Karte der Hirnentwicklung (Wissenschaftsbild des Tages)
Frühe Menschen nutzten vor etwa 800.000 Jahren Feuer auf clevere und praktische Weise. Anstatt nach dem „besten“ Holz zu suchen nahmen sie schlicht das nächstbeste, was die Natur ihnen bot – hauptsächlich Schwemmholz, das sie am Seeufer sammelten.
Zu diesem Schluss kommt die Studie eines internationalen Teams. Die Forscher analysierten 266 winzige Holzkohlefragmente an der Stätte Gesher Benot Ya'aqov (GBY) im heutigen Nordisrael. Dabei entdeckten sie eine überraschende Pflanzenvielfalt. Dazu gehört auch der früheste bekannte Nachweis von Granatapfelbäumen in der Levante.
Der ständige Zugang zu Brennholz, Nahrung und Wasser erkläre laut den Wissenschaftlern, warum die Menschen immer wieder an dasselbe Ufer zurückkehrten: Sie wählten nicht nur einen Wohnort, sondern einen Ort, an dem sich das überlebenswichtige Feuer leicht aufrechterhalten ließ.
Das ESEM-Mikroskopiebild zeigt den Querschnitt eines Holzkohlefragments von Eschenholz.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 23.4.2026 (Bild: M. MoncusilPHES)

