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Personalführung Fachkräftemangel mit schwerwiegenden Folgen

| Redakteur: Matthias Back

Unternehmen in Deutschland verspüren nach wie vor einen Fachkräftemangel auf hohem Niveau: Das macht die aktuelle Ausgabe des „DIS AG Fachkräftekompass“, den der Personaldienstleister regelmäßig gemeinsam mit TNS Infratest veröffentlicht, einmal mehr deutlich. Insbesondere in den Bereichen der technischen Berufe und der Informatik fällt es den Befragten, mehr als 250 Unternehmensvertretern aus verschiedenen Branchen, schwer, vakante Stellen zu besetzen.

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Unternehmen verspüren hierzulande weiterhin Fachkräftemangel auf hohem Niveau. Für zwei Drittel kommt eine Rekrutierung von Fach- und Führungskräften im Ausland in Frage, ein Drittel setzt bereits regelmäßig darauf. Dies geht aus einer Repräsentative Erhebung der DIS AG in Kooperation mit TNS Infratest hervor.
Unternehmen verspüren hierzulande weiterhin Fachkräftemangel auf hohem Niveau. Für zwei Drittel kommt eine Rekrutierung von Fach- und Führungskräften im Ausland in Frage, ein Drittel setzt bereits regelmäßig darauf. Dies geht aus einer Repräsentative Erhebung der DIS AG in Kooperation mit TNS Infratest hervor.
(Bild: Fotolia @ Benicce)

Düsseldorf - Im Rahmen der dritten Ausgabe des „DIS AG Fachkräftekompass“ wurde erstmals erhoben, ob für deutsche Betriebe eine Rekrutierung von Fach- und Führungskräften im Ausland in Frage kommt – das Ergebnis überrascht in seiner Deutlichkeit.

Unternehmensgröße spielt eine wichtige Rolle

Knapp zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) gaben insgesamt an, dass sie die Mitarbeiterrekrutierung im Ausland als Möglichkeit in Betracht ziehen. Interessant ist dabei allerdings der große Akzeptanzunterschied abhängig von der Unternehmensgröße: Während lediglich ein Fünftel der Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern (20 Prozent) dieses Rekrutierungsinstruments prinzipiell ablehnt, sind es bei Betrieben mit weniger als 1.000 Mitarbeitern mit 41 Prozent gleich doppelt so viele (vgl. Abbildung 1).

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Ein weiteres Ergebnis bestätigt diese unterschiedliche Einstellung: 31 Prozent der großen Unternehmen gaben an, bereits regelmäßig selbständig Mitarbeiter im Ausland zu rekrutieren. Bei den kleinen Unternehmen ist der Anteil mit 12 Prozent dagegen deutlich niedriger. „Vor allem große Unternehmen sind heute längst bereit, in der Rekrutierung auch neue Wege zu gehen“, sagt Peter Blersch, Vorstandsvorsitzender der DIS AG. „Sollte sich der Fachkräftemangel künftig weiter verschärfen, wenn sich etwa die Wirtschaftslage weltweit entspannt, werden sicherlich noch deutlich mehr Betriebe auch im Ausland nach qualifizierten Fach- und Führungskräften suchen.“

Der Blick auf die verschiedenen Branchen offenbart ebenfalls Unterschiede. Derzeit steht der Handel einer Rekrutierung im Ausland besonders skeptisch gegenüber, für mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) ist sie dort überhaupt kein Thema. Dagegen sind der Dienstleistungsbereich und vor allem die Industrie deutlich aufgeschlossener gegenüber dieser Möglichkeit der Rekrutierung: Hier gaben lediglich 37 beziehungsweise 23 Prozent der Befragten an, dass diese für sie grundsätzlich nicht in Frage kommt. Einheitlich fallen die Umfrageergebnisse dagegen in Bezug auf die Einschätzung von Barrieren in der Auslandsrekrutierung aus (vgl. Abbildung 2).

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