreitungen bei Gurken festgestellt.

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