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LP-Dossier Pestizide Schädlingsbekämpfung: Folgen und Alternativen

| Redakteur: Christian Lüttmann

Schädlingsbefall ist eine große Bedrohung für unsere Ernten. Im Gegensatz zu Naturkatastrophen wie Dürren können wir Schädlinge direkt bekämpfen: Durch den Einsatz von Pestiziden. Doch wie sicher ist deren Verwendung? Welche Folgen haben die Insektengifte auf uns selbst? Und was für alternative Methoden stehen uns zur Verfügung?

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Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist ein strittiges Thema - auch in der Wissenschaft.
Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist ein strittiges Thema - auch in der Wissenschaft.
(Bild: ©Dusan Kostic - stock.adobe.com)

Pflanzenschutzmittel sind in aller Munde, nicht nur im übertragenen Sinne. Immer wieder kommen Schlagzeilen auf, dass Rückstände von Pestiziden in unserer Nahrung verbleiben. Besonders das als krebserregend eingestufte Totalherbizid Glyphosat hat zuletzt für einen Aufschrei in der Bevölkerung gesorgt.

Doch ohne diverse Insektenbekämpfungsmittel scheint die moderne Landwirtschaft heute kaum noch in der Lage, den gewaltigen Nahrungsbedarf der Menschen zu decken. Welche neuen Lösungen Forscher zum Schutz unserer Agrarprodukte vor Schädlingen erproben, wie sich Spuren von Pestizidrückständen analytisch nachweisen lassen und mehr lesen Sie in diesem Dossier.

Besorgniserregende Ergebnisse kamen bei der Untersuchung von Schweizer Flüssen heraus. So zeigt eine Studie der Eawag, dass in fünf untersuchten Bächen die Grenzwerte für Pestizidrückstände überschritten wurden:

Nimmt der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft überhand? Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung sagen Ja und fordern neue Zulassungsverfahren:

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Die Bienen schwinden, doch warum? Dies haben Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität genauer untersucht:

Sind die Gene auf der Seite der Landwirte? Forscher des Kiel Evolution Centers untersuchen, wie sie die ungewöhnlichen Vererbungsmechanismen eines Weizen-schädigenden Pilzes ausnutzen können:

Glyphosat muss als Unkrautvernichtungsmittel langfristig von den Feldern verschwinden, da sind sich viele Experten einig. Doch es braucht wirksamen Ersatz. Zu einer „grünen“ Glyphosat-Alternative hat die Natur Chemiker und Mikrobiologen der Universität Tübingen inspiriert:

Pflanzenschutz- oder Pflanzenstärkungsmittel? Forscher aus Stuttgart untersuchen, wie Düngemittel effektiver wirken:

Heuschrecken zum Pflanzenschutz einsetzen – diese Idee könnte zwar den Pflanzen helfen, birgt aber das Risiko, als Biowaffe missbraucht zu werden. Was hinter dem Projekt des US-Verteidigungsministeriums steckt, lesen Sie hier:

Eine besondere Abwehr gegen Schädlinge haben Forscher der Universität Kiel entwickelt – ohne „Chemiekeule“, dafür mit physikalischem Know-How über Reibung und Haftung an Oberflächen:

„Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen“, soll Albert Einstein gesagt haben. Um die Bienen besser zu schützen, wurden bestimmte Schädlingsbekämpfungsmittel verboten. Lesen Sie hier, mit welchen analytischen Methoden sich dieses EU-Verbot kontrollieren lässt:

Herbizide sollen die Weinernte sichern. Doch haben sie auch eine Auswirkung auf die Qualität des Weins? Dieser Frage haben sich Forscher der Universität Wien angenommen:

Nach dem Motto „Weniger ist mehr“ erproben MPI-Forscher ein Pflanzenschutzmittel basierend auf Nanotechnologie. So wollen sie unnötige Pestizidbelastung durch minimalen Wirkstoffeinsatz eindämmen.

Pflanzenschutz mit sechs Beinen – Dass natürliche Fressfeinde von Schädlingen giftige Insektizide überflüssig machen könnten, zeigen Würzburger Biologen:

Abwehrmaßnahme gegen biblische Plage: Wie ein österreichischer Zoologe Heuschrecken mit Duftölen das Fürchten lehrt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Mit einem Modell wollen Forscher anhand der Moleküleigenschaften das Gefährdungspotenzial von Pestiziden vorhersagen. Was sie mit ihrer Studie herausgefunden haben, lesen Sie hier:

Schatten der Vergangenheit: Biogeochemiker untersuchen den Abbau von Lindan in der Umwelt. Das Pestizid ist seit über 40 Jahren in Deutschland verboten. Lesen Sie hier, wie die Forscher die chemischen Spuren verfolgen:

Eine neue Zentrale der Insektizidforschung: Auf rund 11.000 Quadratmetern will Bayer optimale Bedingungen für Anzucht und Tests von Kulturpflanzenarten, Schädlingen und Nützlingen bieten:

Mikroben als Keimabtöter zur Behandlung von Hühnereiern? Forscher der TU Graz stellen eine umweltfreundliche Alternative zu dem potenziell krebserregenden Formaldehyd vor, was bisher verbreitet zur Behandlung von Bruteiern eingesetzt wird:

Mit einer Chromatographie-basierten Analysenmethode weisen Forscher aus der Lebensmittel- und Umweltanalytik das Insektizid Fipronil in Eiern und Geflügelfleisch nach:

Eine neue Methode erlaubt es, auf über 170 Pestizide gleichzeitig zu analysieren. Dies zeigten Forscher der TU Dresden an der Untersuchung von Hühnereiern:

Wie Forscher mit Gold und Silber das Insektizid Imidacloprid nachweisen und so Bienen retten können, lesen Sie hier:

Praktisch: mit dem Smartphone selber Lebensmittel auf Schadstoffe untersuchen. Das verspricht eine App des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung in Magdeburg:

Im Supermarkt ist der Einkaufswagen rasch gefüllt. Doch was essen wir dort eigentlich? Mit vielen Produkten nehmen wir nicht nur künstliche Lebensmittelzusätze auf, sondern auch Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. In dem großangelegten Projekt „Food Profiling“ soll die Authentizität von Lebensmitteln geprüft werden:

Mit einem neuen Forschungs- und Entwicklungszentrum will Basf den Pflanzenschutz vorantreiben. Mehr über das Projekt erfahren Sie hier:

Der schnelle und unkomplizierte Nachweis von Glyphosat soll ein neuer Test der Universitäten Leipzig und Dresden ermöglichen - ganz einfach per Farbumschlag:

Video: Biologische Pflanzenschutzmittel werden zum Beispiel an der Fachhochschule in Bielefeld erforscht. Ein Projekt mit Hefekapseln als Schädlingsköder stellt das folgende Video vor:Bekämpfung von Schädlingen? Aber bitte biologisch!

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