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Probenzerkleinerung

Die Auswirkungen des Metallabriebs von Mahlwerkzeugen

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Insgesamt ist die Kontamination durch Abrieb der Mahlwerkzeuge, selbst wenn diese Stahl enthalten, so gering, dass eine Beeinträchtigung der nachfolgenden Analyse höchst unwahrscheinlich ist. So liegt z.B. der Kontaminationsgrad von Nickel und Chrom durch Werkzeuge aus rostfreiem Stahl deutlich unter dem Maximalwert, der für neugewonnenes Land gemäß Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung BBodSchV, Anhang 2 erlaubt ist.

Mais ist zwar spröde, aber nicht so hart wie Kalkstein, sodass für dieses Material eher Schneid- und Rotormühlen in Frage kommen. In Tabelle 3 sind die Ergebnisse für die Kontamination der Maisprobe durch Abrieb der Mahlwerkzeuge in unterschiedlichen Mühlen erfasst.

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Bei der Vermahlung von Mais lässt sich nur eine sehr geringe Metallkontamination durch Abrieb der Mahlwerkzeuge feststellen. Die Probe enthält 5 ppm Eisen, nachdem sie in der Schneidmühle SM 300 bei 700 min-1 vermahlen wurde. Das liegt daran, dass die Probe länger im Mahlraum verweilt, um bei der geringen Umdrehungszahl das 4 mm Sieb zu passieren. Wenn Mais in einer Grindomix GM 200 oder GM 300 vermahlen wird, findet sich Eisen in der Größenordnung von 1 bis 2 ppm in der Probe. Diese Menge lässt sich nicht auf das Material des Mahlbehälters zurückführen, was nahe legt, dass die Kontamination durch das Messer verursacht wird. Mit dem Einsatz eines Titan-Niob beschichteten Messers lässt sich diese Kontamination bei Proben vermeiden, deren Eisengehalt für die Analytik eine Rolle spielt.

Fazit

Die Zerkleinerung ist ein wesentlicher Teil der Probenaufbereitung von Feststoffen. Hierfür bietet Retsch ein breites Programm an Brechern und Mühlen für Grob-, Fein- und Feinstzerkleinerung an, mit denen sich eine große Bandbreite von Materialien zerkleinern lassen. Abhängig von Probenart, verfügbaren Mahlwerkzeugen und benötigter Endfeinheit besteht immer die Möglichkeit, dass Proben durch den Abrieb der Mahlwerkzeuge verunreinigt werden.

Insgesamt haben die Versuche jedoch gezeigt, dass, auch wenn bei bestimmten Kombinationen von Zerkleinerungstechnik und Mahlwerkzeug ein gewisses Maß an Kontamination nachgewiesen werden konnte, diese so gering ausfiel, dass die nachfolgende Analytik dadurch in keiner Weise beeinflusst wird. Außerdem lässt sich in den meisten Fällen eine mögliche Kontamination durch Auswahl eines Mahlwerkzeugs aus einem geeigneten Werkstoff vollständig vermeiden.

* Dr. G. Beckers: Retsch GmbH, 42781 Haan

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