Suchen

Mikrowellen-Reaktionssystem Neues Gasbeladesystem erleichtert Probenvorbereitung

| Autor/ Redakteur: Christian Trampitsch* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Die Verbrennung organischer Materialien unter Sauerstoffatmosphäre stellt eine interessante und äußerst leistungsfähige Alternative zum Säureaufschluss dar. Ein neues Gasbeladesystem für ein Mikrowellen-Reaktionssystem macht diese Art der Probenvorbereitung jetzt noch benutzerfreundlicher.

Firmen zum Thema

Abb.1: Das neue Gasbeladungssystem (Bild: Anton Paar)
Abb.1: Das neue Gasbeladungssystem (Bild: Anton Paar)

Der Einsatz von mikrowellenbeheizten Reaktionssystemen für die Probenvorbereitung beschränkt sich schon lange nicht mehr rein auf den nasschemischen Druckaufschluss. Die Liste an Anwendungen, die ein solches Gerät zu bewältigen hat, reicht vom Trocknen von Proben über Eindampfen von Lösungen bis hin zur Lösemittelextraktion und zu Derivatisierungsreaktionen.

Ein Mikrowellensystem wie das Multiwave 3000 beherrscht zusätzlich zu den oben genannten auch noch spezielle Applikationen wie den UV-unterstützten Druckaufschluss, die Proteinhydrolyse oder die mikrowelleninduzierte Sauerstoffverbrennung. Letztere vereinigt die Vorteile der traditionellen Sauerstoffverbrennung mit den Möglichkeiten des Druckaufschlusses und eröffnet dadurch einzigartige Möglichkeiten, die Probenvorbereitung noch schneller, sicherer und leistungsfähiger zu gestalten – nicht zuletzt dank eines neuen, grundlegend überarbeiteten Gasbeladesystems.

20 bar reiner Sauerstoff

Das Funktionsprinzip ist schnell erklärt: Ein hochdruckfestes Reaktionsgefäß aus Quarz wird mit wenigen Millilitern einer geeigneten Absorptionslösung befüllt, wobei sich diese naturgemäß nach den zu bestimmenden Elementen richtet. Für die Hauptanwendung – Bestimmung von Halogeniden, Schwefel oder Phosphor – kommt üblicherweise eine Pufferlösung zum Einsatz, bei einer nachfolgenden Analyse von Schwermetallen sind verdünnte Mineralsäuren wie HNO3 oder HCl ideal.

Ein Probenträger – ebenfalls aus Quarz – wird sowohl mit der Probe als auch einem Filterpapier beladen, das mit NH4NO3 imprägniert ist. Nach dem Einsetzen des Probenträgers in das Reaktionsgefäß wird dieses mit einer selbstdichtenden Lippendichtung aus hochreinem PTFE-TFM verschlossen. Die Gefäße werden im Rotor platziert und können dann mit bis zu 20 bar reinem Sauerstoff befüllt werden. Die eingestrahlte Mikrowelle entzündet das Filterpapier, was in weiterer Folge zu einer Verbrennung der gesamten Probe führt.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 32332840)