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Junge Arbeitnehmer Machen soziale Netzwerke dumm und frech?

| Autor/ Redakteur: Jürgen Schreier / Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Soziale Netzwerke verändern das Verhalten von Menschen. Das gilt vor allem für jüngere Arbeitnehmer. So führt die Nutzung von Facebook & Co. einerseits zu einer größeren Kommunikationsbereitschaft, andererseits aber auch zu schlechteren Umgangsformen und mehr Zeitdruck. Das zeigt eine Studie im Auftrag der Internet World Messe.

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Sind Facebook-Nerds dumm und frech? Eine Expertenstudie gibt Aufschluss.
Sind Facebook-Nerds dumm und frech? Eine Expertenstudie gibt Aufschluss.
(Bild: Public Domain Bild (CC0))

Die Digitalisierung der Gesellschaft verändert unser Leben - aber leider nicht nur zu unserem Besten. Immer mehr Menschen verbringen ihre Zeit privat und beruflich online und nehmen damit eine massive Verringerung persönlicher Kontakte in Kauf. Auch die permanente Erreichbarkeit führt zu einem dauerhaften Zeitdruck, der durchaus gesundheitliche Schäden nach sich ziehen kann. So ist für eine Mehrheit von 69 % die Digitalisierung mit konkreten Nachteilen verbunden.

Höflichkeit ist keine Zier (mehr)

Zu diesem Ergebnis kommt eine im Auftrag der Internet World Messe vom Institut IBI Research an der Universität Regensburg durchgeführte Befragung unter 1000 Experten der Internetbranche. In der Studie wurden die Auswirkung der gesellschaftspolitischen Aspekte der Digitalisierung untersucht, wie zum Beispiel die Nutzung sozialer Medien im Arbeitsalltag, der Datenschutz, der Umgang mit digitalen Inhalten sowie - im Hinblick auf die diesjährige Bundestagswahl - die Kompetenz der Parteien in diesem Themenumfeld.

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Die Digitalisierung von Inhalten aller Art und die Erweiterung der Kommunikationsprozesse hat in den letzten fünfzehn Jahren zu einer Informationsüberflutung geführt. Vor allem die Entwicklung des öffentlichen Netzes, das insbesondere durch den Ausbau der sozialen Netzwerke für Jedermann zugänglich ist, ist hier der Haupttreiber.

Die stärksten Auswirkungen der Digitalisierung sehen 91 % der Internetexperten im Bereich der Arbeitswelt. 79 % der Fachleute stellen daher auch ein verändertes Verhalten der Arbeitnehmer im Arbeitsalltag durch die Social Networks fest. Fehlende Trennung von Beruflichem und Privatem, Abnahme von Höflichkeitsformen sowie Konzentrationsschwäche sind nur einige der spontan genannten Effekte.

Kommunikationsbereitschaft nimmt zu

"Aus Sicht der Befragten hat die Nutzung sozialer Netzwerke sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf das Verhalten im Arbeitsalltag", kommentiert Studienleiter Michael Wittmann, Consultant bei IBI Research an der Universität Regensburg die Ergebnisse. "Zum einen werden größere Kommunikationsbereitschaft und Transparenz als Folge wahrgenommen, auf der anderen Seite aber auch mangelnde Höflichkeit und sinkende Aufmerksamkeit."

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