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Energieeffiziente Chemie Energie sparen mit Verfahren und Produkten der Chemie

Redakteur: Olaf Spörkel

Neue energieeffiziente Verfahren und Produkte standen im Mittelpunkt der vom VCI und BMBF ausgerichteten Veranstaltung „Forum Zukunft: Neue Energiequellen mit Chemie“.

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Gemeinsam mit dem BMBF veranstaltete der VCI am 26. März 2009 das „Forum Zukunft: Neue Energiequellen mit Chemie“. (Von links: VCI-Präsident Prof. Dr. Ulrich Lehner; Michael Boddenberg, Hessischer Minister für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigter des Landes Hessen beim Bund; Staatssekretär Prof. Dr. Frieder Meyer-Krahmer, BMBF; Bild: VCI)
Gemeinsam mit dem BMBF veranstaltete der VCI am 26. März 2009 das „Forum Zukunft: Neue Energiequellen mit Chemie“. (Von links: VCI-Präsident Prof. Dr. Ulrich Lehner; Michael Boddenberg, Hessischer Minister für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigter des Landes Hessen beim Bund; Staatssekretär Prof. Dr. Frieder Meyer-Krahmer, BMBF; Bild: VCI)
( Archiv: Vogel Business Media )

Frankfurt am Main – Auf der Veranstaltungsreihe Forum Zukunft des VCI in Berlin erklärte Prof. Dr. Ulrich Lehner, Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI): „Die Chemie nutzt Energie heute so effizient und entwickelt so wertvolle Energiesparlösungen für ihre Kunden, dass sie zu den Schlüsselindustrien beim Klimaschutz zählt.“ Entscheidend sei letztlich die Kohlendioxidbilanz eines Stoffes über den kompletten Lebensweg, d.h., die Gegenüberstellung der Emissionen, die bei der Produktion entstehen, und der Emissionseinsparungen, die sich aus der Anwendung des Stoffes erzielen lassen. Hier schneiden laut Prof. Lehner viele Chemieprodukte besonders gut ab. Kunst- und Klebstoffe reduzierten im Automobilbau den Spritverbrauch der Fahrzeuge, Wärmedämmung mit chemischen Werkstoffen verringerten den Heizölverbrauch in Altbauten um mehr als zwei Drittel, Hochleistungs-Enzyme in Waschmitteln senkten den Energieverbrauch für einen Waschgang um bis zu 50 Prozent gegenüber früher.

Prof. Lehner hob in seinem Vortrag hervor, dass es der Branche mit einer dreiteiligen Strategie gelungen sei, Produktion und Energieverbrauch nachhaltig zu entkoppeln: Umstellung der werkseigenen Stromerzeugungsanlagen von Kohle auf Gas, Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, um Prozesswärme an den Standorten effektiv zu nutzen, und Umstieg auf weniger energieaufwändige Produktionsverfahren.

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Während die Herstellung von chemischen Erzeugnissen in Deutschland zwischen 1990 und 2006 um rund 43 Prozent gestiegen ist, reduzierte sich der Energieverbrauch der Branche im gleichen Zeitraum um fast 27 Prozent. Die Emissionen klimarelevanter Treibhausgase nahmen sogar um 45 Prozent ab.

Prof. Frieder Meyer-Krahmer, Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, betonte auf der Veranstaltung, dass die Bundesregierung den Klimaschutz zu einem ihrer wichtigsten Ziele erklärt hat. „Wir brauchen einen Umbruch bei der Erzeugung und Nutzung von Energie, bei ihrer Speicherung und bei ihrem Verbrauch. Deutsche Unternehmen sind bei Energietechnologien und bei Produkten im Klima- und Ressourcenschutz heute international führend. Mit der Hightech-Strategie stärkt die Bundesregierung die herausragende Position der deutschen Forschung und Industrie weiter.“

Maximierung der Energieeffizienz

Schon aus wirtschaftlichen Gründen arbeitet die Chemie seit Jahrzehnten daran, ihre Energieeffizienz zu maximieren: Denn für Energie, die durch die Strom- und Dampfrohrleitungen der Chemiewerke fließt, zahlen die Unternehmen heute mehr als fünf Milliarden Euro pro Jahr. Keine andere Branche in Deutschland hat einen so hohen Energiebedarf wie die Chemie. Durch den EU-Emissionshandel werden sich die jährlichen Energiekosten der Branche ab 2013 um mindestens 900 Millionen Euro verteuern. Tendenz steigend. Dies beeinträchtigt die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Chemiebranche.

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