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Elektrochemische Verfahrenstechnik Forschung an alternativen Rohstoffquellen: Covestro fördert Professur an der RWTH Aachen

| Redakteur: Alexander Stark

Die wachsende Kreislaufwirtschaft in der Chemie- und Kunststoffindustrie erfordert alternative Rohstoffquellen abseits von Erdöl, die dringend weiter erforscht werden müssen. Dazu unterstützt der Werkstoffhersteller Covestro den Forschungsstandort Nordrhein-Westfalen künftig auch finanziell.

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Covestro fördert die Forschung am Standort NRW mit einer Spende.
Covestro fördert die Forschung am Standort NRW mit einer Spende.
(Bild: Covestro )

Leverkusen – Um die Forschung an alternativen Rohstoffquellen zu unterstützen, ermöglicht Covestro mit einer Spende für fünf Jahre die Finanzierung einer neuen Professur an der RWTH Aachen. Der zunehmende Einsatz alternativer Rohstoffe und insgesamt die Transformation von der Linear- zur Kreislaufwirtschaft wären notwendig, um eine zukunftsfähige, nachhaltige Wirtschaft und Gesellschaft zu erreichen, erklärte Dr. Markus Steilemann, Vorstandschef von Covestro. Dieses Ziel erfordere hohe Innovationskraft und vermehrt Investitionen in die Forschung und Entwicklung an Universitäten.“

Die RWTH Aachen erschließt dazu mit einer neuen Professur den Forschungszweig „Elektrochemische Verfahrenstechnik“. Hier sollen elektrochemische Verfahren mit Gasdiffusionselektroden weiterentwickelt werden, deren Herstellung und Einsatz seit langem aus der Chlorproduktion bekannt sind. Unter anderem soll das klimaschädliche Gas CO2 als Rohstoff unter Nutzung von erneuerbarer Energie zu Produkten umgesetzt werden, die in der chemischen Industrie benötigt werden. Auch Methoden zur Herstellung und Nutzung des alternativen Energieträgers Wasserstoff stehen hier im Fokus. Dies ist ein wichtiger Beitrag, um langfristig CO2-neutrale Wertschöpfungsketten zu etablieren und Kohlenstoffkreisläufe zu schließen. Ziel ist es, elektrochemische Verfahrensprozesse aus dem Labor auf industrielle Maßstäbe hochzuskalieren.

Professorin Dr. Anna Mechler zum 1. Mai berufen

Die Universität hat zum 1. Mai 2020 Dr. Anna Mechler als Professorin für Elektrochemische Reaktionstechnik berufen. Mechler studierte Angewandte Natur- und Materialwissenschaften in Wuppertal und Osnabrück und promovierte am Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf und der Ruhr-Universität Bochum im Bereich Elektrochemie. Vor ihrem Wechsel an die RWTH leitete sie eine Arbeitsgruppe für Elektrokatalyse am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr.

Die Professur nimmt eine Brückenfunktion zwischen den Forschungsaktivitäten im Bereich der industriellen Elektrochemie an der RWTH Aachen und dem Forschungszentrum Jülich ein und stärkt damit die Jülich Aachen Research Alliance (Jara). Durch die Einbindung der Professur in das Kompetenzzentrum für Industrielle Elektrochemie Electra kann die Kooperation beider Einrichtungen weiter intensiviert werden.

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